Der französische Philosoph Jean-Jacques Rousseau entwirft ein basisdemokratisches Staatsmodell: Die Bürgerinnen und Bürger sind selbst der Souverän und sie sind selbst dafür zuständig, dass das passiert, was sie wollen. Sie suchen und verwirklichen den Gemeinwillen.
In der heutigen Episode fasse ich Rousseaus Gedankengang aus den letzten vier Episoden kurz zusammen und ordne ihn historisch ein. Anschließend betrachten wir Chancen und Schwierigkeiten seiner Ideen. Wo könnte uns Rousseau heute weiterbringen? Und was sollten wir eher kritisch betrachten?
Literatur:
Jean-Jacques Rousseau, Vom Gesellschaftsvertrag, Stuttgart 2011
Günther Mensching, Rousseau zur Einführung Hamburg 3. Aufl. 2010
Christopher Bertram, Jean Jacques Rousseau, in: Stanford Encyclopedia of Philosophy (Link)
Kultur & Gesellschaft
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Dieser Podcast gibt eine Übersicht über die grundlegenden Fragestellungen und Denkmodelle der Philosophie. Er folgt in etwa dem Lehrplan der gymn. Oberstufe in NRW und wendet sich an Alle, die sich für Philosophie interessieren.
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Folge vom 17.03.202590 Rousseaus Staatstheorie 5: Übersicht und Kritik
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Folge vom 28.02.202589 Rousseaus Staatstheorie 4: Gesellschaftszustand (Gemeinwille, dringend gesucht)Im Staat sind wir frei, wenn wir gemeinsam tun, was wir gemeinsam wollen. Das war der Grundgedanke von Rousseaus Gesellschaftsvertrag. Nur: wie finden wir diesen „Gemeinwillen“ denn heraus? Genau das ist die Aufgabe aller Bürgerinnen und Bürger im Staat, sagt Rousseau. Wie das in der Praxis in etwa funktionieren soll, untersuchen wir in der heutigen Episode. Dabei stellen wir fest, dass dieser Gemeinwille ganz schön viel Arbeit macht. Literatur: Jean-Jacques Rousseau, Vom Gesellschaftsvertrag, Stuttgart 2011 Günther Mensching, Rousseau zur Einführung Hamburg 3. Aufl. 2010
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Folge vom 07.02.202588 Rousseaus Staatstheorie 3: Gesellschaftsvertrag (öffentlicher und privater Kevin)Jean-Jacques Rousseau beginnt sein Buch „Vom Gesellschaftsvertrag“ mit folgendem Problem: Wenn wir schon gezwungen sind, in einer Gesellschaft zu leben – wie können wir dann trotzdem möglichst frei sein? Die Lösung des Problems ist ein Gesellschaftsvertrag, in dem sich alle dem „Gemeinwillen“ verpflichten. Warum das die Lösung ist und wie das ungefähr aussehen soll, davon handelt die heutige Episode. Außerdem fragen wir uns, ob es schön ist, Steuern zu zahlen. Literatur Jean-Jacques Rousseau, Vom Gesellschaftsvertrag, NA Stuttgart 2011 Günther Menschen, Rousseau zur Einführung, Hamburg 3. Aufl. 2010
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Folge vom 20.01.202587 Rousseaus Staatstheorie 2: Ende des Naturzustands (Eigentum als Sündenfall)Der Philosoph Jean-Jacques Rousseau behauptete: Im Naturzustand, in einem Zustand ohne Staat und Gesellschaft, würde der Mensch ein sehr einfaches, aber genau deswegen auch sehr glückliches Leben führen. Aber wenn das so ist – warum bleiben wir dann nicht einfach im Naturzustand? Um diese Frage geht es in der heutigen Episode. Rousseau sieht in der Entstehung des Privateigentums eine Art „Sündenfall“, der den Menschen aus dem Paradies des Naturzustands vertrieben hat. Nebenbei lesen wir ein wenig in der Bibel und in den Bestsellern von Y.N. Harari. Literatur: Jean-Jacques Rousseau, Abhandlung über die Ungleichheit unter den Menschen, NA Ditzingen 2023 Günther Mensching, Rousseau zur Einführung Hamburg 3. Aufl. 2010 Yuval Noah Harari, Eine kurze Geschichte der Menschheit, München 2015 Yuval Noah Harari, Homo Deus, München 2017