Zukunftsfähiges Wirtschaften – was bedeutet das eigentlich? Und wer hat die Hebel in der Hand, um die Wirtschaft wirklich zu verändern? Darüber habe ich mit Jonas Bunte gesprochen, Professor für internationale politische Ökonomie an der WU Wien.Das Gespräch war Teil unserer Ackerdemics-Reihe, aufgenommen live vor Studierenden im Rahmen der Lehrveranstaltung "Zukunftsfähiges Wirtschaften". Jonas hat nicht einfach vorgetragen, sondern die Studierenden direkt eingebunden – mit Mentimeter-Umfragen, Diskussionen und ziemlich unbequemen Fragen. Zum Beispiel: Warum kaufen die meisten von uns die Gurke um 99 Cent statt die Bio-Gurke um 1,79, auch wenn wir wissen, dass es anders besser wäre?Wir haben uns durch alle Ebenen gearbeitet. Von der Frage, ob wir als Individuen zukunftsfähig handeln können, über die Rolle von Unternehmen zwischen Profit und Verantwortung, bis hin zur großen Bühne der internationalen Politik. Jonas hat dabei seine eigene Geschichte eingebracht – vom Zivildienst in Washington D.C. bei einer Organisation für Schuldenerlass bis zu seinem Buch über die Kreditentscheidungen von Entwicklungsländern. Besonders hängen geblieben ist mir seine Überzeugung, dass es nicht um die eine richtige Antwort geht, sondern darum, gemeinsam die besseren Fragen zu stellen. Und dass manchmal nur 3,5 Prozent der Menschen reichen, um echten Wandel auszulösen.Viel Freude beim Reinhören!00:00:00 Los gehtsBegrüßung und Vorstellung von Professor Jonas Bunte an der WU Wien00:02:32 Vom Dorf in die WeltJonas Weg von Baden-Württemberg über Washington D.C. nach Wien00:07:03 Zivildienst, Schulden und die WeltbankWie ein Zufallsjob Jonas zur politischen Ökonomie brachte00:13:11 Was ist politische Ökonomie?Wer macht die Regeln am Markt und wer gewinnt dabei?00:22:20 Mentimeter: Herausforderungen der ZukunftDie Studierenden stimmen ab: Klimawandel, Überalterung, Ressourcen00:28:27 Rente privatisieren oder solidarisch?Das Pensionsdilemma zwischen Effizienz und Gerechtigkeit00:42:02 Individuum, Unternehmen und StaatWer kann zukunftsfähiges Wirtschaften wirklich vorantreiben?00:48:26 Die Gurke um 99 CentCitizen-Consumer-Gap: Warum wir anders kaufen als wir denken01:01:46 Können Unternehmen die Welt retten?Shareholder vs. Stakeholder und die Grenzen von Green Labels01:14:40 Politik als Marktplatz der IdeenDemokratie, Kurzfristigkeit und die Rolle der Europäischen Zentralbank01:29:13 Schulden, Schuldenerlass und neue IdeenVon Abraham Lincoln über HIPC bis zu Debt-for-Nature-Swaps01:39:04 Drei Prozent reichenWarum wenige Menschen großen Wandel anstoßen können01:50:15 Universität als Raum der VeränderungRaus aus der Bubble, rein in den AustauschKurz-Bio Gast:Jonas Bunte ist Professor für Internationale Politische Ökonomie und Leiter des gleichnamigen Instituts an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er hat Philosophie und Volkswirtschaftslehre in Bayreuth, Development Studies an der London School of Economics und Politikwissenschaft an der University of Minnesota studiert. Sein preisgekröntes Buch "Raise the Debt – How Developing Countries Choose Their Creditors" untersucht, wie Entwicklungsländer zwischen konkurrierenden Kreditgebern wählen.INFOS ZUR FOLGEJonas Bunte – Institut für Internationale Politische Ökonomie, WU Wienwww.wu.ac.at/ipe/menschen/jonas-bunteJonas Bunte – persönliche Websitehttps://jonasbunte.comWU Wien - Zukunftsfähiges Wirtschaften www.wu.ac.at/soziooekonomie/zukunftsfaehiges-wirtschaften-vertiefung-und-anwendungWU Wien - Department für Sozioökonomiewww.wu.ac.at/soziooekonomieZukunftfähiges Wirtschaften auf Instagramwww.instagram.com/zuwi_vaWU Wien auf Instagramwww.instagram.com/wuviennaWU Wien auf Facebookwww.facebook.com/wu.wirtschaftsuniversitaet.wienWU Wien auf LinkedInwww.linkedin.com/school/wu-wirtschaftsuniversitaet-wien###In eigener Sache: Menschen.atIch halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund.→ menschen.at###? Bleib verbunden mit BauertothePeople! Membersheep werden:→ Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus.Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach. B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen. Podcast hören und sehen:→ Apple Podcasts: Jetzt anhören→ Spotify: Jetzt anhören→ YouTube: Jetzt ansehenSocial Media:→ Facebook: bauertothepeople.at→ Instagram: @bauertothepeople→ TikTok: @bauertothepeople→ LinkedIn: BauertothePeopleMusik:„Leit hoits zamm“ – Haindlingthx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kellythx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen ?thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle Und Jetzt? Abonniere, folge und teile – so bringst du frischen Wind in den Dialog! Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!
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Wissen, Perspektiven & Hintergründe rund um unsere Lebensmittel & die Menschen dahinter. Ehrliche und offene Gespräche direkt auf den Höfen, in den Unternehmen und bei den Menschen zu Hause. Wissen aus erster Hand, ungecoacht und authentisch, von denen, die es wissen müssen. Und ja, ein bisserl Humor darf auch nicht fehlen. Reicht doch, wenn der Rotwein trocken ist.
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Folge vom 10.05.2026B2P-Live "Ackerdemics Edition" - Wer bestimmt die Spielregeln der Wirtschaft? - Jonas Bunte
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Folge vom 03.05.2026Future 4 Kids: Verein gründen, Zukunft bauen in Ruanda - Otto FischerMit Otto Fischer sitze ich zum dritten Mal vor dem Mikro. Dieses Mal im Garten seines Isange Paradise Resort im Norden Ruandas. Über die Veterinärmedizin und das Indigene Volk der Batwa haben wir schon gesprochen, jetzt geht es ans Eingemachte: Wie gründet man einen Verein in der Entwicklungszusammenarbeit? Wie führt man ihn? Und was macht man da eigentlich konkret?Otto kam 2007 wegen der Berggorillas nach Ruanda. 18 Jahre später ist daraus der Verein Future 4 Kids geworden, mit einem achtköpfigen Vorstand, der komplett ehrenamtlich arbeitet. Kein Büro, kein Sekretariat, jeder Euro geht direkt in die Projekte. Was mich besonders beschäftigt hat: Otto erzählt offen über die unbequeme Seite der Hilfe. Darüber, dass mehr nicht immer besser ist. Dass man irgendwann auch Nein sagen muss, damit die Unterstützung nachhaltig bleibt. Und dass Vertrauen die einzige Basis ist, auf der so etwas funktioniert, auch wenn es manchmal enttäuscht wird.Wir sprechen über die Vereinsgründung in Österreich, über Spendenabsetzbarkeit, über den Unterschied zwischen Stadt und Land in Ruanda und über ein Gesundheitssystem, in dem eine Jahresversicherung weniger als drei Euro kostet. Und wir schauen in die konkreten Projekte: die Schneiderinnen-Ausbildung, bei der rund 80 Prozent der Absolventinnen im Beruf bleiben. Den Hort, der jetzt zur Vorschule wird. Die Community Library, zu der am ersten Sonntag 250 Kinder kamen. Das Single-Mothers-Programm. Und das Hotel als Social Business, das mittlerweile rund 8 Prozent des Jahresbudgets erwirtschaftet.Wer diese Arbeit unterstützen möchte, findet alle Infos und Links in den Shownotes.Viel Freude beim Reinhören!00:00:00 Los gehtsEinleitung und Vorstellung von Otto Fischer und Future 4 Kids00:04:21 Wie alles begann2007, Berggorillas, ein Patenkind und 50 Waisenkinder in Rasa00:09:08 Die VereinsgründungVon der informellen Hilfe zum eingetragenen Verein Future 4 Kids00:19:06 Leben auf dem Land in RuandaSubsistenzlandwirtschaft, Isolation und das Sozialsystem00:30:00 Teilen und LoslassenÜber Besitz, Materialismus und die Freude am Geben00:40:01 Was es kostet und was es bringtSpendenabsetzbarkeit, 0% Verwaltungskosten und Fundraising00:52:23 Einen Verein aufbauenVereinsgründung, Team und warum Unwissenheit helfen kann01:07:27 Das kleine Einmaleins der HilfeFrustration, Vertrauen und wann man Nein sagen muss01:16:10 Ethnozentrismus vermeidenEurozentrische Sicht, Zurückhaltung und lokale Zusammenarbeit01:33:00 Die Projekte im DetailWaisenkinder, Schneiderinnen-Ausbildung und Community Library01:58:03 Single Mothers und Social BusinessAlleinerziehende Mütter, das Isange Paradise Resort und Tiermedizin02:48:03 Wie man unterstützen kannSpenden, Patenschaften, Mitmachen und KontaktKurz-Bio Gast:Dr. Otto Fischer ist Veterinärmediziner aus Korneuburg und Gründer sowie Obmann des Vereins Future 4 Kids – Zukunft für Kinder in Ruanda. Seit 2007 reist er regelmäßig nach Ruanda und hat dort mehrere Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit aufgebaut, darunter Berufsausbildungen, ein Hortprogramm und ein Social-Business-Hotel. Der gesamte Vorstand des Vereins arbeitet ehrenamtlich.INFOS ZUR FOLGEFuture 4 Kids - Websitewww.future4kids.atKabagorozi Projekt (Batwa)www.future4kids.at/kabagorozi-projektSpendenseitewww.future4kids.at/jetzt-helfenIsange Paradise Resort – Websitewww.isangeparadiseresort.comFuture 4 Kids auf Instagramwww.instagram.com/future4kidsatFuture 4 Kids auf Facebookwww.facebook.com/futureforkidsFolge zur Veterinärmedizin in Ruandawww.bauertothepeople.at/podcast/257Folge zu den Batwawww.bauertothepeople.at/podcast/260###In eigener Sache: Menschen.atIch halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund.→ menschen.at###? Bleib verbunden mit BauertothePeople! Membersheep werden:→ Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus.Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach. B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen. Podcast hören und sehen:→ Apple Podcasts: Jetzt anhören→ Spotify: Jetzt anhören→ YouTube: Jetzt ansehenSocial Media:→ Facebook: bauertothepeople.at→ Instagram: @bauertothepeople→ TikTok: @bauertothepeople→ LinkedIn: BauertothePeopleMusik:„Leit hoits zamm“ – Haindlingthx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kellythx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen ?thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle Und Jetzt? Abonniere, folge und teile – so bringst du frischen Wind in den Dialog! Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!
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Folge vom 26.04.2026B2P-Live "Ackerdemics Edition" - Marktgärtnerei: Zukunft auf 8000 m² – Alfred GrandMarktgärtnerei: 70 Gemüsekulturen auf weniger als einem Hektar, in Handarbeit, ohne Traktor, ohne Pestizide und direkt an die Kundschaft in der Region. Alfred Grand erklärt, warum das funktioniert.Alfred Grand bewirtschaftet die Grand Farm in Absdorf, Österreichs ersten Forschungs- und Demonstrationsbauernhof. Auf rund 90 Hektar betreibt er bio-regenerativen Ackerbau, auf einem kleinen Teil davon den Grand Garten, eine Marktgärtnerei, die zeigt, was auf kleinen Flächen möglich ist. Ich habe ihn vor Studierenden an der WU Wien getroffen, im Rahmen der Lehrveranstaltung "Zukunftsfähiges Wirtschaften". Passender hätte das Thema nicht sein können.Was mich an diesem Gespräch beeindruckt hat: Alfred denkt Landwirtschaft konsequent vom Boden her. Wer versteht, warum ein gesunder Boden Wasser hält, warum Regenwürmer dafür sorgen, dass im Schwarzen Meer weniger Fische sterben und warum ein System, das bei Blackout weiter produzieren kann, mehr ist als eine nette Idee, der versteht auch, warum Marktgärtnerei gerade so an Dynamik gewinnt. In Österreich gibt es inzwischen rund 200 solcher Betriebe, Tendenz steigend, viele davon gegründet von Quereinsteigern mit akademischem Hintergrund.Wir sprechen über den Unterschied zwischen bio, konventionell und regenerativ und warum es dafür keine einheitliche Definition gibt. Über die Geschichte der Marktgärtnerei, die von den Pariser Pferdemist-Gärtnereien über Eliot Coleman und Jean-Martin Fortier bis nach Absdorf führt. Über Vermarktung, Kistl-Abos und die Frage, ob man davon leben kann. Über die Taskforce Marktgärtnerei, die Rahmenbedingungen schaffen will, wo es bisher keine gibt. Und über die ROC-Zertifizierung, den weltweit höchsten Bio-Standard.Viel Freude beim Reinhören!00:00:00 Los gehtsLive an der WU Wien: Willy stellt Alfred Grand und das Format vor00:03:17 Der Weg zur LandwirtschaftAlfreds Familie, der Weinbau und die Entscheidung für die Regenwürmer00:09:19 Warum Regenwürmer unterschätzt werdenVom Kindergartenwissen zur Grünen Revolution und ihren Folgen00:13:51 Bio, konventionell, regenerativWas die Begriffe bedeuten und warum es keine einheitliche Definition gibt00:22:21 Sustainable reicht nicht mehrWarum Gleichbleiben zu wenig ist und Regenerieren nötig wird00:27:09 Was Marktgärtnerei ausmachtBiointensiver Gemüseanbau, SDGs und ein blackout-sicheres System00:39:36 Wer macht das und lohnt es sich?Betriebswirtschaft, Startkapital und das Profil der Marktgärtner00:50:04 Fehler, Lernkurve, BodenaufbauKaltstart ins kalte Wasser und warum gesunder Boden alles entscheidet00:56:21 Beete statt TraktorspurenWarum sich bei der Marktgärtnerei die Natur nicht der Maschine anpasst01:07:00 Marktgärtnerei vs. GärtnereiDie Begriffsdebatte und der Unterschied zum Market Gardening01:14:01 Vermarktung: Kistl, Gastro, MarktDrei Vertriebswege, Wintergemüse und ganzjährige Produktion01:45:00 Taskforce und RahmenbedingungenWarum Marktgärtnereien Förderstrukturen und Ausbildung brauchen01:53:18 ROC-Zertifizierung und AusblickRegenerative Organic Certified, Resilienz und die letzte FrageKurz-Bio Gast:Alfred Grand ist Bio-Landwirt, Regenwurmexperte und Gründer der Grand Farm in Absdorf, Niederösterreich, Österreichs erstem Forschungs- und Demonstrationsbauernhof. Er betreibt auf rund 90 Hektar bio-regenerativen Ackerbau und mit dem Grand Garten eine der ersten Marktgärtnereien Europas mit ROC-Zertifizierung. 2025 wurde er als einer von Europas Top 50 Farmers ausgezeichnet.INFOS ZUR FOLGEGrand Garten Websitewww.grandgarten.atGrand Garten auf Instagramwww.instagram.com/grandgartenGrand Garten auf Facebookwww.facebook.com/grandgartenAlfred Grand auf YouTubewww.youtube.com/@AlfredGrandFarmAlfred Grand auf Linkedinwww.linkedin.com/in/alfred-grand-vermigrandB2P055 Alfred Grand (Grand Farm) – Visionär mit Bodenhaftungwww.bauertothepeople.at/podcast/67Verein Marktgärtnerei Österreichwww.marktgaertnerei.at###In eigener Sache: Menschen.atIch halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund.→ menschen.at###? Bleib verbunden mit BauertothePeople! 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Folge vom 19.04.2026Wirtschaft als Teil der Natur - Ökologische Ökonomie - Sigrid StaglÖkologische Ökonomie: Sigrid Stagl erklärt, warum unsere Wirtschaft die Natur nicht länger ignorieren kann und was das für die Landwirtschaft bedeutet.Sigrid Stagl ist auf einem kleinen Bauernhof im Waldviertel aufgewachsen. Ihre Eltern waren Quereinsteiger, haben Land von der Kirche gepachtet und im Sinne der Grünen Revolution bewirtschaftet. Was mich dabei besonders beschäftigt hat: Schon als Kind hat Sigrid bemerkt, dass im eigenen Garten anders gewirtschaftet wurde als auf dem Feld. Was die Familie selbst gegessen hat, wurde ohne Spritzmittel angebaut. Diese Inkonsistenz hat sie früh irritiert.Heute ist Sigrid Professorin an der Wirtschaftsuniversität Wien, hat das Institut für Ökologische Ökonomie gegründet und wurde 2024 als Wissenschaftlerin des Jahres ausgezeichnet. Im Gespräch erklärt sie mir, warum die herkömmliche Ökonomie die Natur nur sehr zurückhaltend berücksichtigt und welche Folgen das hat. Wir reden über Thermodynamik und Entropie, über Nikolaus Georgescu-Roegens Erkenntnis, dass wirtschaftliche Prozesse physikalischen Gesetzmäßigkeiten unterliegen, und über die Frage, warum die Photosynthese im Grunde das Einzige ist, was wirklich neue Energie in unser System bringt.Was mich nachhaltig beeindruckt hat: Die Studie 'The Hidden Bill' über die niederländische Landwirtschaft zeigt, dass deren Agrar-Lebensmittelsystem 13,3 Milliarden Euro Wertschöpfung erzeugt, aber 18,6 Milliarden Euro gesellschaftliche Kosten verursacht. Ein jährliches Defizit von 5,3 Milliarden Euro. Gleichzeitig fließen in der EU rund 82 Prozent der Agrarsubventionen in die Tierproduktion, die 84 Prozent der landwirtschaftlichen Treibhausgase verursacht, aber nur 36 Prozent der Kalorien liefert. Sigrid sagt: Wir brauchen kein neues Wissen, wir müssen nur die ökonomischen Strukturen so verändern, dass nachhaltiges Handeln leichter, günstiger und attraktiver wird als das Gegenteil.Ihr zentraler Punkt: Wir brauchen ein positives Zukunftsbild für die Landwirtschaft und ein nachhaltiges Ernährungssystem in Österreich, nicht nur Schadensbegrenzung. Und Bäuerinnen und Bauern sind die Schlüsselakteure dafür.Viel Freude beim Reinhören!00:00:00 Los gehtsSigrid Stagl über Sonnenenergie, Eigenversorgung und falsche Subventionen00:01:12 Vorstellung und EinstiegWilly stellt Sigrid Stagl vor und erklärt, worum es heute geht00:04:33 Aufwachsen am BauernhofKindheit im Waldviertel zwischen Feldarbeit und Freiheit00:14:03 Der Weg in die WissenschaftVon der WU über Argentinien zum Doktorat in den USA00:29:06 Was ist ökologische Ökonomie?Wirtschaft als Teil der Natur und warum das die Ökonomik verändern muss00:43:01 Energie, Entropie und SonnenlichtWarum die Photosynthese das Einzige ist, das wirklich Neues schafft01:04:04 Trägheit und AusredenWarum wir trotz besseren Wissens nicht handeln01:14:18 Kostenwahrheit und MarktversagenExterne Effekte, Verursacherprinzip und warum Bio billiger sein müsste01:28:17 Landwirtschaft neu denkenDie vier Hebel der niederländischen Hidden-Bill-Studie01:52:08 Boden, Eigentum und VersorgungLebensmittel als lebensnotwendiges Gut und die Frage der Eigenversorgung02:14:28 Mercosur und FreihandelWarum Rindfleisch über den halben Globus zu schippern keinen Sinn macht02:22:01 Positives Zukunftsbild und AbschlussPartizipative Prozesse, Bürgerräte und das Zitat mit den zwei PlanetenKurz-Bio Gast:Sigrid Stagl ist Professorin für Umweltökonomie und -politik an der Wirtschaftsuniversität Wien und Gründerin des dortigen Instituts für Ökologische Ökonomie. 1999 promovierte sie am Rensselaer Polytechnic Institute als weltweit erste Person in Ökologischer Ökonomie. 2024 wurde sie in Österreich als Wissenschaftlerin des Jahres ausgezeichnet.INFOS ZUR FOLGEProf. Sigrid Stagl (Gast) – Wirtschaftsuniversität Wienwww.wu.ac.at/en/ecolecon/institute/team/sstaglInstitut für Ökologische Ökonomie, WU Wienwww.wu.ac.at/en/ecolecon/instituteSigrid Stagl – persönliche Websitewww.sigridstagl.orgSigrid Stagl auf LinkedInwww.linkedin.com/in/sigrid-stagl-795bb719Sigrid Stagl – Wikipedia (de)https://de.wikipedia.org/wiki/Sigrid_StaglWU (Wirtschaftsuniversität Wien) auf Instagramwww.instagram.com/wuviennaWU (Wirtschaftsuniversität Wien) auf Facebookwww.facebook.com/wu.wirtschaftsuniversitaet.wienWU (Wirtschaftsuniversität Wien) auf LinkedInwww.linkedin.com/school/wu-wirtschaftsuniversitaet-wienWU Institute for Ecological Economics auf LinkedInwww.linkedin.com/company/wu-ecolecon###In eigener Sache: Menschen.atIch halte Lebensgeschichten fest, als Audiografie oder Videografie. Für deine Mama, deinen Opa, deinen besten Freund.→ menschen.at###? Bleib verbunden mit BauertothePeople! Membersheep werden:→ Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus.Newsletter: → Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach. B2P Shop: → Merchandise entdecken – Produkte mit Persönlichkeit, die deinen Style unterstreichen. Podcast hören und sehen:→ Apple Podcasts: Jetzt anhören→ Spotify: Jetzt anhören→ YouTube: Jetzt ansehenSocial Media:→ Facebook: bauertothepeople.at→ Instagram: @bauertothepeople→ TikTok: @bauertothepeople→ LinkedIn: BauertothePeopleMusik:„Leit hoits zamm“ – Haindlingthx an Jürgen Buchner „Power to the People“ – Junior Kellythx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records … und ein bisserl selbst gesungen ?thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle Und Jetzt? 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