Exodus, das zweite Buch der Bibel, beschreibt dramatisch die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei Ägyptens. Manchen gilt es als Lieblingsmotiv unserer gesamten Geistesgeschichte.
In seinem soeben erschienenen Exodus-Kommentar nähert sich der Regensburger Alttestamentler Christoph Dohmen auf folgende Weise dieser Erzählung an: Wenn Menschen den biblischen Text als Wort Gottes aufnehmen, können sie daran wachsen. Der Auszug aus Ägypten wird dann als Gleichnis gläubigen Lebens verstanden, das immer wieder das Zurücklassen des Gewohnten braucht, Umkehr und Verwandlung – eben jene „österliche Dynamik“, von der Papst Franziskus am Palmsonntag 2015 sprach.
Prof. Dr. Christoph Dohmen ist Professor für Exegese und Hermeneutik des Alten Testaments an der Universität Regensburg. Er sprach beim Studientag am 19.3.2016 in der Katholischen Akademie in Bayern.
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Folge vom 12.10.2023Christoph Dohmen: Der Exodus Israels als christlicher Glaubensinhalt
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Folge vom 12.10.2023Jan Assmann: Exodus - Die Revolution der Alten WeltExodus, das zweite Buch der Bibel, beschreibt dramatisch die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei Ägyptens. Manchen gilt es als Lieblingsmotiv unserer gesamten Geistesgeschichte. In seinem neuen Werk „Exodus. Die Revolution der Alten Welt“ spürt der Heidelberger Ägyptologe und Religionswissenschaftler Jan Assmann der umwälzenden Kraft dieser uralten Erzählung nach. Die einzigartige Liebesgeschichte zwischen Jahwe als dem Liebes- und Bundespartner und seinem Volk Israel bedeutet für ihn die Abkehr von den Göttern, „der Religion des Gegebenen“, hin zu einem „Monotheismus der Treue“. Prof. Dr. Jan Assmann ist Professor für Ägyptologie an der Universität Heidelberg und Honorarprofessor für Allgemeine Kulturwissenschaft an der Universität Konstanz. Er sprach beim Studientag am 19.3.2016 in der Katholischen Akademie in Bayern.
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Folge vom 17.08.2023Hubert Wolf: Das Forschungsprojekt 'Asking the Pope for Help'Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Seminars für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte der Universität Münster stellten am 23. Januar 2023 das Forschungsprojekt "Asking the Pope for Help" in der Katholischen Akademie der Öffentlichkeit vor. Rund 15.000 jüdische Menschen aus ganz Europa baten während des NS-Regimes Papst Pius XII. und den Vatikan um Hilfe. Emotional schildern sie Gräuel, Verfolgung und Todesangst. Im Forschungsprojekt erfassen der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Hubert Wolf und sein Team der Universität Münster diese Bittschreiben, die in den vatikanischen Archiven lagern, und bereiten sie in einer kommentierten digitalen Edition für die Öffentlichkeit auf. Das Team präsentierte das Projekt und beantwortete erste übergeordnete Fragen, die sich aus der Edition ergeben: Hat der Heilige Stuhl tatsächlich Unterschiede zwischen getauften und ungetauften Jüdinnen und Juden gemacht? Worum baten die Verfolgten? Wie wurde Hilfe gewährt? Und wie ist das Handeln Pius’ XII. zu bewerten?
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Folge vom 17.08.2023Rudolf Guckelsberger: Die Bittschreiben verfolgter Juden an Papst Pius XII.Rund 15.000 jüdische Menschen aus ganz Europa baten während des NS-Regimes Papst Pius XII. und den Vatikan um Hilfe. Emotional schildern sie Gräuel, Verfolgung und Todesangst. Im Forschungsprojekt „Asking the Pope for Help“ erfassen der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Hubert Wolf und sein Team der Universität Münster diese Bittschreiben, die in den vatikanischen Archiven lagern, und bereiten sie in einer kommentierten digitalen Edition für die Öffentlichkeit auf. Einzelne Bittschreiben von Juden an Papst Pius XII. werden von Rudolf Guckelsberger, Sprecher beim Südwestrundfunk, mit sonorer Stimme vorgetragen. Wissenschaftler*innen aus dem Team um den Kirchenhistoriker Prof. Dr. Hubert Wolf von der Universität Münster analysieren das Verhalten der Kurie auf diese Schreiben. Die Veranstaltung unter dem Titel "Heiliger Vater, retten Sie uns! Die Bittschreiben verfolgter Juden an Papst Pius XII." fand am 23. Januar 2023 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.