Stricken boomt: Auf rund 400 Millionen Euro wird der Umsatz allein mit Strick- und Häkelgarnen geschätzt. Marisa Nöldeke erwirtschaftet mit ihrem Online-Shop "Maschenfein" einen einstelligen Millionenanteil. Doch Stricken ist für sie mehr als ein Geschäft, sagt sie: denn wer strickt, vernetzt sich mit anderen. Und das Stricken hat ihr dabei geholfen, mit einem Schicksalsschlag umzugehen. Kirsten Dietrich hat mit Marisa Nöldeke gesprochen.
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Reden mit einem Menschen. Eine knappe Stunde lang. Eine Zumutung? Im Gegenteil: es ist die pure Verführung zum Zuhören.
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Folge vom 07.06.2026Marisa Nöldeke, Strick-Unternehmerin
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Folge vom 25.05.2026Gerlinde Skupin, HausgeburtshebammeAls Hebammenschülerin empfand Gerlinde Skupin die Situation für Frauen im Kreissaal oft als entwürdigend. Deswegen hat sie sich vor 35 Jahren entschieden, sich als Hausgeburtshebamme selbständig zu machen. Seitdem begleitet sie in Berlin vor allem Frauen, die ihr Kind zu Hause zur Welt zu bringen möchten, wenn keine vorhersehbaren Komplikationen drohen. Denn eine Geburt ist keine Krankheit, sondern etwas Natürliches und muss deswegen nicht in einer Klinik stattfinden. Matthias Bertsch hat mit Gerlinde Skupin darüber gesprochen, warum Gebären das Überschreiten einer Grenze bedeutet, wie sie die Geburt ihres eigenen Sohnes erlebt hat und was es für ihre Familie bedeutet, immer abrufbereit zu sein.
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Folge vom 24.05.2026Albrecht Broemme, THW-Präsident a.D.Mit seinen geflogenen Kilometern könnte Albrecht Broemme mehrmals die Erde umrunden: Als Präsident des Technischen Hilfswerks (THW) arbeitete er in den Flüchtlingslagern in Jordanien, im vom Erdbeben zerstörte Haiti und nach der großen Flut im Ahrtal. Schon als Schüler hatte sich Albrecht Broemme beim THW engagiert, später bei der Freiwilligen Feuerwehr. Auch sein Vater war Nothelfer. Er nahm den Jungen mit zu schweren Autounfällen, um ihn "an den Anblick von Leichen zu gewöhnen", sagt Broemme heute. Als Präsident des THW hat Albrecht Broemme sich für die psychologische Hilfe für Helfende eingesetzt. Das Leid, das er weltweit gesehen hat, relativiert für ihn so manche Sorge in Deutschland. Auch im Ruhestand ist es ihm wichtig, sich auf Krisen und Katastrophen vorzubereiten. Katrin Heise hat mit ihm gesprochen.
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Folge vom 17.05.2026Fabian Retschke, Jesuiten-FlüchtlingsdienstSein Engagement für Gerechtigkeit gehört für Fabian Retschke untrennbar zu seinem Glauben. In Dresden geboren und in Wittichenau in der sorbischen Oberlausitz aufgewachsen, wurde er einer katholischen Familie groß und wollte schon als Jugendlicher Priester werden. Im Theologiestudium lernte er die Jesuiten kennen und trat 2017 in die Gesellschaft Jesu ein. Nachdem zwei Jahren in der Jugendarbeit des Canisius-Kollegs in Berlin promovierte er in Bogotá, Kolumbien. Seit 2025 ist er Kaplan im Berliner Südwesten und Mitarbeiter des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes Deutschland. Vera Kröning-Menzel hat mit Pater Fabian Retschke über seine Arbeit mit Geflüchteten, seine Berufung und seinen Glauben gesprochen.