Am 26. April 1986 explodierte im Block 4 des Kernkraftwerks von Tschernobyl der Reaktor und setzte grosse Mengen radioaktiver Strahlung frei. Das Ausmass der Katastrophe wurde erst in den Folgetagen bewusst. Heute ist die Welt eine andere, die Katastrophe hat Vieles in Bewegung gebracht. Der Enthusiasmus über Kernenergie ist verschwunden, Sicherheitsbedenken stehen seither stärker im Mittelpunkt. Doch in den letzten Jahren hat die Kernkraft zumindest in der Politik eine Renaissance erlebt.Jürg Joss ist seit den späten 80er-Jahren vehementer Atomkraftgegner und engagiert sich noch heute bei der Organisation Fokus Antiatom. Im Gespräch erzählt er, wie er 1986 vom Revisor bei Sulzer in Leibstadt zum Atomkraftgegner wurde, wie Tschernobyl die Antiatombewegung geprägt hat und was er vom neu erwachten Kernkraftenthusiasmus im Bundesparlament hält.
Folgen von Radio RaBe
1170 Folgen
-
Folge vom 27.04.202640 Jahre nach Tschernobyl hat Kernkraft wieder Konjunktur
-
Folge vom 24.04.2026Biodiversitätsbörse will Stadtgärten umweltfreundlicher gestaltenEs blüht, spriesst und duftet derzeit in Berns Gärten. Doch ein solcher Stadtgarten kann mehr als Auge und Nase zu erfreuen. Als Teil des städtischen Ökosystems spielen Gärten eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Biodiversität zu fördern. Die Fachstelle für Natur und Ökologie lädt in diesen Tagen deshalb zur Biodiversitätsbörse im Holligerhof. Wir haben uns an der Börse umgeschaut. Sonnendeck, Rosengarten, WC Welle-7. Nach diesen städtischen Orten ist die Gruppenausstellung in der Stadtgalerie Bern benannt. Die neue Ausstellung widmet sich der städtischen Infrastrukturen und davon wie Begegnungen von Begehren und Intimität stattfinden, oder städtischen Elemente Menschengruppen bewusst ausgrenzen, oder formen. Eine Ausstellung, die nach der Magie in der Stadt sucht. Im Interview hören wir die Kurator:innen Eva Knüsel und Andrea Popelka.
-
Folge vom 23.04.2026Velos sollen Asylsuchenden mehr Teilhabe ermöglichenEine Motion im Stadtrat fordert, dass Menschen in Asylzentren in und um Bern Velos zur Verfügung gestellt bekommen. Die Motionär*innen wollen den Vorstoss an der heutigen Stadtratssitzung einreichen. Helin Genis von der SP und Nora Joos von der jungen Alternative JA! haben die Motion mit ausgearbeitet. Im Interview erzählen sie, was sich durch das Angebot für die Menschen in Asylunterkünften ändern würde.Tanja Sljivar ist Theaterschaffende und Autorin. Sie schreibt feministische, humorvolle Texte und das mit Erfolg. Vergangene Woche hat sie in der Werkstadt Lorraine aus ihrem neuen Buch «Nationaltheater» gelesen. Ursi Grimm hat sie anlässlich der Lesung getroffen, um über zwei ihrer Werke zu sprechen.Die schweizerisch-guatemaltekische Künstlerin Baby Volcano bewegt sich zwischen Pop, Reggaeton, lateinamerikanischen Einflüssen und Chanson. Sie singt auf spanisch und französisch. Ihre Auftritte sind eine Mischung aus Konzert und Performance, intensiv und körperlich. Im Rahmen der Pop-Experimental-Reihe «EXPOP» ist ihre Kraft und gleichzeitige Weiche live mitzuerleben. BKa-Redaktorin Melina Tenisch hat sich vom Vulkan erfassen lassen.Ein intensiver Konzertabend, wo einem nichts anderes übrigbleibt, als sich von der Wärme der Lava erfassen zu lassen.
-
Folge vom 22.04.2026Verdrängung und Widerstand: Wohnrealitäten an der EffingerstrasseTox Info warnt vor MorchelverzehrGerade zur Frühlingszeit sind Morcheln ein beliebter Speisepilz. Doch immer häufiger wird aus dem Genuss schnell eine Tortur: Schwere Magen-Darm-Symptome nach dem Verzehr von Morcheln nehmen zu.Wohnrealitäten an der EffingerstrasseDie Effingerstrasse: Sie ist eine der unscheinbarsten Strassen der Stadt. Gerade deshalb steht sie exemplarisch für jede andere. Die Zeitschrift Neue Wege hat seine aktuelle Ausgabe der Effingerstrasse gewidmet, in Kooperation mit uns von Radio RaBe und dem Berner Onlinemagazin Journal B. Der freie Journalist Basil Weingartner hat für die Zeitschrift einen Text über die verschiedenen Wohnrealitäten an der Effingerstrasse geschrieben. Wir haben mit ihm über seine Recherche geredet.Ein Jahr ohne LorenzRassistisch motivierte Polizeigewalt tötet. Das ist nicht nur in den USA so, auch in der Schweiz und in Deutschland. Vor einem Jahr sorgte der Fall von Lorenz für Aufsehen. Die Polizei in Oldenburg hat ihn erschossen. Ein Jahr danach gibt es immer noch keinen Gerichtstermin für den Prozess gegen den angeklagten Polizisten.