Am Freitag präsentiert Hubert Niggli, der Finanzchef der grössten Unfallversicherung Suva, einmal mehr gute Zahlen. Die Suva zählt zu den grössten Investorinnen der Schweiz. Gerne würde sie mehr Geld in bezahlbaren Wohnraum investieren, doch es fehlten die Projekte dafür.
Die Arbeitsunfälle bei der Suva sind gesunken, nun ziehen die Prämien nach. Aber nicht nur aufgrund der gesunkenen Unfälle schreibt die Suva gute Zahlen. Sie verwaltet über 60 Milliarden Franken und legt diese an. Warum schreibt die Suva Gewinne, anders als andere Sozialversicherungen wie die IV oder AHV? Wo soll die Suva ihr Geld anlegen? Hubert Niggli sagt, die Suva möchten viel mehr Geld in erschwinglichen Wohnraum investieren, doch es gebe viel zu wenig Projekte. Er arbeitet seit fast einem Vierteljahrhundert bei der Suva und tritt nun nach acht Jahren als Finanzchef zurück. Hubert Niggli ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.
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Folge vom 12.06.2026Hubert Niggli: «Geld für günstiges Wohnen, aber keine Projekte»
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Folge vom 11.06.2026Raphael Rues: Rehabilitierung für Tessiner WiderstandskämpferEin weitgehend vergessenes Kapitel des Zweiten Weltkrieges: Tessinerinnen und Tessiner unterstützten italienische Partisanen im Kampf gegen den Faschismus. Der Tessiner Historiker Rues spricht im Tagesgespräch mit Iwan Santoro über diese damals verbotene grenzüberschreitende Hilfe in Kriegszeiten. Rund zwei Jahre lang, bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs, kämpften Partisanen im Gebiet um Domodossola nahe der Schweizer Grenze gegen italienische Faschisten und die deutsche Wehrmacht. Kurz vor Kriegsende entstand dort für wenige Wochen die freie Partisanenrepublik Ossola. Auch Tessinerinnen und Tessiner unterstützten den Widerstand. Sie schmuggelten Waffen über die Grenze und versteckten Partisanen vor den Faschisten. In der neutralen Schweiz war diese Form der Nachbarschaftshilfe jedoch verboten. Viele der Helferinnen und Helfer wurden deshalb bestraft. Mehr als 80 Jahre später sollen sie nun für ihr Engagement offiziell rehabilitiert werden. Der Nationalrat hat bereits zugestimmt. Der Ständerat dürfte der Rehabilitierung nächste Woche zustimmen. Der Tessiner Historiker Raphael Rues hat die Ereignisse in seinem Buch «Kampfzone Ossola» aufgearbeitet. Im Tagesgespräch mit Iwan Santoro erzählt er, wie nah die Wirren des Zweiten Weltkriegs damals an die Schweizer Grenze heranrückten.
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Folge vom 10.06.2026Wolf Grabendorff: Nach Venezuela und Iran nun Kuba?Die Lage in Kuba spitzt sich zu, die USA erhöhen den Druck. Die UNO warnt vor einer humanitären Krise. Steht die Insel vor einem Wendepunkt? Und welche Lehren lassen sich aus Venezuela ziehen? Zu Gast ist der Politikwissenschaftler und Lateinamerika-Experte Wolf Grabendorff. Kuba leidet unter den US-Sanktionen: Nun fordert der UN-Hochkommissar für Menschenrechte deren sofortige Aufhebung und warnt vor dramatischen Folgen für die Bevölkerung. In Venezuela stellt sich die Frage: Wie steht das Land ein halbes Jahr nach dem Sturz von Nicolás Maduro da? Und in Peru kämpfen die Kandidatinnen und Kandidaten um die Präsidentschaft mit Folgen weit über die Landesgrenzen hinaus. Über die politischen Umbrüche in Südamerika spricht David Karasek mit dem Lateinamerika-Experten Wolf Grabendorff. Der deutsche Politikwissenschaftler war Gastprofessor für internationale Beziehungen an der Universität von Quito in Ecuador. Er hat in den letzten 40 Jahren in mehreren Ländern Lateinamerikas gelebt und für die SPD-nahe Friedrich Ebert Stiftung zahlreiche Programme geleitet.
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Folge vom 09.06.2026Stefan Blättler: «Wir gehen von terroristischen Motiv aus»Zwei grosse Fälle innerhalb eines Monates beschäftigen die Schweiz: Ein Mann sticht in Winterthur auf Passanten ein. Und wenige Wochen vorher wird im Bundesamt für Polizei ein Maulwurf aufgedeckt. Hat die Schweiz ein Sicherheitsproblem? Bundesanwalt Stefan Blättler ist zu Gast bei Simone Hulliger. Der mutmassliche Täter von Winterthur befindet sich in Untersuchungshaft. Man könne mittlerweile von einem mutmasslich terroristisch motivierten Attentat sprechen, sagt Bundesanwalt Stefan Blätter. Da fragt sich: Wann wird ein Täter von der Bundesanwaltschaft wegen Terror angeklagt und wann gilt er als psychisch krank? Braucht es mehr Austausch von Daten zwischen Kliniken und Sicherheitsbehörden? Weiter erklärt Stefan Blättler, wo die Ermittlungen im Fall «Maulwurf im Fedpol» stehen. Wem hat der mutmassliche Täter Infos zukommen lassen – und wie sicher ist Blättler, dass nicht auch seine Behörde unterwandert ist? Stefan Blättler ist seit 2022 Bundesanwalt damit oberster Ermittler der Schweiz.