Wie geht es den Menschen im Iran nach fast einer Woche Krieg? Nur wenige Informationen dringen derzeit aus dem Land. Die freie Journalistin Stefanie Glinski in Genf telefoniert aktuell jede Nacht mit Bekannten in Teheran. Sie berichtet von Chaos und Angst in der iranischen Hauptstadt.
Weitere Themen:
· Wie frei kann man sich in Dubai überhaupt äussern? Diese Frage stellt sich, wenn man aktuelle Beiträge von Influencern sieht, die über iranische Angriffe auf die Arabischen Emirate berichten. Solche Posts verschwinden auffällig rasch. Die Arabischen Emirate haben öffentlich daran erinnert, dass im Land strikte Regeln für Online-Beiträge gelten. Über die Redefreiheit in den Emiraten spricht Nina Amin, ARD-Korrespondentin in Kairo.
· In Milano und Cortina starten heute die Paralympischen Winterspiele. Mit dabei ist erstmals wieder Russland. Nach einem Staatsdoping-Skandal war das Land seit den Winterspielen in Sotschi 2014 gesperrt. Eine Recherche des unabhängigen Exil-Mediums «Vot Tak» zeigt jetzt, dass der Kreml sehr viel Geld investiert, um russische Kriegsveteranen zu Para-Profisportlern auszubilden. Über die Bedeutung internationaler Sportveranstaltungen für Russlands Regime sprechen wir mit unserem Korrespondenten Calum MacKenzie.
· In der Ukraine werden neue Generatoren aus der Schweiz eingesetzt. Sie produzieren Strom mit Diesel oder Erdgas und sind wichtig, weil Russland immer wieder die ukrainische Energie-Infrastruktur angreift. Dadurch kommt es zu Stromausfällen und die Menschen können ihre Wohnungen nicht heizen. Martin Jaggi, Chef des Stabs «Humanitäre Hilfe» beim Bund, erklärt um was für Geräte es sich dabei handelt.
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Folge vom 06.03.2026Bomben auf Teheran – ständige Angst und wenig Hoffnung
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Folge vom 05.03.2026Krieg im Nahen Osten: Warum wehren sich die Golfstaaten nicht?Seit bald einer Woche herrscht Krieg im Nahen Osten. Der Iran wehrt sich gegen die Angriffe der USA und Israel. Dabei greift er auch Nachbarländer, die am Angriff nicht unmittelbar beteiligt sind, an. Besonders die Golfstaaten. Auffallend ist: Sie wehren sich nicht. Weitere Themen: • Eine Studie des Universitätsspitals Zürich zeigt konkret auf, wie sich ein flexibler Schulstart auf Kinder und Jugendliche auswirkt: Sie sind gesünder, weniger gereizt und zeigen bessere Leistungen. Oskar Jenni, Professor für Entwicklungspädiatrie erklärt, wieso. • Sexarbeitende lehnen ein Verbot von Sexarbeit ab. Dies zeigt eine Umfrage unter 200 Sexarbeitenden in der Schweiz. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaft hat sie zu ihren Erwartungen, Befürchtungen und Einschätzungen befragt, falls der Kauf von Sex verboten würde. Virginia Beljean kennt die Gründe für diese Ablehnung. • Der Anstieg des Meeresspiegels hat gravierendere Folgen für die betroffenen Küstengebiete als bisher angenommen. Auch wären bis zu doppelt so viele Menschen betroffen, wie bisher angenommen. Das zeigt eine Studie, die im Wissenschafts-Magazin «Nature» erschienen ist. Klimaforscher Thomas Fröhlicher von der Universität Bern erklärt, was die neuen Ergebnisse genau zeigen.
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Folge vom 04.03.2026Was für einen Plan hat Trump im Iran?Vier Wochen werde der Krieg im Iran dauern, kündigte US-Präsident Trump an. Andererseits gibt es Gerüchte, dass den USA die Munition ausgehen soll. Roland Popp ist Sicherheitsexperte für den Nahen Osten an der Militärakademie der ETH Zürich, er sagt, die USA hätten sich im Iran mehr erhofft. Weitere Themen: · Israel hat das staatliche Radio und Fernsehen des Iran bombardiert. Iran sagt, der Sendebetrieb gehe weiter. Simon Wolfgang Fuchs von der Hebräischen Universität ordnet ein, wie wichtig der iranische Staatssender für die Bevölkerung ist. · China hat die Angriffe von Israel und den USA kritisiert und zu einer Waffenruhe aufgerufen. Doch China könnte auch vom Krieg profitieren, sagt Simona Grano, China-Expertin von der Universität Zürich. · Nach dem US-Angriff auf Venezuela brachen die Öl-Lieferungen in Kuba weg. Es fehlt an Treibstoff und Stromausfälle häufen sich. Der Unmut in der Bevölkerung steigt. Nur dank Hilfe aus dem Ausland könnten die Menschen überleben, sagt Ausland-Redaktorin Anna Lemmenmeier, die kürzlich Kuba besucht hat.
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Folge vom 03.03.2026War es gerecht, Ali Chamenei zu töten?Ali Chamenei, der oberste Führer des Irans, galt im Westen als brutaler Diktator. Aber war es gerecht, ihn mit einem Luftschlag zu töten? Mit solchen Fragen beschäftigt sich die Philosophin Regina Surber, Expertin für die Ethik von Krieg und Frieden. Weitere Themen: · Wie viel Rückhalt geniesst US-Präsident Donald Trump für seine Kriegspolitik? Marco Overhaus, Experte für US-Sicherheitspolitik bei der Stiftung Wissenschaft und Politik, zur Stimmung in der Regierung, im MAGA-Lager und im Kongress. · Der Streit zwischen der US-Regierung und der KI-Firma Anthropic ist eskaliert: Alle Bundesbehörden sollen auf Anthropics KI-Anwendungen verzichten, so die Anweisung des Präsidenten. Der Grund: Der KI-Konzern wollte durchsetzen, dass seine Software nicht zur Massenüberwachung oder für autonome Waffensysteme verwendet werden dürfe. Digitalredaktor Jürg Tschirren rollt den Fall auf. · Könnte der Fall Anthropic Anlass für eine stärkere KI-Regulierung sein? Das fordert der CEO des Tech Konzerns, er setzt dabei auf den US-Kongress. Wie realistisch ist das? Die Einschätzung der Juristin Christiane Wendehorst, Professorin am Institut für Digitalisierung und Recht der Universtität Wien.