Während die Freunde des 12jährigen Joe Webb HipHop oder Indie hörten, in Wales, pilgerte er lieber zum Jazz-Unterricht. Heute ist der 1991 geborene Joe Webb mit seinem frechen Stil einer der vielversprechendsten Namen in der jungen britischen Jazz-Szene.
Joe Webbs letztes Album "Hamstrings & Hurricanes" war für den Mercury Prize nominiert. Jetzt gibt’s Neues von ihm: Wir hören rein in das frisch erschienene Album "Neath Beat", das er im Trio mit Will Sach am Kontrabass und Schlagzeuger Sam Jesson eingespielt hat.
Darauf spielt Improvisation eine große Rolle: "Ich liebe es, Melodien auf unerwartete Weise zu spielen", so Joe in einem Interview. "Da zeigt sich deine wahre Persönlichkeit." Zu seinen Idolen zählen Art Tatum, Oscar Peterson und Duke Ellington - aber eben auch Oasis.
Weitere Highlights an der heutigen Hörbar sind unter anderem Songhoy Blues aus Mali, Júlia Kozáková aus der Slowakei, der Songwriter Ezio und die algerische Sängerin Souad Massi.
Weltmusik gemischt
Die hr2-Hörbar Folgen
Musik grenzenlos und global - Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich
Folgen von Die hr2-Hörbar
100 Folgen
-
Folge vom 04.06.2026Joe Webb: der junge Wilde – und mehr Musik grenzenlos
-
Folge vom 03.06.2026"Love Myself": Tal Arditis musikalisches Tagebuch & mehr Musik grenzenlosDer israelische Singer-Songwriter, Jazz- und Fusionmusiker Tal Arditi geht auf seinem neuen Album weg vom zarten akustischen Fingerpicking, hin zu üppigeren, ja: poppigeren Arrangements. Zugleich findet er: Diese Platte ist seine bisher intimste. "Love Myself" ist ein Manifest der Selbstliebe, gegen die Zweifel, gegen das Gefühl, nie genug zu sein. Als ganz junger Mann hat Tal sich in Berlin als Jazztalent etabliert, ist jede Nacht von Jamsession zu Jamsession geflitzt. Dann kam die Corona-Pandemie - und Tal wurde seine eigene Band, mit Loop Station und elektronischen Texturen. Dass er vom Jazz kommt, klingt immer wieder durch, wenn auch auf unerwartete Weise: Seine Jazz-Idole heißen Keith Jarrett und Brad Mehldau - beides Pianisten. "Ich wollte die Gitarre so spielen wie ein Klavier", hat Tal Arditi dazu im Deutschlandfunk erzählt. Weitere Highlights an der heutigen Hörbar sind u.a. Chansonnière Juliette Gréco, die Brüsseler Band Va Van Fahre, die französischen Tram des Balkans und die estnische Crossover-Akkordeonistin Tuulikki Bartosik.
-
Folge vom 02.06.2026Axel Fischbacher Trio: Jazz mit Message & mehr Musik grenzenlosMusik machen ist bei Fischbacher & Co. ein durch und durch demokratischer, freier Prozess. So trägt das neue Album "normal II" auch das Peacezeichen von 1969 auf dem Cover - als Hinweis, dass die Vorstellung von Frieden mal als radikal und unbequem galt. "Jazz is a Call for Freedom" ist das Motto des Axel Fischbacher Trios. Dessen neues Album "normal II" schreibt die Geschichte von "normal" von 2015 weiter. Es geht um Dialog und Offenheit, gegenseitige Befruchtung und gelebten Respekt. Bestandteile, aus denen - genau! - Jazz wird. Im Zentrum stehen weiter Axel Fischbacher an der Gitarre, Nico Brandenburg am Bass und Tim Dudek am Schlagzeug. Neu sind Sängerin Tamara Lukasheva und der Saxophonist Ohad Talmor. Außerdem an der Hörbar heute: die Weltmusiklegenden Bratsch aus Frankreich, Celtic Folk von Calibourdaine aus Berlin, die Oud-Kunst des israelischen Musikers Yinon Muallem, die walisische Songwriterin Judith Owen - und mehr.
-
Folge vom 01.06.2026Robinson Khoury: Singen mit der Posaune & mehr Musik grenzenlosDer Posaunist, Sänger und Komponist ist einer der Rising Stars der französischen Jazz- und Crossover-Szene. Sein neues Album "Transara" in Trio-Formation bewegt sich magisch zwischen Orient und Okzident, akustisch flankiert von spannenden Synthie-Klängen. Die Musik ist Robinson Khoury in die Wiege gelegt worden: Mutter Sängerin, Vater Pianist, am Konservatorium der Jazz-Stadt Vienne. Robinson spielte beim Pariser World-Jazz-Sextett Sarāb und war Solist im niederländischen Metropole Orkest. Sein erstes Album hieß "MŸA“ - und mit dieser Besetzung hat er auch das neue "Transara“ veröffentlicht. Zur arabischen Musik hat Khoury erst als Erwachsener gefunden, nun bildet ihre Tonalität einen festen Teil seiner Kompositionen. Er liebt an ihr besonders den Gesang: "Diesen auf die Posaune zu übertragen, fühlte sich sehr natürlich an, da sie für mich wie eine zweite Stimme ist." Weitere Gäste an der Hörbar sind heute u.a. die Frankfurter Liedermacherin Fee., das Hamburger Kaiser Quartett, die Latin-Band Ozomatli aus dem Schmelztiegel Los Angeles und die brasilianische Sängerin Adriana Calcanhotto.