Nicht nur das VBS und alt Bundesrätin Amherd kommen schlecht weg im Untersuchungsbericht zum Fixpreis beim F-35: Auch das Parlament liess sich trotz Warnungen mit Beschwichtigungen abspeisen. Kritische Fragen an SVP-Ständerat Werner Salzmann, einen der einflussreichsten Sicherheitspolitiker.
Werner Salzmann gehörte und gehört im Parlament zu den vehementesten Befürwortern des F-35. Die Enthüllungen der Geschäftsprüfungskommission zum Fixpreis-Debakel findet auch er skandalös. Doch weshalb ignorierte auch er die Warnungen? Warum will er einen Schlussstrich ziehen, statt die Untersuchung auszuweiten? Und wieso unterstützt Salzmann einen zusätzlichen Milliardenkredit für den Kauf von 36 statt der vom Bundesrat vorgeschlagenen 30 Jets? Der SVP-Ständerat nimmt Stellung in der Samstagsrundschau.
Beim F-35-Kauf herrschte Zeitdruck: Das Vorgängerflugzeug F/A-18 wird nicht mehr lange fliegen können, der Ukrainekrieg hat den Handlungsbedarf verdeutlicht. Heute ist die Situation ähnlich: Die Schweiz muss unter Zeitdruck Flugabwehrsysteme kaufen. Drohen die gleichen Fehler wie beim F-35: unklare Verträge, grosse Versprechungen und am Ende Mehrkosten?
Thema in der Sendung ist auch die Finanzierung der Aufrüstung: Die vorberatende Kommission des Ständerats will einen Rüstungsfonds einrichten, der sich mit bis zu zwölf Milliarden Franken verschulden kann. Kritiker sehen damit die Schuldenbremse geritzt – die SVP als Verteidigerin der Schuldenbremse zieht trotzdem mit. Weshalb?
Als Ergänzung zum Tagesgespräch finden Sie hier jeweils samstags die aktuelle Ausgabe der Samstagsrundschau.
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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.
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Folge vom 12.09.2026Samstagsrundschau: Was lernt das Parlament aus der F-35-Affäre?
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Folge vom 11.09.2026Michael Butter: 9/11 und die VerschwörungstheorienKaum ein Ereignis hat so viele Verschwörungstheorien hervorgebracht wie die Anschläge vom 11. September. Doch für den Historiker Michael Butter markiert 9/11 nicht den Beginn, sondern das Ende einer Ära und den Anfang einer gefährlichen politischen Entwicklung. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 brachten zahlreiche Verschwörungstheorien hervor, insbesondere die Behauptung, die US-Regierung stecke selbst dahinter. In Europa, besonders in Deutschland und Frankreich, basierten 9/11-Verschwörungstheorien stark auf Antiamerikanismus. In den USA hingegen entstanden sie aus enttäuschtem Vertrauen in die eigene Regierung, nachdem sich die Lügen über Massenvernichtungswaffen im Irak herausstellten. Historischer Wendepunkt: 9/11 markiert das Ende einer Ära, in der sich das gesamte politische Establishment geschlossen gegen Verschwörungstheorien stellte. Danach wurden sie zunehmend von politischen Akteuren, insbesondere der Republikanischen Partei, instrumentalisiert und legitimiert. Michael Butter ist Professor für amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte an der Universität Tübingen und forscht seit 20 Jahren zu Verschwörungstheorien. Er ist zu Gast bei David Karasek.
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Folge vom 10.09.2026Maren Peters und die Flutkatastrophe im HimalayaVor zwei Wochen löste sich im Grenzgebiet zwischen China und Nepal ein riesiger Murgang und riss einen Teil eines Gletschers mit. Wie gross die Verwüstung ist, hat SRF-Südasienkorrespondentin Maren Peters mit eigenen Augen vor Ort gesehen. Ein Bergsturz von enormen Ausmassen hatte eine neun Meter hohe Flutwelle zur Folge. Über 1400 Menschen verloren ihr Leben, Tausende werden vermisst. Menschen, Tiere, Autos und ganze Dörfer wurden weggerissen. Angehörige warten verzweifelt, ob im Schlamm Familienangehörige und Freunde gefunden werden. Die Gerichtsmediziner und Rettungskräfte arbeiten bis zu 40 Stunden am Stück, erzählt SRF-Südasienkorrespondentin Maren Peters, die ins Katastrophengebiet gereist ist. Die Aufräumarbeiten werden noch Jahre lang dauern, doch Geld dafür fehlt. Und die Frage bleibt: Wann kommt die nächste Flutwelle? Denn die Temperaturen in der Region werden in den kommenden Jahren hoch bleiben. Maren Peters ist zu Gast bei Ivana Pribakovic.
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Folge vom 09.09.2026Abduselam Halilovic: «Das Kopftuchverbot ist diskriminierend»«Kopftuchverbote diskriminieren Frauen und insbesondere Musliminnen doppelt», sagt Abduselam Halilovic, Vorstandsmitglied der Vereinigung der Islamischen Organisationen Zürich. Er setzt sich dafür ein, dass religiöse Symbole im öffentlichen Raum sichtbar bleiben. Mehrere Kantone wollen Kopftücher an den Schulen verbieten. Das sei nicht nur diskriminierend, sondern löse auch kein einziges Problem, sagt Abduselam Halilovic. Er ist Vorstandsmitglied der Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich (VIOZ), die rund 80 Prozent der Moscheegemeinschaften im Kanton Zürich vertritt. Halilovic ist als Sohn eines bosnischen Imams in Schlieren aufgewachsen und studierte Islamwissenschaft, Geschichte, Politikwissenschaft und Religionsphilosophie an der Universität Zürich. Seit dem Frühling 2026 ist er ausserdem Präsident der Interreligiösen Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz (Iras Cotis) und fördert den Austausch von allen Religionen in der Schweiz. Er ist zu Gast bei David Karasek.