Elektronische Tanzmusik - aber eben akustisch, handgemacht, als Jazz. Mal fiebrig nervös, mal gediegen. Das sind Mammal Hands, das junge Jazztrio aus London, in dessen neues, von Improvisation geprägtes Album "Circadia" wir schon mal reinhören können.
Seit ihrem Debüt "Animalia" von 2012 stehen Mammal Hands für einen melodischen, hypnotischen Sound. Ihr Mix aus europäischem Jazz und den Rhythmen von Rock und Electronica ist ideal fürs Kopfkino - und erreicht sein Publikum über alle Genregrenzen hinaus.
Im Zentrum stehen die Brüder Nick Smart am Klavier und Jordan Smart am Saxofon. Neu bei ihnen ist der Schlagzeuger Rob Turner, vormals bei GoGo Penguin, ein Freund seit über einem Jahrzehnt. "Mit ihm konnten wir die Seele unserer Musik neu freilegen und weiterentwickeln", sagt Nick Smart.
Weitere Gäste an der Hörbar sind heute unter anderem Luísa Sobral aus Portugal, Eneida Marta aus Guinea-Bissau, die französische Folkband Les Yeux d’la Tête und der hawaiianische Surfer Jack Johnson.
Weltmusik gemischt
Die hr2-Hörbar Folgen
Musik grenzenlos und global - Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich
Folgen von Die hr2-Hörbar
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Folge vom 24.02.2026Hypnotische Jazzrhythmen von Mammal Hands & mehr Musik grenzenlos
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Folge vom 23.02.2026Neues von Black Sea Dahu & mehr Musik grenzenlosBei Black Sea Dahu ist die Melancholie nie fern: Die Schweizer Band schafft Kammerpop, der sich anfühlt, als stünde man in einem Gewitter, absolut intensiv und lebendig. Dazu kommt die ungewöhnliche Stimme von Janine Cathrein, warm, androgyn, einhüllend. Gerade ist mit "Everything" das neue, dritte Album von Black Sea Dahu erschienen. Darauf zu hören: Indie Folk, kammermusikalische Pop-Feinheiten und bewegendes Storytelling. Auch Selbsttherapie ist dabei, denn Janine verarbeitet hier den Tod des Vaters. Herausgekommen ist Musik voller Gefühl, auf dem Weg zu neuer Offenheit und Resilienz. Mit etwas Fantasie hört man hier auch die wogenden Wälder und die Bergkulisse, in die sich Black Sea Dahu für das Album zurückgezogen haben, in ein Heim-Studio zwischen Kabeln, Jam-Sessions, Teetassen und gemeinsamen Kochabenden. Klingt nach: Familie. Außerdem an der Hörbar: Jazz-Finessen von Triosence, Didier Malherbe und SLIXS, globale Sounds mit Maria de Barros, Javier Ruibál und Murat Coşkun, Singer/Songwriter wie Sting - und viel anderes mehr!
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Folge vom 21.02.2026Musik grenzenlos von Michel Portal bis Marco MezquidaHeute wagen wir mal wieder einen kleinen Ausblick auf die nächste Woche mit "Musik grenzenlos": Welche Themen stehen im Fokus der kommenden Hörbars? Da wäre zum Beispiel die Formation Black Sea Dahu aus der Schweiz mit ihrer melancholisch-faszinierenden Mischung aus Kammerpop und Dark Folk. Oder: Mammal Hands, ein Trio aus London, das auf seinem neuen Album "Circadia" mal wieder mit hypnotischen Jazzsounds überzeugt. Außerdem: Lucas Santtana, der liebenswerte Tropicália-Experte aus Salvador de Bahia - ebenfalls mit neuem Album ("Brasiliano"). Nicht zu vergessen: der spanische Pianist Marco Mezquida und Oud-Virtuose Yinon Muallem aus Israel. Eine wunderbar bunte Hörbar-Klangwelt erwartet uns also mal wieder - in Auszügen auch in dieser Wochenend-Ausgabe. Und: wir gedenken Michel Portal, dem französischen (Bass-) Klarinettisten, der in seinem langen Künstlerleben die Grenzen der Ausdrucksmöglichkeiten seines Instrumentes verschoben hat, in einer beispiellosen Mischung aus Jazz, Neuer Musik, Klassik und Weltmusik. Am 12. Februar ist er im Alter von 90 Jahren in Paris gestorben.
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Folge vom 20.02.2026Romana Amerling singt Henry Love & mehr Musik grenzenlosWenn man im Wien der 1920er und 30er Jahre als Komponistin was werden wollte, war es ratsam, sich ein Pseudonym zuzulegen. Ein männliches Pseudonym! Uns so wurde aus der begabten und gefragten Pianistin Hilde Loewe-Flatter im Handumdrehen Henry Love und schrieb zahlreiche, zur damaligen Zeit beliebte Lieder und Jazzschlager. Die Wiener Sopranistin Romana Amerling hat einige dieser Songs ausgegraben und widmet ihnen ihr neues Album. Wir entdecken ein eigenständiges, zwischen Wiener Kulturerbe, literarischem Anspruch und Unterhaltungskunst oszillierendes Chanson-Werk. Amerling bringt diese facettenreiche Musik erstmals wieder zum Klingen - elegant, leichtfüßig, swingend, mit einem Hauch von Cabaret. An ihrer Seite: Mitglieder der Wiener Philharmoniker wie zum Beispiel der Klarinettist Daniel Ottensamer. Amerling, die sonst eher auf internationalen Konzertbühnen und in Opernproduktionen präsent ist, zeigt hier eine weitere Seite ihrer künstlerischen Persönlichkeit.