Bis Sonntag können sich Kunstschaffende mit Flucht- und Migrationsgeschichte für einen Residenzaufenthalt in der Prozess Bar bewerben. Die Prozess Bar, das ist ein Ort für zeitgenössische Kunst, der nicht nur fertige Werke zeigt: Auch der künstlerische Prozess steht im Mittelpunkt. In Residenzen und Try-outs wird geforscht, ausprobiert und entwickelt. «Kultur kann eine wichtige Triebkraft sein für Integration», sagt Rahel Leupin, Geschäftsführerin von Art Link. Der Verein setzt sich für Diversität in der Schweizer Kulturlandschaft ein und ermöglicht den Residenzaufenthalt in der Prozess Bar.Grenzkontrollen werden ab Juni noch sichtbarer in den Schweizer Grenzregionen. Denn dann übernimmt die Schweiz mit einen Grossteil der Neuerungen aus dem Migrations- und Asylpakt hat der EU. Es ist die grösste Reform in der Geschichte des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS). Dagegen regt sich nun Widerstand aus der Zivil-Gesellschaft. Am Wochenende wollen verschieden Kollektive aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland am Dreiländereck demonstrieren. Was die Reform des Asylsystems bedeutet, erzählen Dario Tancredi vom Organisationskomittee und Lara Hoeft vom Verein Pikett Asyl.Die «Ursonate» von Kurt Schwitters macht keinen Sinn – und genau das ist ihr Zauber. Warum uns das glücklich macht und warum du sie live hören solltest, erfährst du bei BKa on Air. Redaktorin Sue Leuenberger hat sich die reine Lautpoesie angehört und will das Kribbeln im Bauch weitergeben.
Folgen von Radio RaBe
1209 Folgen
-
Folge vom 16.04.2026Organisationen wollen am Dreiländereck gegen EU-Migrationspakt demonstrieren
-
Folge vom 15.04.2026Unser Nachbar der BaumUnser Nachbar der Baum.In der heutigen Sendung von Ohrensessel dreht sich alles um unser Zusammenleben mit Bäumen. In den Beiträgen erfahren wir, wie Bäume einen Nachbarschaftsstreit auslösen können, was das Baumkonzept der Stadt Bern vorsieht und was eine alte Blutbuche und Rosskastanie alles schon gesehen haben.An den Mikrofonen: Dominique Amport, Arlette Isenegger, Maurice Dietziker, Stéphanie Berger, Alix Regenass
-
Folge vom 15.04.2026Krieg im Sudan: «Die internationale Gemeinschaft muss sudanesischen Frauen zuhören»Es war Ende Oktober, also vor fast einem halben Jahr: In einer Nacht- und Nebel-Aktion hat Kollektiv «Allianza Ambulanza» das Verwaltungsgebäude des ehemaligen Tiefenauspitals besetzt. Seither ist es ruhig geworden um die Besetzung. Was läuft hinter den Kulissen? Und wie steht es um die Verhandlungen mit der Stadt? Diesen Fragen geht RaBe-Info nach.Heute vor drei Jahren brachen die gewaltsamen Auseinadersetzungen zwischen der sudanesischen Armee (SAF) und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) aus. Die Vereinten Nationen und Menschenrechts-Organisationen haben wiederholt erklärt, dass konfliktbezogene sexuelle Gewalt im Sudan systematisch als Kriegsmittel sowie als Instrument des Terrors und der Kontrolle eingesetzt wird. Frauen und Mädchen sind dabei am stärksten betroffen. Gleichzeitigt sind sie es, die eine zentrale Rolle in Zivilgesellschaftlichem Widerstand und Überlebenswichtigen Strukturen einnehmen und Mitbestimmung in Gerechtigkeitsprozessen fordern. Lina Marwan ist Menschenrechtsanwältin und Feministin und aktuell am Tahrir Institue for Middle East Policy (TIMEP). Ausserdem ist sie Mitgründerin von Insaf, einer Transitional Justice Kampagne in Sudan. Im Interview spricht Lina Marwan über die Rolle von Sudanesinnen im Krieg und ihre Bedeutung für Frieden und Gerechtigkeit.
-
Folge vom 14.04.2026Iraner:innen mit negativem Asylentscheid kritisieren die Schweizer AsylpraxisHeute sollen in Washington erste Gespräche zwischen Israel und Libanon beginnen für einen möglichen Waffenstillstand. Doch in der letzten Woche hat Israel seine Angriffe auf den nördlichen Nachbarn verstärkt. Und brachte damit die Gesundheitsversorgung Libanons an ihre Grenzen. Was das für die Gesundheitsversorgung des Landes bedeutet, erklärt Shazia Islamsha von Ärzte ohne Grenzen (MSF).Weniger als ein Viertel erhielt Asyl. Etwa ein Sechstel erhielt eine vorläufige Aufnahme. Zu wenig, findet die Gruppe «Empathie und Einheit». In dieser Gruppe organisieren sich Iraner:innen in der Schweiz mit abgewiesenem Asylgesuch. Sie kritisieren die Asylpraxis des SEM und fordern angesichts der Situation im Iran mindestens eine vorläufige Aufnahme.