Prof. Dr. Hans-Christoph Dittscheid, Prof. Dr. Hiltrud Kier, Prof. Dr. Barbara Schock-Werner und Dr. Nathalie-Josephine von Möllendorff vertieften im Nachgang zu ihren Vorträgen das Thema Kathedral-Bau im 19. Jahrhundert. Die drei Expertinnen und der Experten diskutierten, moderiert von Akademiedirektor Dr. Achim Budde, im Regensburger "Herzogshof". Der Studientag fand in Zusammenarbeit mit der KEB im Bistum Regensburg und dem Akademischen Forum Albertus Magnus unter dem Titel: "Die „Renaissance“ der Gotik - Kathedral-Bau im 19. und 21. Jahrhundert als Konstruktion von Geschichte und Identität" am 22.11.2025 statt.
Die mächtigen gotischen Kathedralen gelten als Erben unserer mittelalterlichen Vergangenheit. Sie prägen auch heute noch architektonisch viele Städte und bestimmen die Skyline, tauchen prominent auf Werbefotos auf. Doch oft sind diese Kirchen in ihrer jetzigen Gestalt erst im 19. Jahrhundert entstanden, und nicht nur baulich, sondern auch gedanklich und in ihrer Aussagekraft so konstruiert, wie sie sich heute zeigen.
In der Veranstaltung blickten wir auf den gotischen Regensburger Dom, der seine Grundsteinlegung vor 750 Jahren feierte, der aber im 19. Jahrhundert neu erfunden wurde. Wir schauten Deutschlands wohl bekanntesten Dom, den zu Köln, genauer an, ein Werk der evangelischen Könige von Preußen und des deutschen Nationalstolzes. Ein Blick nach Frankreich und in die unmittelbare Gegenwart erläuterte uns am Beispiel des Wiederaufbaus von Notre Dame, warum auch ein dezidiert laizistischer Staat von Geschichtserzählungen mit Gotteshäusern profitiert.
ReligiösTalk
zur debatte Folgen
Dokumentierte Vielfalt hören von Veranstaltungen der Katholischen Akademie in Bayern. Referate, Diskussionen und Gespräche zu Themen, die Kirche und Gesellschaft interessieren: Expertinnen und Experten haben das Wort.
Folgen von zur debatte
230 Folgen
-
Folge vom 25.04.2026Gespräch zum Thema 'Die „Renaissance“ der Gotik - Kathedral-Bau als Konstruktion von Geschichte'
-
Folge vom 25.04.2026Gespräch zum Thema 'War das Grab, in das man den Gekreuzigten gelegt hatte, am Ostermorgen leer?'Das Thema der Biblischen Tage waren die Auferstehungstexte im Neuen Testament, also die biblischen Zeugnisse von der Auferstehung Jesu. Diese bilden die Basis des Christentums. Es ist keine Kirche, keine christliche Kultur ohne diese Texte aus dem Neuen Testament vorstellbar. Aus der sich ergebenden Fülle an Perspektiven auf dieses vielschichtige Thema haben wir die Aufzeichnung der Diskussionsrunde im Arbeitskreis von Professor Bründl ausgewählt. Prof. Dr. Jürgen Bründl ist Inhaber des Lehrstuhls für Fundamentaltheologie und Dogmatik an der Universität Bamberg und seit 2015 zudem Geschäftsführender Direktor des Instituts. Das Gespräch zum Thema 'War das Grab leer?' fand im Rahmen eines Arbeitskreises der Biblischen Tagen 14.4.-16.4.2014 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.
-
Folge vom 02.03.2026Gespräch zum Thema 'Menschenrechte verteidigen - Auf der Suche nach einer gemeinsamen Strategie'Die Professoren Heiner Bielefeldt und Daniel Bogner, Professorin Angelika Nußberger und Generalleutnant Wolfgang Wien machen sich in diesem Beitrag zur Veranstaltung "Menschenrechte verteidigen!" auf die Suche nach einer gemeinsamen Strategie für den Schutz. Unter anderem versuchen sie sich im Gespräch an Konzepten für die Politik, wie man den Verfall der internationalen Ordnung aufhalten kann. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Deggendorf und dem Münchner Bildungswerk statt. Klar wurde in der Diskussion, dass man an Prinzipien festhalten muss, diese aber auch flexibel zu handhaben sind. Die Antwort auf die Frage, wo da die Grenze liegt, fiel ihnen nicht leicht und wurde sehr unterschiedlich gezogen.
-
Folge vom 02.03.2026Wolfgang Wien: Militärische Thesen - Geopolitische Zeitenwende: Die Zeit zu Handeln ist jetzt!Vier Statements aus unterschiedlichen Feldern bildeten den Auftakt unserer Veranstaltung "Menschenrechte verteidigen!" vom 28. Januar 2026. Gerade nach dem Seitenwechsel der USA stehen die sicher geglaubte und immer stabiler gewordene regelbasierte Ordnung der internationalen Politik und mit ihr die Menschenrechte unter großem Druck. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Deggendorf und dem Münchner Bildungswerk statt. Zu ihrem Schutz plädiert Heiner Bielefeldt dafür, in der Politik selbst regelbasiert zu agieren und sich dadurch als verlässlicher Vertragspartner zu bewähren, statt als egoistischer Deal-Maker. Auf rechtlicher Ebene braucht die Justiz Schutz vor Demontage und scharfe Schwerter zur Durchsetzung des Rechts gegen den Stärkeren - postuliert Angelika Nußberger. Generalleutnant Wolfgang Wien spricht sich für ein starkes und einsatzfähiges Militär aus, um uns dauerhaft gegen territoriale und neuartige Übergriffe wehren können. Und ethisch ist es notwendig, hinter dem universellen Anspruch der Menschenrechte auch die einzelnen Geschichten ihrer kraftvollen Durchsetzung zu verstehen – und daraus einen neuen Realismus für heute abzuleiten, so Daniel Bogner.