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Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg Folgen
Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.
Folgen von Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg
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Folge vom 10.11.2023#166 Die Fehleinschätzungen des Harald KujatIn dieser Folge spricht Host Tim Deisinger mit Ex-Nato-General Erhard Bühler über ein Interview, das derzeit viel Aufmerksamkeit erregt. Darin wird der frühere Nato-General Harald Kujat zum Krieg in der Ukraine befragt. Seiner Ansicht nach ist die Gegenoffensive der Ukraine gescheitert. Sie könne den Krieg nicht gewinnen. Bühler widerspricht Kujat. Ohne die eigentlichen Ziele der Gegenoffensive zu kennen, könne man eine solche Bewertung nicht vornehmen. Kritisch sieht Bühler auch die Behauptungen, die Verluste der Ukrainer seien viel höher als die der Russen, und die Kriegsführung der Russen sei effektiv. Außerdem fehlen Bühler die Beweise für Kujats Aussage, Russland habe im Hinterland 350.000 Soldaten zusammengezogen. Starke Kritik übt Bühler auch an Kujats Behauptung, die Bundesregierung würde das Friedensgebot des Grundgesetzes ignorieren. Solch eine Aussage sei "gefährlich". In einigen Punkten stimmt Bühler Kujat aber auch zu. Dabei geht es unter anderem um die Bedeutung der Halbinsel Krim.Deisinger und Bühler kommen auch noch einmal auf die Äußerungen des ukrainischen Oberbefehlshabers Walerij Saluschnyj zu sprechen. Inzwischen gibt es nämlich zahlreiche Reaktionen darauf – unter anderem vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Der Präsident hat Saluschnyj widersprochen und gesagt, dass er kein Patt im Krieg sehe. Bühler erklärt, wie es auf ukrainischer Seite zu diesen unterschiedlichen Aussagen kommen konnte. Spekulationen darüber, dass Saluschnyj Ambitionen auf das Präsidentschaftsamt habe, hält Bühler für unglaubwürdig. Ex-Nato-General Bühler bezieht auch Stellung zu einem "Stern"-Interview mit dem früheren Berater des ukrainischen Präsidentenbüros, Oleksij Arestowitsch. Dieser wirft Selenskyj vor, dass sich die Ukraine unter ihm in Richtung eines autoritären Regimes entwickle. Solche Aussagen wird man laut Bühler in den kommenden Wochen öfter hören. Grund sei, dass in der Ukraine derzeit keine Wahlen zugelassen seien. Natürlich spielt in dieser Podcast-Folge auch die aktuelle Lage eine Rolle. Dabei geht es um die Brückenköpfe, die die Ukraine am Dnipro installiert. Auf den Kampf um Awdijiwka gehen Deisinger und Bühler ebenfalls näher ein.Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 07.11.2023#165 Aus Fehlern der Russen nicht gelernt?In dieser Folge sprechen Host Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über einen Vorfall, bei dem 20 ukrainische Soldaten auf einen Schlag getötet worden sind. Sie wurden von einer russischen Iskander-Rakete getroffen, als sie sich in Frontnähe in der Region Saporischschja zu einer Ordensverleihung versammelt hatten. Einen ähnlichen Fehler hatten die Russen im Sommer gemacht. Im Juni starben Dutzende russische Soldaten, die sich zur Motivationsrede des Kommandeurs versammelt hatten. Bühler findet zum Tod der Ukrainer vergangene Woche deutliche Worte und kritisiert den zuständigen Kommandeur. Es handle sich um einen "unverantwortlichen Vorgang". Außerdem geht Bühler davon, dass die Russen vor Ort einen Informanten hatten.Deisinger und Bühler kommen auch auf den ukrainischen Angriff auf eine Werft auf der Krim zu sprechen. Dabei wurde eine moderne russische Korvette – mutmaßlich die "Askold" – schwer beschädigt. Bühler erklärt, welche Folgen der Angriff für den Kriegsverlauf hat und wie wichtig das Schiff für die Russen war.Außerdem blicken der Moderator und der Ex-Nato-General erneut auf die Situation im Nahen Osten. Bühler erklärt ausführlich, wie sich die Bundeswehr darauf vorbereitet, eigene Landsleute aus dem Krisengebiet in die Heimat zu holen. Welche deutschen Einsatzkräfte sind beteiligt? Welche Schiffe und Flugzeuge stehen ihnen zur Verfügung? Sind auch Einsätze mit Kampfhandlungen denkbar?Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 03.11.2023#164 Saluschnyjs Weckruf an den WestenIn dieser Folge spricht Host Tim Deisinger mit Ex-Nato-General Erhard Bühler über ein Interview, dass der ukrainische Oberbefehlshaber Walerij Saluschnyj dem britischen Nachrichtenmagazin "The Economist" gegeben und das für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat. Saluschnyjs Aussagen zur Gegenoffensive lesen sich zum Teil eher pessimistisch. So spricht er von einer Pattsituation, bei der keine Seite gegenüber der anderen entscheidende Vorteile habe. Wahrscheinlich werde es keinen tiefen ukrainischen Durchbruch geben. Das Magazin "The Economist" hat aber auch einen Aufsatz von Saluschnyj veröffentlicht. Ex-Nato-General Erhard Bühler macht darauf aufmerksam, dass sich die dortigen Aussagen von denen im Interview unterscheiden. Ist die Ukraine jetzt also aus Sicht ihrer Führung mit ihrer Gegenoffensive gescheitert? Bühler kann das nach eigenen Aussage nicht aus den Zitaten von Saluschnyj herauslesen. Die Offensive sei natürlich nicht so schnell verlaufen, wie sich das viele erhofft hätten. "Aber gescheitert ist sie deshalb noch lange nicht", so Bühler. Er verstehe Saluschnyjs Aussagen als eine Art "Weckruf an Europa und die unterstützenden Staaten". Seine Aussagen würden in der Öffentlichkeit nicht richtig dargestellt. Warum, erklärt Bühler ausführlich. Außerdem geht er mit Deisinger zusammen Saluschnyjs Argumente durch, warum die Gegenoffensive nicht schneller vorangekommen ist. Hat die Ukraine zu wenige Soldaten? Muss der Kreis der wehrpflichtigen Männer ausgeweitet werden? Außerdem beschäftigen sich Deisinger und Bühler mit der Frage einer Hörerin sehr intensiv. Sie interessiert, warum Rheinmetall jetzt für eine bestimmte Granate jetzt deutlich mehr Geld verlangt. Verdient der Konzern "schamlos" am Ukraine-Krieg? Bühler macht darauf aufmerksam, dass ein Preis auch von den Stückzahlen abhängig sei. Auch Dienstleistungen, die im Kaufpreis enthalten seien, spielten eine Rolle. Außerdem müsse ein Konzern bei den Verhandlungen im Detail offenlegen, welche Gewinne er mit einem Produkt mache. Bühler erklärt auch, warum eine staatliche Rüstungsindustrie keine gute Alternative sei. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 01.11.2023#163 Muss Deutschland "kriegstüchtig" werden?Die Deutschen sollen "kriegstüchtig" werden, fordert Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Ex-Nato-General Erhard Bühler sagt, als Militär könne er das nur unterschreiben. Es gehe darum, dass Deutschland im Falle eines Angriffs verteidigungsfähig sei. Es gehe nicht um eine Militarisierung der Gesellschaft. Bühler weiß aber auch, dass Begriffe wie „kriegstüchtig“ in Deutschland einen anderen Klang haben als in anderen Ländern. Dennoch, sagt er: Die Bedrohung durch Russland in Europa sei da und dem müsse man begegnen. Zur aktuellen Situation im Ukraine-Krieg: Bei Awdijiwka ist die Lage für die ukrainischen Truppen kritisch, so Bühler. Die Russen greifen seinen Angaben zufolge weiter an, wenn auch mit hohen Verlusten. Ziel sei es, die Stadt einzukesseln. Südlich von Bachmut sei dagegen die Ukraine auf dem Vormarsch. Auch könne sie Erfolge bei Cherson vorweisen, wo sie ihre Brückenköpfe über den Dnipro langsam ausbaue. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.