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Frisch an die Arbeit

Alle 14 Tage stellen Hannah Scherkamp, Elise Landschek und Daniel Erk spannenden Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft Fragen über ihr persönliches Verhältnis zu ihrer Arbeit. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-abo

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Folgen von Frisch an die Arbeit

235 Folgen
  • Folge vom 10.12.2019
    Herr Puhl, wie kann man Obdachlosen helfen?
    "Helfen setzt gelegentlich Glückshormone frei", sagt der Berliner Sozialarbeiter Dieter Puhl im ZEIT-ONLINE-Podcast Frisch an die Arbeit. Bis ins vergangene Jahr leitete der 61-Jährige die evangelische Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo in Berlin und kümmerte sich um Obdachlose. Heute ist er Lobbyist für die Themen Armut und Obdachlosigkeit. Er sagt: "Der Job ist nicht härter als andere Berufe", zumindest für ihn selbst nicht. "Wenn dieser Beruf mich ständig killen würde, dann würde ich das doch nicht seit 27 Jahren machen!" Was ihn auch durch die harten Tage trage, an denen etwa Obdachlose auf der Straße mitten in der Stadt stürben, sei einerseits sein christlicher Glaube und, wie Puhl es formuliert, eine "radikale Liebe den Menschen gegenüber." "Ohne Liebe" sagt Puhl, "ist alles nüscht." In der Zeit bei der Bahnhofsmission habe Puhl 70 Stunden pro Woche gearbeitet. Nach Feierabend ließ er die Sachen nicht hinter sich, sondern nehme sie bewusst mit nach Hause. Er sagt: "Die Menschen auf der Straße in ihrem Elend haben es verdient, dass ihr Schicksal für die anderen – für uns – nicht zu leicht wird." [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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  • Folge vom 26.11.2019
    Warum haben die Depressionen Sie zu einer besseren Chefin gemacht, Katharina Borchert?
    Eine gute Führungskraft müsse Verletzlichkeit zeigen und Zweifel zulassen, sagt Katharina Borchert. "Die Tiefen, die ich durchlaufen habe, haben mir das erleichtert", sagt sie im ZEIT-ONLINE-Podcast Frisch an die Arbeit. Die 47-Jährige arbeitet heute als Innovationschefin bei dem Tech-Unternehmen Mozilla im Silicon Valley. Im Podcast erzählt sie, dass sie früher unter Depressionen gelitten habe. "Ich hatte damit weit über zehn Jahre zu kämpfen", sagt sie. "Es gab viele Phasen in meinen Zwanzigern, in denen ich definitiv keine Vollzeitstelle hätte ausfüllen können.“ Geholfen hätten ihr „sehr gute Therapie und wahnsinnig viel Zeit.“ Sie sei durch ihre Erfahrungen empathischer, lasse ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Freiraum, könne Konflikte gut aushalten. Borchert wuchs auf einem Bauernhof bei Bochum auf. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst als freie Journalistin, wurde später Online-Chefredakteurin der WAZ-Mediengruppe und dann Geschäftsführerin von Spiegel Online in Hamburg. Vor vier Jahren wechselte sie zu Mozilla und zog in die USA. Was Borchert antreibt, ist ihr Wille, etwas zu verändern. Daher wolle sie keinen Tag ungenutzt lassen. Die Erfahrungen mit den Depressionen, die sie als junge Frau gemacht habe, hätten sie kompromissloser gemacht. "Ich weiß besser, was mir guttut und was nicht", sagt sie. Um bei der vielen Arbeit emotional stabil zu bleiben, bewegt sie sich jeden Tag eine Stunde an der frischen Luft. "Klingt altmodisch, aber da komme ich am besten runter", sagt Borchert. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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  • Folge vom 12.11.2019
    Wie kann man sich als Krankenpfleger Fehler verzeihen, Robert Kunz?
    "Was mich an Krankenhausserien nervt, ist, wie die Position des Arztes dargestellt wird", sagt der Krankenpfleger Robert Kunz im ZEIT-ONLINE-Podcast Frisch an die Arbeit. Der 30-Jährige arbeitet in einer kleinen Tagesklinik in Berlin. Die Rolle von Pflegerinnen und Pflegern werde durch das Bild im Fernsehen oft unterschätzt. Kunz sagt: "Der Kontakt der Patienten ist zu 90 Prozent mit den Pflegekräften und nicht mit den Ärzten.“ Kunz, der eigentlich mal Polizist werden wollte, sieht sich als Vermittler zwischen dem starren System Krankenhaus und seinen Patienten. "Das komplexeste an meinem Beruf ist das Sprechen mit den Patienten und Patientinnen – wie gehe ich mit Unsicherheiten und Aufregung um? Wie vermittle ich all die Informationen, ohne die Betreffenden zu überfrachten? Das muss man erst einmal einschätzen können.“ Als erfüllend nimmt er in seinem Beruf die Dankbarkeit von Kranken wahr. Im Podcast sagt Kunz aber auch: "Die Menschen verbinden mit einem sehr viele Hoffnungen. Aber natürlich passieren auch uns Pflegerinnen und Pflegern Fehler." Zu hohe Erwartungen hätten nicht nur Patienten, sondern auch er und seine Kollegen. Bei Fehlern gingen sie oft sehr hart mit sich ins Gericht. "Man muss sich auch mal einen Fehler verzeihen können – auch große Fehler", sagt Kunz. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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  • Folge vom 29.10.2019
    Warum muss Arbeit wehtun, Max Herre?
    "Es gibt zum Glück so was wie Abgabetermine", sagt der Musiker Max Herre im ZEIT-ONLINE-Podcast "Frisch an die Arbeit". Denn dem 46-Jährigen falle es schwer, ein Ende zu finden: "Ich muss das Gefühl haben, ich habe jetzt alles probiert. Wenn die Arbeit nicht wehgetan hat, ist sie nicht fertig." So habe er an seinem neuen Album "Athen", das Anfang November erscheint, seit 2015 gesessen. Herre wurde Ende der Neunziger mit der Band Freundeskreis bekannt. Die Single "A-N-N-A" war ein großer Erfolg und verkaufte sich 250.000-mal. Doch schon im Jahr 2000 gab Freundeskreis die letzten Konzerte. Herre zog mit seiner Frau, der Sängerin Joy Denalane, nach Berlin. Sie arbeiteten im Wechsel, mal war er mit einem Soloalbum an der Reihe, mal sie. Bei der Entscheidung sei es auch um die Vereinbarkeit von Familie und Musik gegangen. Herre sagt: "Wir wollen beide den Beruf machen. Aber wir haben eine Familie und können nicht in der Welt unterwegs sein, während die Kinder in die Schule müssen.“ Das ändere sich gerade wieder, da die Kinder größer sind. "Wir arbeiten gleichviel, aber gleichzeitig", sagt Herre. Neben der eigenen Musik mag Herre es weiterhin gern, Platten für andere Musikerinnen und Musiker zu produzieren. "Weil du da nicht dich selbst verhandeln musst", sagt er. Denn wenn man sich mit der eigenen Musik zeige, mache man sich immer angreifbar. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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