Früher war Turner Cody ein New Yorker Hipster aus der schrulligen "Anti-Folk"-Bewegung; heute erzählt er auf seinem neuen Album "Out For Blood" fast klassisch amerikanische Geschichten im Stil eines Kris Kristofferson, Townes Van Zandt oder John Prine.
Auf "Out For Blood" macht er zum zweiten Mal gemeinsame Sache mit dem belgischen Musiker Nicolas Michaux und dessen Band, den "Soldiers of Love". 2021 haben sie das erste Mal zusammengearbeitet, und Turner Cody betrachtet ihre transatlantische Begegnung als Glücksfall.
Sie hat ihm die Power für fast schon archaisch-zerknautschte Songs über Freiheit, Individualität, Schicksal, Sünde und Vergebung gegeben. Die alten Themen des US-Country eben, aber mit einem Augenzwinkern.
Außerdem an der Hörbar: finnische Vokalkunst mit Suden Aika, kenianische Moderne mit Nina Ogot, kapverdische Sounds mit Lura - und viel anderes mehr.
Weltmusik gemischt
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Musik grenzenlos und global - Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich
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Folge vom 09.02.2026Turner Cody: Geschichten aus dem Unterholz & mehr Musik grenzenlos
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Folge vom 07.02.2026Turner Cody, Toumani Diabaté, Shake Stew – & mehr Musik grenzenlosHeute drehen wir mal wieder großzügig den Globus und öffnen ganz nebenbei mit einigen Kostproben den Hörbar-Klangraum für die kommende Woche. Turner Cody and the Soldiers of Love liefern lässig-melodischen Folk-Pop mit ihrem neuen Album "Out for Blood". Mit dem unvergessenen Kora-Virtuosen Toumani Diabaté erinnern wir an die große Tradition der westafrikanischen Musik und feiern die Wiederveröffentlichung seines Albumklassikers "Djelika". Einen Vorgeschmack gibt’s auch auf den "Tribute To Juan Carlos Cáceres", mit dem Le Collectif Tango Negro Ensemble den Río de la Plata dunkel schimmern lässt. Arco Sinfónica spannt elegante Filmmusik-Bögen in "Movie Sinfonica" (demnächst ausführlicher an der Hörbar!). Und Shake Stew lässt den Puls steigen mit hypnotischem Drive und tiefen Grooves - kommende Woche hier ebenfalls im Fokus mit dem Album "Ten One Two". Dazwischen öffnen wir hier und da noch ein Fenster in andere Klangwelten: Eithne Ní Uallacháin mit poetischer irischer Melodik, Krzysztof Kobyliński mit leuchtenden Piano-Farben, Márcio Faraco mit sanfter Brasil-Saudade, Andy Palacio & The Garifuna Collective karibisch geerdet, Breabach mit schottischem Folk-Schwung - sowie Melody Gardot & Ibrahim Maalouf im eleganten Schulterschluss.
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Folge vom 06.02.2026Ensemble Du Verre: "Lost in Your Garden“ & mehr Musik grenzenlos"Lost in Your Garden" ist Jazz mit Weitblick: das neue Album vom Ensemble Du Verre besticht durch klare Formen, lässt viel Raum zum Atmen und setzt auf feine Texturen statt auf vordergründige Effekte. Kopf des Projekts ist Sönke Düwer (Du Verre…Achtung Wortspiel!), der als Komponist, Schlagzeuger, Pianist, Produzent und Klanggestalter den Kurs vorgibt. Das Album bündelt Skizzen und Ideen aus mehreren Jahren zu einem kompakten Ganzen: retrospektiv in der Reife, vorwärtsgewandt im Sound. Planung und Zufall spielen ineinander, Motive wachsen, immer neue Details schimmern hervor, die Energie der Improvisation und der elektronische Groove halten alles in Bewegung. Das Ergebnis ist zugleich poetisch, melancholisch und kompromisslos, mit Jazz als Kern und genug Offenheit für Brüche, Melancholie und Licht. Das und mehr "Musik grenzenlos" gibt’s heute an der Hörbar - nehmen Sie gerne Platz!
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Folge vom 05.02.2026French Bossa Nova! Putumayo-Klangreise & mehr Musik grenzenlosPutumayo, das findige World Music Label aus New York präsentiert mit "French Bossa Nova“ eine frische, digitale Kompilation, in der brasilianische Bossa Leichtigkeit auf französische Chanson Eleganz trifft - mit aktuellen Stimmen aus Frankreich, Québec und Brasilien. Das Label setzt seine wie immer exzellent kuratierte Reihe inzwischen konsequent online fort, gewohnt stilsicher, zugänglich und global vernetzt. So serviert es uns an der Hörbar entspannte, sonnendurchflutete Songs - von "Agua de beber" auf Französisch bis hin zu neuen Originalen, die den Boulevards von Paris einen Hauch von Rio geben. Neben Putumayo-Acts wie Taïou, Bïa und Giorgis Christodoulou in der Sendung: cineastischer Gitarren-Jazz mit Ragawerk, nordische Folk-Poesie von Svavar Knútur und Tango-Drive mit Otros Aires - und das ist noch lang nicht alles!