Auch 2021 wird der Druck auf die AfD seitens der Etablierten weiter erhöht. Nun bahnt sich die Beobachtung der gesamten Partei und nicht mehr nur einzelner Teile durch den Verfassungsschutz an. Für den Landesverband in Brandenburg ist das indes seit letztem Jahr bittere Realität. In diesem Zusammenhang stellten der brandenburgische Innenminister Stübgen (CDU) und sein Verfassungsschutzchef Müller die behauptung auf, dass der Landesverband „de facto von einem parteilosen Rechtsextremisten geführt“ werde. Doch das will die AfD Brandenburg nicht auf sich sitzen lassen und klagt nun gegen diese Beobachtung. Wir haben mit dem parlamentarischen Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Landtag Brandenburg, Dennis Hohloch, über die diesbezügliche Strategie seiner Partei sowie seine Pläne für die Behörde „Verfassungsschutz“ gesprochen.
Folgen von Lagebesprechung
180 Folgen
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Folge vom 24.01.2021Dem Verfassungsschutz die Stirn bieten – Dennis Hohloch im Gespräch
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Folge vom 11.01.2021Corona 2021 – mit neuen Verschärfungen gegen die Ungewissheit2021 sollte besser werden als 2020. So hofften es zumindest viele zum Jahreswechsel. Doch 2021 macht stringent dort weiter, wo 2020 aufgehört hatte: bei der Einschränkung des öffentlichen und privaten Lebens zur Eindämmung der Verbreitung von SARS-CoV-2, des Coronavirus. Nun wurde die Bremse von Bund und Ländern sogar noch stärker angezogen als sie es ohnehin schon war. Jedoch entbehrt diese Verschärfung der Grundlage. Neue Mutationen sollen als Begründung für die Entschlüsse herhalten. Dabei scheint es vielmehr die Ungewißheit, von der die Verantwortlichen getrieben sind, und das eigene Unvermögen – eine wirksame Pandemiepolitik zu betreiben, die nicht auf das Maximalmittel eines umfänglichen Lockdowns angewießen ist – zu sein, das den neuen Maßnahmenkatalog diktiert. Unser Moderator Jonas Schick reflektiert über eine kopflose Krisenpolitik.
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Folge vom 23.12.2020Demontage der AfD? – Dr. Roland Hartwig im GesprächAuch kurz vor Weihnachten hält der innerparteiliche Konflikt in der AfD weiter an. Der Parteivorsitzende Jörg Meuthen setzt mit einem dicht hinter ihm vereinten Bundesvorstand alles daran, die Partei nach seinen Vorstellungen umzubauen. Der Politikwissenschaftler Benedikt Kaiser bezeichnete diese Strategie als „Überanpassung an hegemoniale Normen des Establishments“. Nun forderte diese Überanpassung ihr nächstes Opfer: Dr. Roland Hartwig, Leiter der „Arbeitsgruppe Verfassungsschutz“, wurde am zurückliegenden Montag vom Bundesvorstand mitgeteilt, dass er seine Funktion als Leiter der Arbeitsgruppe enthoben sei. Als Grund für die Entscheidung führte man „unüberbrückbare Meinungsdifferenzen über den Kurs von Parteichef Jörg Meuthen“ an. Wir haben mit dem Juristen über seine Absetzung gesprochen.
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Folge vom 14.12.2020Politische Taschenspielertricks in Sachsen-Anhalt; wie sich die CDU aus der GEZ-Affäre zieht – Ulrich Siegmund im GesprächZwischenzeitlich beschäftigte der Koalitionsstreit im Landtag von Sachsen-Anhalt die gesamte Republik. Das eh schon fragile Gebilde der Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen stand wegen der Weigerung der CDU, der GEZ-Beitragserhöhung zuzustimmen, vor dem Auseinanderbrechen. Zusammen mit der AfD hätte die CDU im sachsen-anhaltischen Landtag die Mehrheit der Abgeordnetenstimmen hinter sich vereinen können, um die bundesweite Beitragserhöhung parlamentarisch zu stoppen. Jedoch drohten die Koalitionspartner bei einer gemeinsamen Abstimmung der CDU zusammen mit der AfD, die Koalition platzen zu lassen. Auch die Bundes-CDU übte Druck auf ihren Landesverband aus – mit der AfD arbeite man kategorisch nicht zusammen. Sachsen-Anhalts CDU steckte in der Zwickmühle, doch Ministerpräsident Reiner Haseloff fand ein Schlupfloch, das die Lage nicht weiter eskalieren ließ. Er zog kurzerhand den Vertrag zur Erhöhung des Rundfunkbeitrags zurück, wodurch zum einen die Gefahr einer gemeinsamen Abstimmung mit der AfD und die damit verbundene Aufkündigung der Kenia-Koalition abgewendet werden und zum anderen die GEZ-Beitragserhöhung verhindert werden konnte. Der stellv. Fraktionsvorsitzende der AfD im sachsen-anhaltinischen Landtag, Ulrich Siegmund, erläutert im Gespräch die politischen Implikationen dieses Taschenspielertricks.