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Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg Folgen
Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.
Folgen von Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg
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Folge vom 01.11.2022#65 Armeeführer, Bluthund, Fußsoldat? Ramsan KadyrowRussland intensiviert seine Angriffe mit Raketen und Drohnen wieder. Die Ukraine macht aber auch Fortschritte bei der Bekämpfung der Geschosse. Die Fronten sind derweil recht stabil im Osten und Süden des Landes. Bei Cherson warten die Ukraine auf den richtigen Zeitpunkt für den nächsten Angriff. Unterdessen gab es offenbar einen ukrainischen Angriff auf die Schwarzmeerflotte. Dabei spielen sogenannte Drohnenboote eine Rolle. Das hat Folgen für die russische Armee. Im Schwerpunkt geht es um Ramsan Achmatowitsch Kadyrow. Manche nennen ihn „den Schrecklichen“ oder „Putins Bluthund“. Kadyrow ist Abkömmling eines Clans, der in der russischen Teilrepublik Tschetschenien seit Langem eine wichtige Rolle spielt. Kadyrow ist Präsident Tschetscheniens mit einer eigenen Nationalgarde. Er fördert den russischen Krieg in der Ukraine, seine Soldaten kämpfen dort in großer Zahl mit. Aufgefallen ist Kadyrow in seiner Vita immer wieder durch Menschenrechtsverletzungen, Grausamkeiten, Korruption und Vetternwirtschaft. In dieser Folge setzen wir uns genauer mit dem Mann auseinander, an dem Präsident Putin offenbar nicht mehr vorbeikommt, wenn er an der Macht bleiben will. Ex-Nato-General Bühler sagt: Kadyrow darf viele Dinge, die andere in Russland nicht dürfen. Und: Russland bietet Friedensgespräche zwischen Präsident Putin und dem US-Präsidenten Biden an, was ist davon zu halten? Wenn Sie auch Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 28.10.2022#64 Wie der Krieg Russland verändertWas macht der Krieg mit der russischen Gesellschaft? Seit Beginn des Krieges wird immer wieder spekuliert, ob sich die Menschen früher oder später gegen Präsident Putin und seinen Krieg auflehnen. Bisher gibt es keine Anzeichen dafür. Vielmehr zeigen einige Beispiele, dass sich die russische Gesellschaft in Teilen radikalisiert. Der Druck auf Präsident Putin von radikaler Seite nimmt zu. Die Saat der Propaganda geht auf. Das traditionell gute deutsch-französische Verhältnis galt über viele Jahre als Motor der EU und Europas insgesamt. Derzeit stockt die Zusammenarbeit, es gibt Verstimmungen zwischen Paris und Berlin. Die Gründe sind vielfältig. Unter anderem geht es um Rüstungsfragen und das Verhältnis zu den USA. Wenn Sie auch Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 25.10.2022#63 Warum der nahende Winter eher Putin nütztWelche neuen Entwicklungen gibt es im Ukraine-Krieg, was bahnt sich in Cherson an, wie wirken "schmutzige Bomben" und was passiert im Winter? Das sind die großen Themen dieser Folge. Ex-General Bühler verweist auf zwei neue Entwicklungen im Ukraine-Krieg. Die Intensität der russischen Luftschläge scheint nachzulassen. Während am Samstag noch 40 Raketenangriffe gemeldet wurden, waren es am Montag nur noch zwei. Gegen die Drohnen habe die Ukraine ein taktisches Konzept gefunden, die Abschussrate liege nun bei 70 Prozent. Außerdem gibt es für Bühler Anzeichen, dass sich die Gruppe Wagner von der russischen Armee löst. Im Raum Charkiw und Luhansk habe sie angekündigt, eine „Wagner-Linie“ zu bauen. Das sei eine Konkurrenz zur eigentlichen Armee. Die russische Führung habe möglicherweise die Gruppe Wagner nicht mehr richtig in Griff. Wie groß ist die Gefahr, dass eine „schmutzige Bombe“ gezündet wird? Bühler macht einen kleinen Ausflug in die Geschichte und beschreibt, seit wann man von dieser Waffe spricht. Dann erklärt er die Wirkung einer "schmutzigen Bombe" und warum er nicht glaubt, dass eine der beiden Seiten sie jemals einsetzt. Nächstes Stichwort: Winter is coming. Tim Deisinger und Erhard Bühler erörtern, was der Winter für den Krieg bedeutet und wem er eher in die Hände spielt. Grundsätzlich macht der Winter es beiden Armeen schwieriger, weil er militärische Bewegungen einschränkt und Mensch und Technik zu schaffen macht. Aber, so Bühler: Kämpfen im Winter begünstigt den Verteidiger. Und im Ukraine-Krieg ist der strategische Aggressor zum taktischen Verteidiger geworden. Insofern könnte der Winter den Russen in die Hände spielen. Denn Putin gewinnt Zeit bis zum Frühjahr, wo sich die Teil-Mobilisierung entfalten könnte. Am Ende erklärt der Ex-General militärische Begriffe. Was versteht man unter Artillerie. Was ist eine Haubitze, wie funktioniert eine Rakete, wie ein Marschflugkörper und wie eine Drohne? Und was kosten die unterschiedlichen Waffen? Beispiel: eine iranische Drohne ca. 20.000 Dollar, eine IRIS-T-Rakete 500.000+. Wenn Sie Fragen an Erhard Bühler haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 21.10.2022#62 Cherson - Vor der möglichen Schlacht am DnjeprWas passiert in und um Cherson? Das ist der Schwerpunkt dieser Podcast-Folge. Zu Beginn analysiert Ex-General Erhard Bühler aber wie immer die strategische Gesamtlage des Krieges. Bei den Landstreitkräften gibt es in den Gegenden um Luhansk und Bachmut wenig Veränderungen. Überlagert wird das aber einerseits durch die Luftangriffe, die sich gegen ukrainische Energiezentren richten und andererseits durch russische Truppenverlegungen nach Belarus, um dort eine gemeinsame Streitmacht zu bilden. Beim Kampf um Cherson macht Bühler eine operative Geduld der ukrainischen Armee aus, die sich auf die Offensive vorbereitet. Bemerkenswert findet er den Vortrag des neuen russischen Oberkommandierenden Surowikin. Es ist für ihn das erste Mal, dass der operative Kommandeur redet. Und wenn der von schwierigen Entscheidungen spreche, dann bereitet er nach Bühlers Einschätzung die russische Bevölkerung auf einen Rückzug der Truppen hinter den Dnjepr vor. Wie wichtig ist Cherson aus militärischen Sicht? Wenn Russland Cherson wieder verliert, muss es von der Möglichkeit Abschied nehmen, auf Odessa zu marschieren. Außerdem sei Cherson das Tor zur Krim - Stichwort Autobahn und Wasserversorgung der Halbinsel. Podcast-Host Tim Deisinger bespricht mit Ex-General Bühler auch, was die Verhängung des Kriegsrechts in den besetzten Gebieten bedeutet und wie es um die Wirkung der Kamikaze-Drohnen steht. "Klingen wie ein Moped, lassen sich aber schwer orten." Bühler meint aber, dass die Ukrainer gelernt hätten, die Drohnen mit schweren Maschinengewehren und Bordkanonen abzuschießen. Zum Abschluss gibt es ein neues Kapitel aus "Bühlers Reise-Tagebuch“. Der Ex-General war in Finnland und erzählt, was er dort in Vorbereitung einer Konferenz gemacht hat. Wenn Sie Fragen an Erhard Bühler haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.