Autobahnen, Schnellstraßen und das Schienennetz durchziehen das gesamte Land. Die Verkehrswege verbinden Menschen, durchtrennen aber die Wanderrouten vieler Wildtiere und stellen für sie kaum zu überwindende Barrieren dar. Eigens angelegte Brücken sollen Wildtieren ermöglichen, gefahrlos auf die andere Seite zu wechseln. Laut dem Autobahnbetreiber ASFINAG gibt es in Österreich rund 600 Brücken oder Tunnel, auf denen Wildtiere passieren können. Für neu errichtete Verkehrswege sind solche Grünbrücken zwingend vorgesehen, bestehende sollen nachgerüstet werden, was schleppend vorangeht. Die Zuständigkeit der ASFINAG endet aber an der Grundstücksgrenze. Der Bund schreibt vor, wie Wildtierkorridore über Autobahnen ausgelegt sein müssen, das Hinterland wird dabei in die Planung nicht einbezogen. So entstehen zwar Brücken für Reh und Hase, der Weg zur Brücke hin ist aber oft versperrt. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 16. 02. 2026.Gestaltung: Lukas Tremetsberger
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86 Folgen
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Folge vom 16.02.2026Grünbrücken: Infrastruktur für Reh und Hase
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Folge vom 11.02.2026Angst vor dem großen BebenUnd wie Istanbul sich darauf vorbereitetUnter dem Marmarameer vor Istanbul treffen die eurasische und anatolische Kontinentalplatte aufeinander. Die sogenannte Nordanatolische Verwerfung ist eine der aktivsten seismischen Zonen der Welt - und das Gebiet vor den Küsten der Millionenstadt das einzige, in dem es seit über 250 Jahren kein Starkbeben mehr gab. Forschende sind sich einig: Die Energie, die sich seitdem durch die aneinander reibenden Platten aufstaut, wird sich irgendwann entladen. Und die Folgen werden fatal sein. Die Stadt bereitet sich mit Erdbebenübungen, neuen Bauvorschriften, Sanierungsprogrammen und einem stetig wachsenden Netzwerk an Sensoren vor. Angesichts der enormen Bevölkerungszahl und der schlechten Bausubstanz vieler Häuser bleiben die Herausforderungen groß. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 11. 02. 2026.Gestaltung: Anika Haider
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Folge vom 10.02.2026Vererbtes LandWarum Vermögen in Österreich nicht in Bewegung kommtVermögen ist in Österreich sehr ungleich verteilt. Während die obersten 10 Prozent der Haushalte etwas mehr als die Hälfte des gesamten Vermögens halten, besitzen die unteren 50 Prozent nur rund 4 Prozent. Das zeigt die aktuelle Auswertung der Österreichischen Nationalbank, die seit 2010 das Vermögen der privaten Haushalte erhebt. Die hohe Vermögensungleichheit kommt zu einem großen Teil durch Erbschaften und Schenkungen zustande. Je vermögender eine Person ist, desto wahrscheinlicher hat sie Teile ihres Vermögens geerbt, umso höhere Summen hat sie geerbt. Das zeigt sich besonders beim Immobilienmarkt. Erbinnen und Erben besitzen deutlich häufiger eine Immobilie als Nicht-Erben. In den kommenden Jahren wird sich das jährliche Erbvolumen fast verdoppeln. Was bedeutet das für Vermögen und Immobilienbesitz in Österreich? - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 10. 02. 2026.Gestaltung: Juliane Nagiller
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Folge vom 09.02.2026Digitaler EnergiehungerWie viel Strom Rechenzentren verbrauchenIm April 2025 hat die Internationale Energieagentur IEA in einer Studie prognostiziert: der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren wird sich bis 2030 verdoppeln. Im US-Bundesstaat Iowa soll ein Atomkraftwerk reaktiviert werden, um ein Google-Rechenzentren mit Strom zu versorgen. In Zeiten des Klimawandels birgt das einige Risiken, Wassermangel könnte die Kühlung von Reaktoren gefährden. In Frankreich war das bereits öfter der Fall. Außerdem droht beim Umstieg auf Erneuerbare Energieträger eine Überlastung der Stromnetze. Wie können Energiesicherheit und technische Innovation Hand in Hand gehen? "Alles digital" und "Runter mit dem Energieverbrauch" - diese zwei Losungen sind schwer unter einen Hut zu bringen. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 09. 02. 2026.Gestaltung: Daphne Hruby