Der Geschmack ist nach Kant kein ganz eigenes Vermögen im Menschen, sondern er ist unsere ästhetische Urteilskraft. Er kann daher durch wiederholtes Urteilen und auch durch Beispiele im Laufe des Lebens geübt werden, wie es für die Urteilskraft überhaupt gilt. Seine Urteile sind dabei zwar subjektiv - aber erheben doch Anspruch auf allgemeine Gültigkeit, denn er ist ein Vermögen, zu beurteilen, was nicht nur dem Urteilenden allein, sondern jedermann ein Wohlgefallen bereiten wird. Dies ist ein (ästhetisches) synthetisches Urteil a priori.
Zitat: 0:08
Das ästhetische Wohlgefallen und die anderen Arten der Lust: 0:23
Der Geschmack fällt (ästhetische) synthetische Urteile a priori: 1:34
Die Quantität des Geschmacksurteils: Das Schöne gefällt allgemein: 7:18
Die Bildung des Geschmacks: 22:20
Geschmacksurteile sind subjektiv und dennoch allgemein: 43:30
Der Gechmack beurteilt nicht, was ausnahmslos jedermann tatsächlich gefällt, mutet aber das Wohlgefallen jedermann wenigstens an: 47:08
Die gesellschaftliche Funktion des Geschmacks: 49:26
Mode verdirbt den Geschmack: 58:53
Relativismus ist angebracht in Bezug auf das Angenehme, nicht das Schöne: 1:03:55
Das Geschmacksurteil ist allgemein, ohne auf einem Begriff zu fußen: 1:14:57
Dank: 1:31:44
Ich bitte, die schwankende Tonqualität zu entschuldigen.
Die Kategorientafel nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/10/Kategorientafel-nach-Kant.jpg
Die Urteilstafel nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/10/Urteilstafel-nach-Kant.jpg
Übersicht über die Urteilsarten nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/07/Urteilsarten-nach-Kant.jpg
Übersicht über das Denkungsvermögen nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/09/Denkungsvermoegen-nach-Kant.jpg
Den Geschmack untersucht Kant vor allem in seiner Kritik der ästhetischen Urteilskraft in der Kritik der Urteilskraft: https://korpora.org/kant/aa05/201.html. Wichtige ergänzende Bemerkungen zum Geschmack finden sich verstreut, wo immer er über Anthropologie spricht, also in seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: http://korpora.org/kant/aa07/230.html, seinen Anthropologie-Vorlesungen:
https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 und seinem handschriftlichen Nachlasses zur Anthropologie: http://korpora.org/kant/aa15/234.html.
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Kultur & Gesellschaft
Kants Philosophie Folgen
Vor 300 Jahren wurde Immanuel Kant geboren - und in einer umfassenden Reihe von Vorträgen möchte ich mich seiner gesamten Philosophie widmen. Ich habe das vergangene Jahr damit verbracht, die 29 Bände der Kant-Gesamtausgabe zu studieren und täglich wenigstens 100 Seiten Kant zu lesen, um nun hier die wohl umfassendste und gründlichste Darstellung seiner Philosophie zu geben, die bisher versucht wurde, um ihren inneren systematischen Zusammenhang aufzuzeigen und um vor allem Kants Beitrag zur Aufklärung der Menschheit herauszuarbeiten.
Folgen von Kants Philosophie
109 Folgen
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Folge vom 18.01.2025Kants Philosophie - Was ist Geschmack?
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Folge vom 11.01.2025Kants Philosophie - Was sind Lust und Schmerz?Das menschliche Gemüt teilt sich nach Kant in drei Vermögen: Zwischen dem Erkenntnis- und Begehrungsvermögen liegt unser Vermögen, Lust und Unlust zu fühlen. Was es hiermit auf sich hat, ist für Kant eine zentrale, wenn auch vielleicht die schwierigste Frage für die Anthropologie. Und er macht drei Arten der Lust aus, nämlich zwischen der tierischen Sinnenlust am angenehmen und der geistigen intellektuellen Lust am Guten noch eine besondere ästhetische Lust am Schönen und Erhabenen. Diese zu erforschen, unternimmt Kant mit seiner Kritik der Urteilskraft. Zitat: 0:08 Das Gefühl der Lust und Unlust in Kants Denken: 0:36 Gefühle sind auf das Subjekt bezogene Vorstellungen, nicht aufs objekt bezogene wie die Empfindungen: 6:42 Gefühle sind immer mit Lust und Unlust verbunden: 17:04 Das Lustgefühl ist eine Vorstellung, die uns zu ihrem Erhalt bestimmt: 25:49 Lust ist ein Gefühl der Steigerung, Unlust der Hemmung unserer Lebenskraft: 31:55 Der Zusammenhang von Lust und Mut: 50:51 Die drei Arten der Lust: 59:28 A) Sinnenlust: Vergnügen am Angenehmen: 1:06:04 C) Intellektuelle Lust: Billigung des Guten: 1:36:35 B) Ästhetische Lust: Wohlgefallen am Schönen und Erhabenen: 1:53:38 Ästhetischer Empirismus: 1:55:50 Ästhetischer Rationalismus: 2:07:55 Kants teilnehmende Lösung des Streits zwischen Empirismus und Rationalismus durch seinen kritischen Rationalismus: 2:14:34 Dank: 2:23:24 Übersicht über die Gemütsvermögen und Kritiken nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/08/Gemuetsvermoegen-und-Kritiken-nach-Kant.jpg Übersicht über die Sinnlichkeit nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/08/Sinnlichkeit-nach-Kant.jpg Mit Lust und Unlust beschäftigt sich Kant vor allem in seiner Anthropologie. Man kann hierüber also die entsprechenden Passagen seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: http://korpora.org/kant/aa07/230.html, seiner Anthropologie-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 und seines handschriftlichen Nachlasses zur Anthropologie: http://korpora.org/kant/aa15/234.html nachlesen. Auch in seinen Metaphysik-Vorlesungen finden sich kurze, aber aufschlussreiche Abschnitte zum Gefühl der Lust und Unlust: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant/mode/2up | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant_d7g2/mode/2up Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
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Folge vom 21.12.2024Kants Philosophie - Das Ergebnis der Kritik der reinen Vernunft: Die regulative Funktion d. VernunftIn der Kritik der reinen Vernunft geht es Kant um die Frage, was reine, d. h. von jeder Erfahrung freie, Vernunft erreichen kann. Er weist nach: Sie ist nicht konstitutiv für unsere Erkenntnis. Das bedeutet: Sie kann keine eigenen Erkenntnisse hervorbringen und uns keinen neuen Bereich der Erkenntnis aufschließen. Wenn sie das Übersinnliche ergreifen will, wenn sie in der reinen Metaphysik nach der Unsterblichkeit der Seele, nach der Freiheit, nach Gott fragt, dann wird sie dialektisch, d. i. sie bringt nur lauter Schein hervor. Konstitutiv für unsere Erkenntnis ist nur der Verstand, nicht für die Erkenntnis des Übersinnlichen, sondern für die des Sinnlichen, denn seine Grundbegriffe, die zwölf Kategorien, sind Bedingung der Möglichkeit der Erfahrung, nach ihnen muss sich alle Natur richten. Die Vernunft und ihre Ideen sind aber deshalb nicht ganz nutzlos und chimärisch, sie haben nach Kant eine regulative Funktion: Sie dienen als Richtmaß für das Vorhandene und auch als Muster zur Hervorbringung von Neuem. Die Prinzipien der Vernunft verraten uns zwar nicht, wie die Welt der Erfahrung beschaffen ist, aber sie leiten uns darin an, es herauszufinden und sie zu begreifen. Zitat: 0:08 Kants Anliegen in der Kritik der reinen Vernunft Lösung seiner Frage: 0:59 Die transzendentale Dialektik kann nur durch den transzendentalen Idealismus gelöst werden: 26:04 Was von der Vernunft und ihren Ideen bleibt: 32:41 - Richtmaß der Beurteilung: 36:44 - Muster der Hervorbringung: 54:00 Die regulative Funktion der Vernunft: 1:03:08 Drei regulative Prinzipien der Vernunft: Homogenität, Spezifikation, Kontinuität: 1:07:52 Die drei Vernunftprinzipien ergeben sich aus den Kategorien bzw. Urteilen der Quantität: 1:30:14 Die Vernunft ist für unser Erkenntnisvermögen nicht konstitutiv, aber regulativ: 1:31:51 Die Prinzipien der Vernunft sind nicht objektiv, sondern subjektiv: 1:41:10 Auch das Ding an sich ist eine regulative Idee: 2:08:18 Kants Apologie Platons: 2:10:44 Dank: 2:18:01 Über das Ergebnis seiner Vernunftkritik und über die nicht konstitutive, aber regulative Rolle der Vernunft spricht Kant im Anhang zur transzendentalen Dialektik in der Kritik der reinen Vernunft: https://korpora.org/kant/aa03/426.html Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
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Folge vom 14.12.2024Kants Philosophie - Rationale Theologie: Gibt es einen Gott?Zur Metaphysik gehörte im 18. Jahrhundert das Feld der rationalen Theologie. Anders als in der Offenbarungstheologie wird hier nicht von einer Offenbarung wie der Bibel ausgegangen, sondern es wird versucht, Gott durch die bloße Vernunft zu ergründen, was den Versuch einschließt, ihn mittels dieser auch zu beweisen. Kant aber zeigt in der Kritik der reinen Vernunft, dass die menschliche Vernunft in diesem Felde wie auch in anderen Gebieten dialektisch ist: Sie bringt Scheinbeweise hervor, mit denen sie sich selbst überredet, die aber der kritischen Überprüfung nicht standhalten. Kant kommt zu dem Schluss: Der Gedanke eines allerrealsten Wesens aller Wesen ist zwar ein notwendiges Ideal unserer Vernunft, dass diesem aber irgendeine Realität außerhalb unseres Denkens zukomme, lässt sich nicht beweisen. Zitat: 0:08 Die Vernunft ist dialektisch, wenn sie Gott zu beweisen versucht: 1:36 Gott ist nicht nur Grund der Wirklichkeit, sondern auch der Möglichkeit: 9:26 Gott ist nicht beweisbar: 20:49 Gott als allerrealstes Wesen: 24:04 Es kann nur ein einziges Ideal der reinen Vernunft geben: 42:05 Die Verortung des Ideals in der Architektonik von Kants System: 45:24 Anklänge an die Mystik bei Kant: 55:41 Der Gedanke an Gott ist notwendig, aber darum nicht zwingend auch das ihm entsprechende Ding: 1:02:23 Rationale Theologie kann als Disziplin Irrtümer über Gott verhüten, aber nicht als Doktrin Erkenntnis von Gott verschaffen: 1:06:58 Dank: 1:12:55 Die Kategorientafel nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/10/Kategorientafel-nach-Kant.jpg Zwar behandelt Kant das dialektische Ideal von Gott als allerrealstem Wesen in der Kritik der reinen Vernunft, um es vollständig zu verstehen, empfehle ich aber vor allem die Lektüre seiner vorkritischen Schrift über den einzig möglichen Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes: http://korpora.org/kant/aa02/063.html Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai