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Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg Folgen
Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.
Folgen von Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg
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Folge vom 17.02.2023#93 Sicherheitskonferenz ohne Russland – verpasste Chance?Bei der Münchner Sicherheitskonferenz steht der Ukraine-Krieg im Mittelpunkt. Eine russische Delegation wird nicht dabei sein. Ex-Nato-General Bühler findet es nicht gut, dass nicht zumindest ein Versuch unternommen wurde, ins Gespräch zu kommen. Immerhin seien Gespräche mit China geplant. Zur aktuellen Lage: Es gab wieder einen Gefangenenaustausch. Unter anderem konnten Kämpfer in die Ukraine zurückkehren, die mit um Mariupol gekämpft haben. Heftig sind die Kämpfe weiter im Bereich um Bachmut. Laut Bühler haben die Russen ihre Aktivitäten intensiviert. Von einer großen Offensive will er noch nicht sprechen. Vielmehr könnte es sein, dass die russische Führung eine Offensive befohlen habe, die Armee aber dazu noch gar nicht in der Lage sei. Stichwort Panzerlieferungen: Lange wurde Deutschland von anderen Ländern gedrängt, Kampfpanzer zu liefern. Nun aber bremsen einige dieser Länder bei der gemeinsamen Umsetzung der Leopard-Lieferungen. Warum ist das so und was hat das für Auswirkungen für die ukrainische Armee? Und: Wir geben eine kurze Einschätzung der bisherigen Arbeit des neuen Bundesverteidigungsministers Pistorius. Bühler findet viele lobende Worte und Ähnlichkeiten zu einem früheren Verteidigungsminister, der ebenso einen sehr guten Ruf hatte. Zum Abschluss geht es um eine Umfrage, bei der Deutsche befragt wurden, ob sie ihr Land gegen einen militärischen Angriff verteidigen würden. Bühler hält von solchen Befragungen eher wenig. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 14.02.2023#92 Ben Hodges: Frustriert über die Zögerlichkeit des WestensEine besondere Ausgabe: Dieses Mal analysieren Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler die Lage im Ukraine-Krieg nicht allein, sie haben fachkundige Unterstützung aus den USA: Ben Hodges, früherer Generalleutnant der US-Armee und Ex-Oberkommandierender der US-Landstreitkräfte in Europa von 2014 bis 2017 – und seine Frau, die Historikerin Alexandra Schwarzkopf, als Übersetzerin. Bühler und Hodges kennen und schätzen sich seit vielen Jahren. Natürlich tauschen sie sich auch regelmäßig über den Ukraine-Krieg aus. Hodges gilt mit Blick auf die Chancen der Ukraine, den Krieg zu gewinnen, als Optimist. Er sagt: Willen und Logistik gewinnen einen Krieg – und da habe die Ukraine Vorteile. Außerdem: 50 Nationen unterstützten die Ukraine, Russland bekomme im Wesentlichen nur iranische Unterstützung. Im Detail analysiert er, warum die russische Armee bisher hinter den Erwartungen der meisten Analysten zurückgeblieben ist. Vorteile der Russen sieht Hodges bei der schieren Masse an Soldaten und Munition. Bühler sagt, dass die Ukraine jetzt eigentlich wieder in die Offensive kommen müsste. Vielmehr hätten aber die Russen derzeit die Initiative. Hodges sagt, die Ukraine halte die Linien und könne gezielte Gegenoffensiven planen. Von der westlichen Staatengemeinschaft würde sich Hodges mehr Unterstützung wünschen. Sie müsste deutlich sagen, dass es ihr Ziel sei, dass die Ukraine den Krieg gewinne – und dafür auch mehr Unterstützung bereitstellen. Hodges meint damit auch seine Heimat, die USA – und speziell mehr Panzer. Bühler sagt dazu, 2022 sei die Chance verpasst worden, eher Kampfpanzer an die Ukraine zu liefern. Wie wird der Krieg ausgehen? Hodges sagt, wenn der Westen liefere, was notwendig sei, werde die Ukraine gewinnen. Er findet: Auch die Krim muss wieder ukrainisch werden. Sonst sei es nur eine Frage der Zeit bis zum nächsten russischen Angriff. Bühler äußert sich da zurückhaltender. Die Krim-Frage würde er erst später im Rahmen von Verhandlungen klären wollen. Weitere Themen: Es geht um die Rolle Deutschlands im Krieg. Hodges lobt, nach den USA belege Deutschland Platz 2 bei der Unterstützung der Ukraine. Und: Raketen für die Ukraine mit größerer Reichweite? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 10.02.2023#91 Hat die russische Offensive begonnen?Landesweit hat Russland wieder einmal massiv Städte mit Raketen beschossen. Im Donbass gibt es heftige Kämpfe. Ist das die angekündigte Offensive Russlands? Nein, sagt, Ex-Nato-General Erhard Bühler. Mit einer solchen weiteren Angriffswelle habe man rechnen müssen. Die Lage für die Ukraine sei besonders bei Bachmut kritisch. Deswegen rechnet Bühler damit, dass die Stadt bald geräumt wird. Weitere russische Angriffe gebe es bei Kreminna. Das alles habe mit einer großen russischen Offensive nichts zu tun. Noch nicht. Moderatorin Angela Tesch, die Tim Deisinger vertritt, spricht mit Bühler auch über die Europareise des ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Dieser habe vor allem zwei Botschaften im Gepäck gehabt: Erstens Dank für die erhaltene Hilfe und zweitens die Bitte nach mehr. Von der Reise gehen laut Bühler auch Signale an Russland aus. Und die Debatte um Kampfjets gewinnt weiter an Fahrt. Bühler sagt, langfristig könne es sein, dass der Westen um die Lieferung von Flugzeugen nicht umhinkomme. Dabei gehe es aber zunächst nicht um Deutschland und die Bundeswehr. Der Westen liefert der Ukraine Kampfpanzer. Aber wann werden die da sein? Und wie verändern sich damit die militärischen Fähigkeiten der Ukraine? Dazu gibt es eine Reihe von Hörerfragen. Es geht auch darum, wie der deutsche Leopard 2-Panzer im Vergleich zu russischen Panzern abschneidet. Und es geht um Äußerungen der US-Reporterlegende Seymour Hersh, der behauptet, die USA hätten die Nordstream-2-Pipelines gesprengt. Bühler dazu: „Ich halte das für eine Ente“. Zwei Hauptgründe dafür: Die behauptete Quelle und der Ort von Hershs Veröffentlichung. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 08.02.2023#90 Gab es im März 2022 eine Chance auf Frieden?Vorab eine Info: Wir hatten bei der Aufzeichnung teilweise Tonprobleme und bitten darum, dies zu entschuldigen. Israels früherer Ministerpräsident Naftali Bennett hat in einem Interview gesagt, im März 2022 sei ein Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine möglich gewesen. Er selbst, Bennett, habe den Deal zwischen Russland und der Ukraine eingefädelt. Dieser sei dann von den USA, Frankreich und Deutschland torpediert worden. Das Gespräch hat für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Eine vertane Chance oder ist es viel komplizierter als von Bennett beschrieben? Ex-Nato-General Erhard Bühler hat sich das Interview angeschaut. Er vermutet bei Bennett politische Motive hinter den Aussagen und hat seine Zweifel an deren Wahrheitsgehalt. Das Ganze zeige aber immerhin, dass es 2022 zumindest Versuche gegeben habe, zu einem schnellen Frieden oder wenigstens einem Waffenstillstand zu kommen. Eine verpasste Chance des Westens sieht Bühler nicht. Moderatorin Angela Tesch, die Tim Deisinger vertritt, spricht mit dem Ex-General über die Chance von neuen Friedensinitiativen. Bühler sieht dabei wenig Bewegung aufseiten Russlands. Zur aktuellen Lage: Es tut sich wenig an den Frontlinien. Russland hat im Donbass erhebliche Verluste, zeigt sich aber zufrieden mit dem militärischen Fortkommen. Die Lage bei Bachmut ist schwierig für die Ukrainer, so Bühler. Eine wichtige Rolle spielen dabei zwei Straßen. Wenn die Ukrainer zurückweichen müssen, wo wäre die nächste Verteidigungslinie? Und: Deutschland genehmigt bis zu 178 Leopard 1-Panzer für die Ukraine. Doch viele sind noch reparaturbedürftig. Daneben ist bereits beschlossen, dass die Ukraine Panzer des Typs Leopard 2 bekommt. Deutschland stand da lange auf der Bremse. Inzwischen hat sich das geändert. Nun aber geht es bei den Partnerländern nur schleppend voran. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.