Seit einem Jahr ist Donald Trump nun wieder Präsident der USA und Europa merkt, dass vieles von der westlichen Weltordnung auf dem Prüfstand steht. Ulrich Kühn vom Institut für Friedensforschung erklärt, dass Trump nur auf Stärke reagiert und Drohungen, wie zuletzt beim Thema Grönland, ein klares Signal sind.
Europa muss zusammenrücken
Kühn betont im Interview mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer: Ein geschlossenes Auftreten Europas ist entscheidend, um Erpressungsversuche abzuwehren. Der Grönland-Konflikt könnte ein Wendepunkt für die NATO sein. Europa stehe zwischen Russland im Osten und den USA im Westen, jetzt sei die Stunde der Einheit gekommen. Ob eine einheitliche Front tatsächlich gebildet werden kann, werde sich in den kommenden Wochen zeigen.
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Folge vom 20.01.2026Ein Jahr Trump 2.0: Europa auf dem Prüfstand
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Folge vom 20.01.2026Staatliche Kaufprämie: Kommt ein E-Auto Boom?Ab Mai will der Bund den Kauf von Elektroautos wieder stärker fördern. Käuferinnen und Käufer sollen mindestens 3.000 Euro Prämie erhalten, sozial gestaffelt sogar bis zu 6.000 Euro. Voraussetzung ist ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von maximal 80.000 Euro. Bundesumweltminister Schneider (SPD) erhofft sich davon neuen Schwung für die E-Mobilität. Warum der große Effekt noch ausbleiben könnte Nach Einschätzung von Birgit Priemer, Chefredakteurin von auto motor und sport, ist die Förderung ein wichtiges Signal, wird aber nicht automatisch für einen Durchbruch sorgen. Viele Haushalte könnten sich trotz Prämie keinen Neuwagen leisten und würden eher nach Gebrauchten suchen. Genau dort sieht Priemer eine Schwäche: Die Förderung gilt bislang nicht für gebrauchte E-Autos. Dabei ließe sich gerade so der Fahrzeugbestand klimafreundlicher machen. Unabhängig von der Prämie rechnet Priemer mit steigenden Verkaufszahlen. 2026 kämen viele günstigere Modelle auf den Markt, auch von deutschen Herstellern. Die staatliche Förderung könne diesen Trend verstärken, entscheidend seien aus ihrer Sicht aber auch niedrigere Strompreise, vor allem beim Schnellladen.
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Folge vom 20.01.2026Warum alkoholfreies Bier immer beliebter wirdImmer mehr Menschen legen im Januar eine Alkoholpause ein. Das wirkt sich auch auf den Biermarkt aus. Alkoholfreie Biere sind längst kein Nischenprodukt mehr. Rund neun Prozent der gesamten Bierproduktion in Deutschland entfielen 2024 auf alkoholfreie Varianten, Tendenz steigend. Darauf reagieren auch regionale Brauereien seit Jahren. Bei den Park & Bellheimer Brauereien in der Pfalz gehört alkoholfreies Bier inzwischen fest zum Sortiment. Sieben von insgesamt 35 Bieren und Biermischgetränken kommen dort ohne Alkohol aus. Konsum von alkoholhaltigem Bier geht zurück Geschäftsführer Roald Pauli sagt im Interview mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer: Rund zehn Prozent des Absatzes mache das alkoholfreie Segment inzwischen aus und es wachse fast zweistellig. Gleichzeitig gehe der Konsum klassischer Biere weiter zurück. Die Verluste beim alkoholhaltigen Bier könne alkoholfreies Bier aber noch nicht ausgleichen, dafür sei der Marktanteil zu klein. Dennoch habe sich die Qualität deutlich verbessert. Moderne Brautechnik sorge dafür, dass bei der schonenden Entalkoholisierung möglichst viel Geschmack erhalten bleibe. Alkoholfreies Bier sei heute eine echte Alternative, nicht nur im sogenannten Dry January.
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Folge vom 19.01.2026Bodenseekonferenz – weniger Unfälle, Seebesucher nehmen Warnhinweise "ernster"In Götzis in Österreich hat die internationale Bodenseekonferenz begonnen. Rettungsdienste, Kliniken und Behörden aus den drei Bodenseeanrainern Deutschland, Österreich und der Schweiz beraten, wie die Notfallhilfe verbessert werden kann. Auch die Björn-Steiger-Stiftung macht mit. Das ist eine Stiftung des bürgerlichen Rechts mit dem Ziel, die Notfallhilfe in Deutschland zu verbessern. Sie ist nach dem achtjährigen Björn Steiger benannt, der im Jahr 1969 nach einem Verkehrsunfall wegen fehlender zeitnaher und professioneller Hilfe starb. Der Geschäftsführer für Rettungsdienste, Christof Chwojka, in SWR Aktuell: "Der Bodensee ist groß – und das wird oft unterschätzt. Das Wetter kann schnell umschlagen, das Wasser ist auch im Sommer kalt und die Entfernung sind groß." Dabei sei die Zahl der Unfälle aber zurückgegangen. "Offenbar nehmen die Seebesucher die Warnhinweise ernster. Ich denke auch, dass Social Media ein wenig mithilft, weil auch dort Warnungen vor Wetterumschwüngen schnell verbreitet werden können." Was Deutschland, Österreich und die Schweiz bei Rettungseinsätzen voneinander lernen können, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Gerald Pinkenburg mit Christof Chwojka gesprochen.