Im Winter 2024 prägte der Historiker Niall Ferguson einen Begriff, der
seitdem die politische Debatte dominiert: Vibe Shift. Die Trump-Wahl war
für ihn das Zeichen eines globalen Stimmungsumschwungs. Die
Vorherrschaft der Linksliberalen sei gebrochen, die alte Ordnung falle
in sich zusammen. Es beginne eine neue Zeit der Stärke und Dominanz, in
der die globale Rechte den Ton angebe.
Anderthalb Jahre später ist Viktor Orbán abgewählt. Und auch Donald
Trump steht schwächer da denn je. Seit einigen Monaten taumelt er von
Niederlage zu Niederlage und in seiner Maga-Bewegung toben brutale
Richtungskämpfe. In dieser Lage treffen sich Sozialdemokraten aus der
ganzen Welt zu einer großen Strategiekonferenz in Barcelona.
In dieser Folge von Was Jetzt – der Wahlkreis fragen unsere Hosts Lisa
Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch: Welchen Plan hat die Linke?
Was sind die Gründe für den Streit bei den Rechten? Und kommt Trumps
Überwältigungsstrategie an ein Ende?
SHOWNOTES
Götz Aly in der FAS
Fergusons Vibe-Shift-Text
Tucker Carlson und sein Bruder über Trump
New York Times: How Trump took the U.S. to war with Iran
DIE ZEIT (Robert Pausch) über die linke Strategiekonferenz in Barcelona
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Folge vom 25.04.2026Spezial »Der Wahlkreis«: Sind die Rechten doch zu schlagen?
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Folge vom 25.04.2026Einblicke in einen rechtsextremen Jugendbund: Wer ist der Jungadler?Nach Recherchen der ZEIT soll sich seit mehr als einem Jahrzehnt eine rechtsextreme Gruppe namens Jungadler weitgehend im Verborgenen bewegen. Die Gruppe veranstaltet Lager und Fahrten, organisiert Schulungen an sogenannten »Führerschulen« und richtet sich an Kinder und Jugendliche aus Neonazi-Milieus, ohne dabei öffentlich in Erscheinung zu treten oder um neue Mitglieder zu werben. Die Sicherheitsbehörden halten sich bedeckt. Der Verfassungsschutz bestätigt lediglich, die Organisation sei bekannt. Die ZEIT hat über ein Jahr im Umfeld der Gruppe recherchiert und dabei unter anderem Reiseberichte, Fotobücher und interne Unterlagen ausgewertet, die erstmals tiefere Einblicke in das Netzwerk erlauben. Spuren führen bis in den Bundestag hinein, in die Fraktion der AfD. Luisa Hommerich, Redakteurin im Investigativressort der ZEIT, gibt im Podcast Einblicke in die Recherche. Ein US-Soldat soll vertrauliche Informationen für eine lukrative Onlinewette genutzt haben. Der US-Soldat wurde angeklagt, weil er auf der Prognoseplattform Polymarket auf einen Einsatz der USA in Venezuela gewettet haben soll. Er selbst soll vorher Teil der militärischen Planungen gewesen sein. Nach Angaben der Bundesstaatsanwaltschaft in New York werden dem 38-Jährigen nun unter anderem die unrechtmäßige Nutzung vertraulicher Regierungsinformationen zum persönlichen Vorteil, der Diebstahl nicht öffentlicher Regierungsinformationen, Rohstoffbetrug, Überweisungsbetrug sowie unzulässige Geldtransaktionen vorgeworfen. Ihm drohen mehrere Jahre Haft. Ingo Malcher, Redakteur im Wirtschaftsressort der ZEIT, ordnet den Fall ein und schildert, warum es kein Zufall ist, dass unter Donald Trumps zweiter Präsidentschaft der Insiderhandel an vielen Stellen floriert. Und sonst so? Wie viel Warnhinweis braucht das Fischbrötchen? Moderation und Produktion: Fabian Scheler Redaktion: Elise Landschek Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Sophia Boddenberg Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Rechtsextremer Jugendbund: Sie haben ein Einser-Abi. Und gehen zur »Führerschule« Jugendbund Jungadler: Kind eines AfD-Abgeordneten war in NS-Jugendbund aktiv Polymarket: Wie der Chef, so das Gefolge US-Militäreinsatz in Venezuela: US-Soldat wegen Insiderwette auf Maduros Festnahme angeklagt Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 24.04.2026Millionen für Kulturprojekte und ein politischer RücktrittBerlins parteilose Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson hat ihren Rücktritt angekündigt und den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) um ihre Entlassung gebeten. Anlass ist ein Bericht des Berliner Landesrechnungshofs, der bei der Vergabe von Fördermitteln für Projekte gegen Antisemitismus schwere Rechtsverstöße und Versäumnisse feststellt. Bereits zuvor hatte Wedl-Wilson ihren Staatssekretär Oliver Friederici entlassen. Ihren Rücktritt begründet sie mit politischer Verantwortung und dem Ziel, weiteren Schaden im Kampf gegen zunehmenden Antisemitismus in Berlin abzuwenden. Was wird ihr konkret vorgeworfen, und welche Folgen hat der Rücktritt – auch für die Berliner CDU? Darüber spricht Raoul Löbbert, Redakteur im Kulturressort der ZEIT, im Podcast. Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future ruft bundesweit zu Protesten gegen die Energiepolitik der Bundesregierung auf. In rund 60 Städten demonstrieren Aktivistinnen und Aktivisten am »Gas-Aktionstag« vor Rathäusern sowie Parteibüros von CDU und SPD. Vorab kritisierte die Bewegung die CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Die Aktivistin Carla Reemtsma wirft ihr vor, mit ihrer Politik fossile Konzerne zu begünstigen und die Energiewende auszubremsen. Kritik kam vor allem wegen Plänen für Gaskraftwerke auf, die künftig die Stromversorgung absichern sollen, und die derzeit noch regierungsintern abgestimmt werden. Petra Pinzler, Korrespondentin in der Hauptstadtredaktion der ZEIT, ordnet im Podcast ein, welche Rolle Fridays for Future heute noch in der Klimadebatte spielt. Außerdem im Update: - Bundestag und Bundesrat haben die Senkung der Mineralölsteuer sowie eine steuerfreie Entlastungsprämie für Beschäftigte beschlossen: - Der Tankrabatt soll ab dem 1. Mai für zwei Monate gelten und die Spritpreise um rund 17 Cent pro Liter senken – wobei noch unklar ist, wie genau sich das auf die Preise an den Tankstellen auswirken wird. - Die Entlastungsprämie erlaubt Arbeitgebern bis Ende Juni 2027, freiwillige, steuerfreie Zahlungen von bis zu 1.000 Euro an Beschäftigte zu leisten. Und sonst so? Ein Berliner Platz erinnert künftig an die jüdische Widerstandskämpferin Eva Mamlok Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Elise Landschek Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Marco Fründt Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Fördermittelaffäre: Kai Wegner entlässt Berliner Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson Klimaschutz: Fridays for Future wirft Katherina Reiche Kungelei mit Gaslobby vor Liveblog: Irankrieg Entlastungspaket: Bundestag stimmt für Tankrabatt und steuerfreie Entlastungsprämie Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 24.04.2026Eine Klimakonferenz der WilligenAb heutigem Freitag treffen sich im kolumbianischen Santa Marta schätzungsweise rund fünfzig Staaten erstmals zu einer Konferenz, bei der es nur um den Ausstieg aus Öl, Kohle und Gas gehen soll. Die Regierungskonferenz wird von Kolumbien und den Niederlanden gemeinsam ausgerichtet – aus Frust über die Ergebnisse der COP29 in Aserbaidschan und auch bei der COP30 im brasilianischen Belém 2025. Dort verhinderten einige Staaten, dass der Fossilausstieg als zentrale Voraussetzung von Klimaschutz festgeschrieben wurde. Rund 90 Prozent aller Kohlendioxid-Emissionen der Menschheit entstehen durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas. Der ZEIT Wissen-Redakteur Stefan Schmitt spricht im Podcast über die Konferenz. Am vergangenen Wochenende hat der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez zu einer sozialdemokratischen Strategiekonferenz nach Barcelona eingeladen. Die »Global Progressive Mobilisation« sollte der Linken den Weg aus ihrer Krise weisen – mit der Konzentration auf Wirtschaftsfragen. Mehr als 4.000 Menschen haben daran teilgenommen, darunter waren etwa 100 Politiker aus 40 Ländern, Wissenschaftler und weitere Gäste. Wie wollen die Linken in Zukunft also wieder erfolgreicher werden? Der politische Korrespondent der ZEIT, Robert Pausch, war in Barcelona dabei. Und sonst so? Teure Cockpit-Selfies zum Abschied. Moderation und Produktion: Roland Jodin Redaktion: Moses Fendel Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Mira Schrems Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Transitioning-away-Conference: Organisierter Entzug Abschluss der Klimakonferenz: Das fossile Zeitalter endet, nur der Plan fehlt COP30: Diese Klimakonferenzen können wir uns sparen Linke Konferenz in Barcelona: Themen für den Küchentisch Politische Linke: So einfach ist es nicht Die Linke: Über die Chancen einer neuen linken Politik Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.