Norwegen sieht sich als Vorreiter beim Umwelt- und Klimaschutz. Das Land besaß das erste Umweltministerium weltweit, es hat schon sehr früh eine CO2-Steuer eingeführt, der Gro-Harlem-Brundtland-Report prägte den Begriff der nachhaltigen Entwicklung, und Norwegens Stromproduktion ist zu fast 99% klimaneutral. Das wäre eine sichere Basis für die Pariser Klimaziele, wenn es nicht den fossilen Exportsektor mit seiner CO2-intensiven Öl- und Gasproduktion gäbe. Auch der soll nun klimaneutral werden. Der Strom für die Förderung, der bisher durch Gasturbinen auf den Plattformen selbst erzeugt wird, soll jetzt von Wasser- und Windkraft kommen. Doch die Norweger "vergessen" die Emissionen, die beim Verbrauch von Öl und Gas bei den Endkunden im Ausland entstehen.
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47 Folgen
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Folge vom 31.05.2026Norwegen und die Energiewende
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Folge vom 11.05.2026VaterseinViel ist von toxischer Männlichkeit die Rede. Was aber ist mit den neuen Vätern? Zeigen sie nicht, wie sehr sich die Männer im Laufe der Emanzipation auch verändert haben?
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Folge vom 10.05.2026Professorin VaertingAls Mathilde Vaerting am 1. Oktober 1923 an der Universität Jena ihre Antrittsvorlesung hält, ist das nicht nur für die knapp 40-jährige der persönliche Höhepunkt ihrer Karriere, sondern auch ein wissenschaftshistorisch bedeutsames Ereignis. Erstmals erhält in Deutschland eine Frau eine ordentliche Professur. Doch statt wie üblich mit einem Festakt in der Aula, findet die Veranstaltung in einem kleineren Hörsaal statt, nur wenige Kollegen finden sich ein. Alles an der Pädagogikprofessorin scheint auf Ablehnung zu stoßen: die Berufung durch einen sozialdemokratischen Bildungsminister, ihr Leben als "unverheiratete Lehrerin", ihr Eigensinn, insbesondere aber ihr Geschlecht und ihre wissenschaftliche Kritik an männlicher Vorherrschaft.Von der Universität bekämpft und 1933 von den Nationalsozialisten entlassen, gerät die Pionierin der Geschlechterforschung für lange Zeit in Vergessenheit. Isabelle Engels zeichnet in diesem Feature den ungewöhnlichen Weg ihrer Urgroßtante nach.
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Folge vom 03.05.2026Bipolar durch die USAAmerikanische NGOs, die bisher in internationalen Krisengebieten tätig waren, gehen in der eigenen Heimat gegen gesellschaftliche Spaltung vor. Der Journalist Anselm Jessen untersucht diese Initiativen für einen Podcast. Ich, Elias Gottstein, bin als Tonmann dabei. Für drei Monate reisen wir zur Zeit der Amtseinführung Donald Trumps durch die USA. Ich kenne Anselm schon lange, er ist der beste Freund meines Patenonkels – daher weiß ich, dass diese Reise ein ziemliches Abenteuer werden kann: Denn Anselm lebt mit einer bipolaren Störung – mit Phasen tiefer Erschöpfung und manischen Höhen, in denen er außergewöhnliche Projekte realisiert. Daher entschließe ich mich, sein Leben anhand der Reise zu dokumentieren. Während wir durch die elektrisierten und gespaltenen Staaten fahren, stellt sich mir als Begleiter zunehmend die Frage: Ist Anselms Interesse am Engagement gegen die äußere Polarisierung auch eine Suche nach Wegen aus der inneren Polarisierung? Besteht der Ausweg eventuell darin, das eigene Wohlbefinden nicht an den Erfolg weltbewegender Projekte zu knüpfen? Und kennen nicht viele Menschen diese psychische Abhängigkeit von Status und Erfolg – wenn auch in nicht ganz so extremer Form?