Drehen Sie Ihre Wohnung auf den Kopf: Alles, was herausfällt, ist Hausrat. Comparis-Versicherungsexperte Harry Büsser erklärt, warum viele ihren Hausrat massiv unterschätzen und wo die grösste Gefahr lauert: die Unterversicherung.
Das Wichtigste zur Hausratversicherung:
Der Selbsttest:
Könnten Sie Ihren gesamten Hausrat morgen neu kaufen, wenn er durch Brand oder Wasserschaden zerstört würde? Kleider, Schuhe, Möbel, Computer, Geschirr, Sportgeräte – die Beträge überraschen viele. Wer Nein sagt, braucht eine Hausratversicherung.
Faustregel anwenden:
· Vermeiden: Kerze nicht neben Vorhänge stellen, Velo am Bahnhof abschliessen
· Vermindern: Rauchmelder montieren, Waschmaschine nicht unbeaufsichtigt laufen lassen
· Selbst tragen: Kleinere Schäden je nach Einkommen selbst zahlen
· Versichern: Was einen finanziell wirklich treffen würde
Spezialversicherungen für Velo und Ski:
Vieles ist bereits über die Hausratversicherung gedeckt – auch Diebstahl ausserhalb der Wohnung, meist bis 2000 – 5000 Franken. Nur bei sehr teuren Geräten lohnt sich ein Zusatz.
Garantieverlängerungen: fast nie sinnvoll:
Ob Mixer, Fernseher oder Laptop – in den meisten Fällen ist ein Defekt kein finanzieller Notfall.
Ausnahme: wer im Schadensfall rasch auf Hilfe angewiesen ist und niemanden im Bekanntenkreis hat, der helfen kann.
Achtung Unterversicherung: Das ist das häufigste Problem.
Wer seinen z.B. Hausrat auf 30'000 Franken schätzt, besitzt in Wirklichkeit oft das Dreifache. Folge: Bei einem Schaden von 10'000 Franken zahlt die Versicherung nur 3000 Franken. Es lohnt sich, die Wohnung einmal realistisch durchzugehen und dies alle paar Jahre erneut zu tun.
Merksatz:
Die richtige Deckungssumme ist wichtiger als jede Handy- oder Garantieversicherung zusammen.
RatgeberLeben & Liebe
Ratgeber Folgen
Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.
Folgen von Ratgeber
50 Folgen
-
Folge vom 05.08.2026Hausratversicherung: Was wirklich wichtig ist
-
Folge vom 04.08.2026Privathaftpflicht: Was sie leistet – und was nicht nötig istDie Privathaftpflicht gehört zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Versicherungsexperte Harry Büsser von Comparis erklärt, warum kaum jemand darauf verzichten sollte – und wo man trotzdem Geld sparen kann, ohne sich zu gefährden. Das Wichtigste zur Privathaftpflicht: Unverzichtbar für alle: Die Privathaftpflicht zahlt, wenn man anderen versehentlich Schaden zufügt. Ein kleiner Kratzer kann sich zu einem teuren Folgeschaden entwickeln. Niemand ist jeden Tag fehlerfrei – erst recht nicht in Haushalten mit Kindern oder Tieren. Bei der Deckungssumme nicht knausern: Verletzt man jemanden ernsthaft, können die Kosten enorm hoch werden. Eine zu tiefe Deckungssumme kann teuer zu stehen kommen. Zusammenziehen? Police überprüfen: Wer mit dem Partner, der Partnerin, mit Kolleginnen oder Kollegen oder auch in eine WG zusammenzieht, hat plötzlich zwei oder mehr Privathaftpflichten im Haushalt. Das Risiko verdoppelt sich nicht – die Prämie schon. Darum: Vorige kündigen und gemeinsam versichern. Nur versichern, was zum eigenen Leben passt: · keine Drohnenversicherung ohne Drohne · kein Haustierzusatz ohne Haustier · kein Zusatz für fremde Fahrzeuge, wenn man nie fremde Autos fährt Privathaftpflicht ≠ Rechtsschutzversicherung: Die Privathaftpflicht wehrt Forderungen gegen einen ab – passiver Schutz. Die Rechtsschutzversicherung ermöglicht zusätzlich aktives Vorgehen, etwa wenn man selbst einen Anwalt braucht. Merksatz: Nur versichern, was wirklich zum eigenen Alltag gehört – nicht was man irgendwann vielleicht mal brauchen könnte.
-
Folge vom 03.08.2026Richtig versichert: Die 4-Schritte-Faustregel im CheckZu viel versichert? Zu wenig? Versicherungsexperte Harry Büsser von Comparis erklärt die wichtigste Faustregel: Bevor man eine Police abschliesst, sollte man vier Fragen stellen – und zwar in dieser Reihenfolge. Die 4-Schritte-Faustregel – so geht man vor: Risiko vermeiden: Wer das Risiko gar nicht eingeht, muss es nicht versichern. Z.B. Teure Uhr zuhause lassen statt an den Strand mitnehmen. Im Ausland Bahn statt Mietwagen. Risiko vermindern: Einfache Massnahmen, die Schäden verhindern oder begrenzen. Z.B. Rauchmelder installieren, Helm tragen, Velo abschliessen, Laptop im Auto verdecken. Selbst tragen: Kleine Schäden, die einen nicht in finanzielle Not bringen, einfach aus der eigenen Tasche zahlen. Wer über Jahre Prämien zahlt, gibt oft mehr aus als er je an Schäden hätte. Versichern – aber nur bei echten Grossschäden: Die Schlüsselfrage: Würde mich dieser Schaden finanziell aus der Bahn werfen? Solche Risiken gehören versichert. Z.B. Kaputtes Handy oder zerbrochene Sonnenbrille – ärgerlich, aber kein Notfall. Ein Ambulanzjet aus Südostasien hingegen kostet schnell mehrere zehntausend Franken. Merksatz: «Versichern sollte man nicht den verlorenen Fünfliber, sondern den finanziellen Grossbrand.»
-
Folge vom 31.07.2026Mit Hund und Katze in die FerienWer sein Heimtier in die Ferien mitnehmen will, sollte sich frühzeitig über die nötigen Impfungen informieren. Und auch Erkundigungen zu allfälligen Krankheiten und Vorschriften im Reiseland sind unerlässlich. Vor der Reise gilt es folgendes zu beachten: · Ist das Tier gegen Parasiten, Zecken und Bandwürmer behandelt? · Sind die nötigen Dokumente, wie Ausweis etc. noch aktuell? · Sind Impfpass und Impfungen (vorallem gegen Tollwut) vorhanden? · Kennzeichnung durch Chip oder Tätowierung? · Einreiseverbot für kupierte Hunde? · Rassenverbot oder Maulkorbpflicht? · Brauche ich eine Tierhaftpflichtversicherung?