Heute erinnern wir an Moondog, den blinden US-Musiker, dessen Bühne die Straßen von New York waren. Hier lebte, komponierte und spielte er als imposante Figur im Wikinger-Fantasiekostüm mit selbstgebauten Instrumenten: Avantgarde, wie sie im Buche steht.
Vor 110 Jahren in Kansas zur Welt gekommen, nach einem Unglück mit 16 erblindet, entdeckte Louis Thomas Hardin alias Moondog auf der Blindenschule die Musik. In ihm steckte ein unbändiger Freiheitsdrang, zeitweise lebte er ohne Obdach. Aus den Straßen New Yorks zog der mit Philip Glass und Steve Reich befreundete Exzentriker seine Kraft, ihren Lärm und ihre Poesie machte er zu Musik. Viele seiner Tracks sind bis heute Kult.
1974 verschwand Moondog dann auf einmal aus New York. Manche wähnten ihn tot - dabei hatte der hr ihn zu einem Sonderkonzert der Reihe "Avantgarde und Pop" nach Frankfurt eingeladen, ins Funkhaus am Dornbusch. Moondog gefiel es in Germany so gut, dass er blieb - bis zu seinem Tod 1999 im Alter von 83 Jahren.
Weitere Höhepunkte an der Hörbar sind heute der Chansonnier Thomas Fersen, der deutsche Liedermacher Pohlmann, sefardische Musik von Liona & Serena Strings sowie die koreanische Sängerin Youn Sun Nah.
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Weltmusik gemischt
Die hr2-Hörbar Folgen
Musik grenzenlos und global - Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich
Folgen von Die hr2-Hörbar
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Folge vom 29.06.2026Moondog – der bunte Hund des Jazz & mehr Musik grenzenlos
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Folge vom 27.06.2026Neue Stimmen, weite Räume – & mehr Musik grenzenlosFrische Impulse setzt in dieser Hörbar der ein oder andere neue Song: Gleich zu Beginn: Aaron Rowe aus Dublin mit "John’s Song", ein klassisch-irischer Folk-Track, der ganz auf Stimme und eine gute Geschichte setzt. Auch Lambchop-Mastermind Kurt Wagner meldet sich zurück mit neuer Musik: "Stella" ist ein Vorbote des für August angekündigten Albums Punching The Clown - leise gebaut, fast wie eine Traumsequenz, mit Banjo, Stimmen und viel Raum dazwischen. Und aus Berlin kommt ein ganz anderer Blick aufs Hier und Jetzt: The Composer’s Orchestra Berlin versteht sich als offenes Kollektiv - große Besetzung, viele Stimmen, viele Ideen, die sich ständig neu mischen und weiterdrehen. Dazwischen entfaltet sich eine Hörbar, die von Calypso Rose aus Trinidad über Kino-Atmosphäre mit dem Moka Efti Orchestra bis hin zu kammermusikalischer Feinheit beim Galatea Quartet und stillen Chor-Momenten mit Paul Lay reicht.
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Folge vom 26.06.2026High Fiddelity – Jazz trifft Kammermusik & mehr Musik grenzenlosFünf Musikerinnen, elf Eigenkompositionen und ein Album. Das bietet "Spring Again", das neue Werk der Münchner Formation High Fiddelity. Der Name verrät: hier wird gefiedelt, und zwar auf hohem Niveau. Johanna, Corinna, Natalia und Bea bilden ein Streichquartett, allerdings nicht, um Haydn, Beethoven oder Schubert zu spielen (das vielleicht bei anderer Gelegenheit auch). Bei diesem Projekt sind sie sozusagen die Band für eine Sängerin und langjährige Freundin aus Wien: Karin Bachner. Gemeinsam gehen die fünf auf eine vielseitige Klangreise zwischen Jazz, Pop und Kammermusik, angetrieben von den Kompositionen ihrer Bratschistin, Natalia Brunke. Die hat wirklich ein Händchen für feine Streicher-Arrangements und authentische Songtexte, ihre Lieder erzählen von Begegnungen und Aufbruch, von Zweifel und Mut, von Reisen und Momenten der Leichtigkeit - und vom immer wiederkehrenden Frühling. Der ist ja nun durch, aber das Album "Spring Again" von High Fiddelity ist noch ganz frisch und hallt lange nach. Auch hier an der Hörbar mit Musik grenzenlos, u.a. dann auch mit Neuem von Sänger Max Berend, Pianist Justus Rümenapp und Jazzmeister John Beasley.
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Folge vom 25.06.2026Achtung: hier kommt Uwaga! & mehr Musik grenzenlosGenregrenzen haben dieses Quartett noch nie interessiert. Uwaga! (polnisch für "Achtung!") setzt gerne Ausrufezeichen - nicht nur hinter ihren Namen, sondern auch hinter ihre musikalischen Projekte. Und die sind vielfältig. Gerade haben sich Christoph König, Maurice Maurer, Miroslav Nisic und Jakob Kühnemann mit der Neuen Philharmonie Westfalen zusammengetan für ein ganz besonderes Crossover: Berühmte Opernmelodien, neu arrangiert für zwei Violinen, Akkordeon, Kontrabass und Orchester. Das Ergebnis ist ein völlig neuer, überraschend frischer Opernsound, der bei allen Modernisierungen die unbedingte Liebe zum Original durchscheinen lässt. Freuen sie sich auf den Toreromarsch aus Bizets Carmen und auf Verdis Gefangenenchor - ganz im Uwaga-Style, versteht sich! Zusätzliche Vielfalt bietet diese Hörbar mit einem neuen Song von Danger Dan und der ebenfalls deutschsprachigen Band Buhai aus Berlin, während Hazmat Modine aus New York erdigen Groove einbringen.