Berlins parteilose Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson hat ihren Rücktritt
angekündigt und den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) um ihre
Entlassung gebeten. Anlass ist ein Bericht des Berliner
Landesrechnungshofs, der bei der Vergabe von Fördermitteln für Projekte
gegen Antisemitismus schwere Rechtsverstöße und Versäumnisse feststellt.
Bereits zuvor hatte Wedl-Wilson ihren Staatssekretär Oliver Friederici
entlassen. Ihren Rücktritt begründet sie mit politischer Verantwortung
und dem Ziel, weiteren Schaden im Kampf gegen zunehmenden Antisemitismus
in Berlin abzuwenden. Was wird ihr konkret vorgeworfen, und welche
Folgen hat der Rücktritt – auch für die Berliner CDU? Darüber spricht
Raoul Löbbert, Redakteur im Kulturressort der ZEIT, im Podcast.
Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future ruft bundesweit zu Protesten
gegen die Energiepolitik der Bundesregierung auf. In rund 60 Städten
demonstrieren Aktivistinnen und Aktivisten am »Gas-Aktionstag« vor
Rathäusern sowie Parteibüros von CDU und SPD. Vorab kritisierte die
Bewegung die CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Die Aktivistin
Carla Reemtsma wirft ihr vor, mit ihrer Politik fossile Konzerne zu
begünstigen und die Energiewende auszubremsen. Kritik kam vor allem
wegen Plänen für Gaskraftwerke auf, die künftig die Stromversorgung
absichern sollen, und die derzeit noch regierungsintern abgestimmt
werden. Petra Pinzler, Korrespondentin in der Hauptstadtredaktion der
ZEIT, ordnet im Podcast ein, welche Rolle Fridays for Future heute noch
in der Klimadebatte spielt.
Außerdem im Update:
- Bundestag und Bundesrat haben die Senkung der Mineralölsteuer sowie
eine steuerfreie Entlastungsprämie für Beschäftigte beschlossen:
- Der Tankrabatt soll ab dem 1. Mai für zwei Monate gelten und die
Spritpreise um rund 17 Cent pro Liter senken – wobei noch unklar
ist, wie genau sich das auf die Preise an den Tankstellen auswirken
wird.
- Die Entlastungsprämie erlaubt Arbeitgebern bis Ende Juni 2027,
freiwillige, steuerfreie Zahlungen von bis zu 1.000 Euro an
Beschäftigte zu leisten.
Und sonst so? Ein Berliner Platz erinnert künftig an die jüdische
Widerstandskämpferin Eva Mamlok
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Marco Fründt
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Fördermittelaffäre: Kai Wegner entlässt Berliner Kultursenatorin Sarah
Wedl-Wilson
Klimaschutz: Fridays for Future wirft Katherina Reiche Kungelei mit
Gaslobby vor
Liveblog: Irankrieg
Entlastungspaket: Bundestag stimmt für Tankrabatt und steuerfreie
Entlastungsprämie
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Folgen von Was jetzt?
2000 Folgen
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Folge vom 24.04.2026Millionen für Kulturprojekte und ein politischer Rücktritt
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Folge vom 24.04.2026Eine Klimakonferenz der WilligenAb heutigem Freitag treffen sich im kolumbianischen Santa Marta schätzungsweise rund fünfzig Staaten erstmals zu einer Konferenz, bei der es nur um den Ausstieg aus Öl, Kohle und Gas gehen soll. Die Regierungskonferenz wird von Kolumbien und den Niederlanden gemeinsam ausgerichtet – aus Frust über die Ergebnisse der COP29 in Aserbaidschan und auch bei der COP30 im brasilianischen Belém 2025. Dort verhinderten einige Staaten, dass der Fossilausstieg als zentrale Voraussetzung von Klimaschutz festgeschrieben wurde. Rund 90 Prozent aller Kohlendioxid-Emissionen der Menschheit entstehen durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas. Der ZEIT Wissen-Redakteur Stefan Schmitt spricht im Podcast über die Konferenz. Am vergangenen Wochenende hat der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez zu einer sozialdemokratischen Strategiekonferenz nach Barcelona eingeladen. Die »Global Progressive Mobilisation« sollte der Linken den Weg aus ihrer Krise weisen – mit der Konzentration auf Wirtschaftsfragen. Mehr als 4.000 Menschen haben daran teilgenommen, darunter waren etwa 100 Politiker aus 40 Ländern, Wissenschaftler und weitere Gäste. Wie wollen die Linken in Zukunft also wieder erfolgreicher werden? Der politische Korrespondent der ZEIT, Robert Pausch, war in Barcelona dabei. Und sonst so? Teure Cockpit-Selfies zum Abschied. Moderation und Produktion: Roland Jodin Redaktion: Moses Fendel Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Mira Schrems Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Transitioning-away-Conference: Organisierter Entzug Abschluss der Klimakonferenz: Das fossile Zeitalter endet, nur der Plan fehlt COP30: Diese Klimakonferenzen können wir uns sparen Linke Konferenz in Barcelona: Themen für den Küchentisch Politische Linke: So einfach ist es nicht Die Linke: Über die Chancen einer neuen linken Politik Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 23.04.2026Schah-Sohn Pahlavi sucht Unterstützung in Berlin (Update)Reza Pahlavi ist erstmals zu politischen Gesprächen in Berlin, um für die Unterstützung der iranischen Opposition zu werben. Treffen mit Mitgliedern der Bundesregierung sind nicht geplant. Pahlavi wirft dieser vor, im Umgang mit dem iranischen Regime zu nachgiebig zu sein und den Dialog mit ihm zu verweigern. Innerhalb der iranischen Opposition ist seine Rolle umstritten: Während einige Gruppen ihn unterstützen, kritisieren andere ihn unter anderem wegen einer möglichen Rückkehr zur Monarchie und seiner Haltung zum Krieg der USA und Israels. Begleitet wird sein Besuch von Demonstrationen in Berlin. Welche Stimmung dort herrscht, berichtet ZEIT-Volontär Omid Rezaee. Auf Zypern treffen sich die Staats- und Regierungschefs der EU zu einem informellen Gipfel. Per Video zugeschaltet ist auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der über die aktuelle Lage im Krieg in der Ukraine berichtet. Weitere Themen sind die Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon sowie die Situation im Iran. Kurz vor dem Gipfel haben die USA und Iran ihre Waffenruhe verlängert. Die EU-Staaten sind nicht direkt an den Verhandlungen beteiligt. Wie und wo sich europäische Staaten aber beteiligen könnten, erklärt Johanna Roth, Auslandskorrespondentin der ZEIT. Außerdem im Update: Im Landtag von Sachsen-Anhalt haben CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke eine Reform verabschiedet, die demokratische Institutionen stärken soll. Ziel ist es, Blockaden zu verhindern und die Funktionsfähigkeit von Parlament und Verfassungsgericht zu sichern. Die AfD kritisiert die Änderungen als undemokratisch. Und sonst so? Das ist das Pressefoto des Jahres Moderation und Produktion: Helena Schmidt Redaktion: Moses Fendel Mitarbeit: Marco Fründt, Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp. Weitere Links zur Folge: Unruhen in Iran: "Mehrheit will ein säkulares Regierungssystem" Sohn des letzten Schahs: Reza Pahlavi kritisiert Bundesregierung für Haltung zum Regime im Iran Israel-Iran-Krieg: "Europa ist den Menschen im Iran in den Rücken gefallen" Führung im Iran: Wer im Iran jetzt um Macht kämpft Krieg in der Ukraine: Selenskyj befürchtet durch Irankrieg weitere Engpässe bei Flugabwehr Ukrainekarte aktuell: Ukrainische Soldaten befreien offenbar Andrijiwka Israel und Libanon: Reden über die Hisbollah, ohne die Hisbollah Liveblog: Irankrieg: Folgen des Irankriegs vergrößern laut UN die weltweite Armut deutlich Iranverhandlungen: Ausweg dringend gesucht Parlamentsreform in Sachsen-Anhalt: Im Zweifel für die Demokratie Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 23.04.2026Landtagsreform in Sachsen-Anhalt: Stärkt das den Staat – oder die AfD?Im Landtag von Sachsen-Anhalt wollen CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke an diesem Donnerstag eine Reform zum Schutz demokratischer Institutionen beschließen. Hintergrund ist die Landtagswahl im September und die Möglichkeit eines Wahlsiegs der AfD, die einen grundlegenden politischen Umbau angekündigt hat. Die AfD kritisiert die Reform und sieht sich dadurch benachteiligt. Die anderen Parteien sagen dagegen, dass die Änderungen der allgemeinen Stabilität demokratischer Strukturen dienen sollen. Wie sinnvoll die Reform sein kann, ordnet ZEIT-Redakteur Martin Nejezchleba ein. Das britische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das den Verkauf von Zigaretten und E-Zigaretten an alle ab dem 1. Januar 2009 geborenen Menschen dauerhaft verbietet. Das Rauchen selbst bleibt erlaubt, ebenso der Kauf von Vapes. Gesundheitsminister Wes Streeting spricht trotzdem von einem »historischen Moment« und einer künftigen rauchfreien Generation. Großbritannien ist eines der ersten Länder weltweit, das ein solches generationsbezogenes Tabakverbot einführt. Wie das Gesetz in der Praxis funktionieren kann, erklärt Ingo Arzt, Redakteur im Gesundheitsressort der ZEIT. Und sonst so? Wie man Fußballgeschichte schreibt: Marie-Louise Eta im Exklusivinterview Moderation und Produktion: Rita Lauter Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Marco Fründt, Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp. Weitere Links zur Folge: Wahlumfragen zu Landtagswahlen: So schneiden die Parteien in den Bundesländern derzeit ab Bundesverfassungsgericht: Bundesrat stimmt Reform zum Schutz des Verfassungsgerichts zu AfD-Wahlprogramm Sachsen-Anhalt: Sanfter Ton, radikale Pläne Bundesverfassungsgericht: Resilienz light AfD Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalts AfD beschließt Wahlprogramm Demokratie in Deutschland: Mutig sein – auch wenn es schmerzt Rauchstopp: Das Mittel, mit dem die Zigarette einfach nicht mehr kickt Tabakverbot in Großbritannien: Britisches Parlament verabschiedet Gesetz für Verbot von Tabakverkauf Tabakkonsum: Warum Sie genau heute mit dem Rauchen aufhören sollten Genussmittel als Gesundheitsrisiko: Die Menschen wollen das so? Bullshit Rauchverbot: Verbotsunkultur, wohin man blickt Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.