Was in den Anfängen noch als Schmiererei abgetan wurde, hat im Verlauf der Zeit an Renommee gewonnen und wird heute teuer bei Sotheby’s versteigert. Doch kann in so einem Fall noch von Streetart – also Strassenkunst – gesprochen werden?
Meistens werden die Anfänge der modernen Streetart in den 1960er-Jahren verortet. Zentrales Anliegen: den grauen urbanen Raum zurückerobern, kreativ nützen und Kunst schaffen, die allen zugänglich ist. Doch wer fremdes Eigentum besprüht oder verklebt, macht sich strafbar. Darum bewegte sich Streetart lange Zeit in der Illegalität.
Mittlerweile sind Graffitis und Ähnliches im Mainstream, in Museen und in der Werbung angelangt. Grosse Wandbilder werten Stadtteile auf, helfen aber auch mit, die Gentrifizierung voranzutreiben. Ist der Streetart ihre Seele abhandengekommen? Eine Spurensuche.
Erstsendung: 13.6.2025
FeatureKultur & Gesellschaft
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Die Sendung «Passage» steht für radiophone Exzellenz auf SRF 2 Kultur. Hier verbinden sich Wort und Musik, Ton und Stille.
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Folge vom 25.09.2026Streetart – zwischen Vandalismus, Kunst und Ausverkauf (W)
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Folge vom 18.09.2026Rückkehr der Zauberflöte – ein mongolisches RoadmovieAnne-Katrin und Mario sind beide 50 und machen sich auf einen gemeinsamen Trip in die Mongolei. Sie wollen eine Ritual-Flöte aus Menschenknochen an ihren Ursprungsort in der Wüste Gobi zurückbringen. Ein akustisches Roadmovie, in dem es nicht zuletzt um lange verschüttete Sehnsüchte geht. Anne-Katrin und Mario haben sich als Kinder in Ulan Bator kennengelernt. Anne lebte dort zwei Jahre mit ihren Eltern. Mario stammt von mongolischen Eltern ab und hat seine gesamte Kindheit in Ulan Bator verbracht. Dann ging er nach Berlin, und er und Anne setzten ihre frühe Kinderfreundschaft fort. Als Annes Eltern starben, fand sich in ihrem Nachlass neben anderen Dingen eine Flöte aus Menschenknochen, ein Ritualinstrument aus einem lamaistischen Kloster in der Wüste Gobi. Diese Flöte bringen Anne und Mario nun zurück an ihren Herkunftsort.
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Folge vom 11.09.2026Selling Out or Giving Up – Popmusik zwischen Kunst und KommerzWer mit Popmusik Geld verdienen will, muss mehr machen als nur Musik. Werbedeals, eigene Firmen gründen, Rechteverkauf – das ist meist lukrativer als die blosse Kunst. War das schon immer so oder hat der Kapitalismus die Popmusik endgültig aufgefressen? Es gab eine Zeit, da konnte man Musikerinnen und Musiker wenig Schlimmeres schimpfen als ein «Sellout» zu sein – eine Person, die ihre Kunst, ihre Werte, ihre Authentizität und Autonomie verkauft hat: an ein Unternehmen, an eine Marke, an den Mainstream. Doch die Zeiten haben sich geändert. Billie Eilish macht Werbung für Chanel, Bob Dylan verkauft die Rechte an all seinen Songs, Rapper wie Capital Bra lassen Eistee produzieren. Und: Viele werden dafür von ihren Fans gefeiert. Wo führt das hin, und welche Folgen hat das für die Kunst?
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Folge vom 04.09.2026Republik Ossola 1944: Schweizer Hilfe für Italiens PartisanenWer kulinarische Spezialitäten einkaufen will, fährt samstags gerne auf den Markt nach Domodossola. In dieser italienischen Kleinstadt an der schweizerisch-italienischen Grenze gründeten Partisanen 1944 die Republik Ossola, einen Mini-Staat. Auch wenn die Partisanenrepublik nach 40 Tagen unterging, diente sie der italienischen Republik von 1946 als demokratisches Vorbild. Was in der Region Ossola passierte und wie die Schweiz Italiens Partisanen unterstützte, erzählen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie der Historiker Andrej Abplanalp.