Der Siebenjährige Krieg gilt als erster Konflikt von globaler Dimension. In verschiedenen Teilen der Welt bekämpften sich die Kolonialmächte England und Frankreich mit ihren jeweiligen Verbündeten. In Nordamerika brach im Streit um Grenzverläufe bereits 1755 der Krieg aus, der auch in Indien und Afrika geführt wurde. Hinzu kam die britisch-spanische Konfrontation, die den Spaniern den Verlust Havannas und Manilas einbrachte. In Europa löste Preußen mit der Besetzung Sachsens die Auseinandersetzungen aus, in denen es für Preußen um die Behauptung, für Österreich um die Rückgewinnung Schlesiens ging.
Sowohl in Übersee als auch in Europa forderten die zahlreichen Schlachten und Belagerungen unter Soldaten und Zivilisten einen hohen Blutzoll. Weite Teile Nord- und Westdeutschlands wurden geplündert und verwüstet. Nicht nur auf dem Feld wurde der Krieg ausgetragen, er hatte auch Züge eines massenmedialen Kampfes und fand Niederschlag in Kunst und Literatur.
Mit den Friedensschlüssen von Paris und Hubertusburg endete der Krieg, der für Europa und seine Beziehungen zur nichteuropäischen Welt weitreichende Konsequenzen hatte. Russland behauptete seinen Status als europäische Großmacht, Preußen festigte diesen Anspruch. Der preußisch-österreichische Dualismus erwuchs, der das 19. Jahrhundert nachhaltig prägte. England legte die Grundlagen für sein Empire, Frankreich hingegen verlor weite Teile seiner Herrschaft in Nordamerika, was für die Entstehung Kanadas und der USA große Bedeutung hatte. Nicht zuletzt bildeten die enormen finanziellen Kriegslasten eine frühe Voraussetzung für die Revolution in Frankreich.
Prof. Dr. Wolfgang Burgdorf ist apl. Professor für Neuere Geschichte an der LMU München. Er referierte im Rahmen der vom 2. - 5.3.2022 in der Katholischen Akademie in Bayern stattfindenden Historischen Tage "Der Siebenjährige Krieg (1756-1763). Ein Konflikt in globaler Dimension" zu dem Thema: Die europäische Dimension des Krieges. Die „diplomatische Revolution“ in der europäischen Außenpolitik und das Reich als Kriegsschauplatz.
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Folge vom 05.04.2024Wolfgang Burgdorf: Die europäische Dimension des Siebenjährigen Krieges
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Folge vom 19.03.2024Angelika Walser: Perspektiven auf katholische BeziehungsethikZum Thema „Perspektiven auf katholische Beziehungsethik“ sprechen der Brixener Moraltheologe Prof. Dr. Martin Lintner, die Salzburger Ethikerin Prof. Dr. Angelika Walser und der Berliner Ethiker Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl. Aufhänger ist Martin Lintners neue Publikation „Christliche Beziehungsethik. Historische Perspektiven – Biblische Grundlagen – Gegenwärtige Perspektiven“, nach „Den Eros entgiften“ von 2012. Prof. Dr. Angelika Walser sprach bei der online stattfindenden Tagung am 20.11.2023 über Perspektiven auf katholische Beziehungsethik.
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Folge vom 19.03.2024Martin Lintner: Perspektiven auf katholische BeziehungsethikZum Thema „Perspektiven auf katholische Beziehungsethik“ sprechen der Brixener Moraltheologe Prof. Dr. Martin Lintner, die Salzburger Ethikerin Prof. Dr. Angelika Walser und der Berliner Ethiker Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl. Aufhänger ist Martin Lintners neue Publikation „Christliche Beziehungsethik. Historische Perspektiven – Biblische Grundlagen – Gegenwärtige Perspektiven“, nach „Den Eros entgiften“ von 2012. Prof. Dr. Martin Lintner sprach bei der online stattfindenden Tagung am 20.11.2023 über Perspektiven auf katholische Beziehungsethik.
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Folge vom 19.03.2024Andreas Lob-Hüdepohl: Perspektiven auf katholische BeziehungsethikZum Thema „Perspektiven auf katholische Beziehungsethik“ sprechen der Brixener Moraltheologe Prof. Dr. Martin Lintner, die Salzburger Ethikerin Prof. Dr. Angelika Walser und der Berliner Ethiker Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl. Aufhänger ist Martin Lintners neue Publikation „Christliche Beziehungsethik. Historische Perspektiven – Biblische Grundlagen – Gegenwärtige Perspektiven“, nach „Den Eros entgiften“ von 2012. Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl sprach bei der online stattfindenden Tagung am 20.11.2023 über Perspektiven auf katholische Beziehungsethik.