Nach der Klausurtagung des CDU-Präsidiums hat Bundeskanzler Friedrich
Merz am heutigen Montagvormittag auf einer Pressekonferenz die
Abgrenzung seiner Partei von der AfD betont. Mit Blick auf die im
kommenden Jahr anstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg,
Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt sagte Merz:
"Wahrscheinlich ist bei diesen Wahlen die AfD unser Hauptgegner." CDU
und AfD hätten grundsätzlich verschiedene politische Überzeugungen. Die
Rechtsaußen-Partei sei an Lösungen nicht interessiert, sondern wolle
spalten und ausgrenzen, ergänzte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann.
In der vergangenen Woche hatten mehrere aktive und ehemalige
Unionspolitiker den Unvereinbarkeitsentschluss von 2018 infrage gestellt
und für eine Öffnung zur AfD plädiert. Um der AfD den Nährboden zu
entziehen, will die Bundesregierung nun Probleme lösen – aber welche?
Das erklärt ZEIT-Politikredakteurin Mariam Lau.
Wegen der Bedrohung durch Russland wollen Deutschland und Island
militärisch enger zusammenarbeiten. Verteidigungsminister Boris
Pistorius war dafür heute in Reykjavík und wurde vom Nato-Partner mit
offenen Armen empfangen. Beide Länder unterzeichneten eine
Absichtserklärung, die eine engere Kooperation vorsieht: So soll die
Bundeswehr künftig einen Stützpunkt für ihre Schiffe und U-Boote auf
Island bekommen. Auch deutsche Aufklärungsflugzeuge könnten dort
stationiert werden. Zudem wollen beide Staaten ihre Zusammenarbeit bei
der Cyberabwehr ausbauen. Island sei als Tor zur Arktis in einer
geografisch wichtigen Position, sagte Pistorius. Im Gespräch
erklärt Peter Dausend aus dem Hauptstadtbüro der ZEIT, was in Island
genau besprochen wurde und wohin es für Boris Pistorius als Nächstes
geht.
Außerdem im Update: Durch Serverausfälle bei Amazon Web Services am
Montagmorgen und -vormittag hat es weltweit große Internetprobleme
gegeben. Diese sollen dem Unternehmen zufolge nun weitestgehend behoben
sein. An einer vollständigen Behebung des Problems werde weiterhin
gearbeitet.
Und sonst so? Uraltdino in Argentinien ausgebuddelt.
Außerdem: Für ein Was-jetzt?-Spezial suchen wir nach jungen Menschen,
die für die Wehrpflicht sind und sich vorstellen könnten, Deutschland zu
dienen. Schicken Sie uns doch gerne eine kurze Sprachnachricht an unsere
neue WhatsApp-Nummer: +49 152 581 816 15.
Moderation und Produktion: Hannah Grünewald
Redaktion: Mounia Meiborg, Moses Fendel
Mitarbeit: Maximilian Renzikowski, Mira Schrems
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
CDU-Klausur: "Wahrscheinlich ist bei diesen Wahlen die AfD unser
Hauptgegner"
Umgang mit der AfD: Mal wieder wackelt die Brandmauer
CDU-Politiker: Der schwarz-blaue Sehnsuchtssatz
Nato: Deutschland und Island vereinbaren engere Militärkooperation
Russland und die Nato: Wenn Deutschland als Drehscheibe zur Zielscheibe
wird
Nato-Militärübung: Nato-Staaten beginnen jährliche
Atomverteidigungsübung
Serverprobleme bei AWS: Amazon Web Services gibt Entwarnung bei
Cloud-Störung
Cloud-Störung: Weltweite Störungen bei Onlinediensten wegen
Amazon-Serverproblemen
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro
im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen.
[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
finden Sie HIER.
Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle
Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen.
Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen
Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
Nachrichten
Was jetzt? Folgen
Der Nachrichtenpodcast der ZEIT. Montag bis Freitag um 6 und um 17 Uhr, Samstag und Sonntag um 6 Uhr. Samstags vertiefen wir ein Thema in längeren Spezialfolgen. Noch mehr Hintergrundberichte zu aktuellen Nachrichten gibt es in der ZEIT und auf zeit.de. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen unter www.zeit.de/wasjetzt-abo
Folgen von Was jetzt?
2000 Folgen
-
Folge vom 20.10.2025Update: CDU und AfD – Freund oder Feind?
-
Folge vom 20.10.2025Eine Waffenruhe von kurzer DauerNach etwas über einer Woche könnte die Waffenruhe zwischen Israel und Gaza schon wieder am Ende sein. Laut Israels Armee hat die Hamas mehrmals Soldaten angegriffen. Daraufhin habe Israel mehrere Luftangriffe im Süden des Gazastreifens gestartet. Die Hamas bestreitet die Vorwürfe bislang. Seit Tagen beschuldigen sich beide Seiten, die Waffenruhe nicht einzuhalten. Das US-Außenministerium hatte bereits im Vorfeld vor einem Bruch der Waffenruhe durch die Hamas gewarnt, was die Terrororganisation jedoch bestreitet. Steffi Hentschke, Nahostkorrespondentin für die ZEIT, ordnet im Podcast ein, was dieser Bruch für das Fortbestehen einer Waffenruhe bedeutet und wie die Vermittlerstaaten, vor allem die USA, auf die Vorfälle blicken. Immer mehr Menschen in Deutschland fühlen sich depressiv. Doch in der Bevölkerung zeigen sich je nach Einkommen und Bildungsstand Unterschiede: Menschen mit geringerem Einkommen und niedrigerem Schulabschluss berichten häufiger von depressiven Symptomen. Bei Menschen mit niedrigem Einkommen leiden 33 Prozent unter depressiven Gefühlen, während es bei Menschen mit hohem Einkommen nur acht Prozent sind. Das fand ein Forschungsteam des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Berliner Charité in einer Studie heraus. Armut erhöht das Risiko, an einer Depression zu erkranken, um das Dreifache. Denn Menschen in Armut leben häufiger unter prekären Umständen, und viele können sich etwa eine vollwertige Mahlzeit alle zwei Tage nicht leisten. Wie genau Armut und mentale Gesundheit zusammenhängen und warum das Thema auch für die Politik wichtig ist, analysiert Anaïs Kaluza aus dem Gesundheitsressort der ZEIT. Und sonst so: Die Ampel der Zukunft – mit vier Farben für autonome Fahrzeuge Moderation und Produktion: Roland Jodin Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Miriam Mair Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp. Lernen Sie unsere Podcast-Hosts neu kennen und entdecken Sie Ihren nächsten Lieblingspodcast – beim ZEIT Podcast Club. Jetzt Tickets sichern. Weitere Links zur Folge: Gazakrieg: Israel wirft Hamas Bruch von Waffenruhe vor und greift Gaza an Liveblog: Krieg in Gaza: Hamas bestreitet Verantwortung für Angriffe auf israelische Soldaten Gazakrieg: Trump droht der Hamas mit tödlichem Einsatz Psychische Gesundheit: Psychisch belasteter denn je Psychische Gesundheit in Krisen: "Menschen überschätzen, wie glücklich Reichtum macht" Grundsicherung: Zwei Paar Schuhe sind für viele Bürgergeldempfänger Luxus Armuts- und Reichtumsbericht: Immerschlimmeritis Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
-
Folge vom 19.10.2025Die USA protestieren gegen ihren "Möchtegern-König"In den USA haben am gestrigen Samstag landesweit mehr als 2.600 Protestaktionen stattgefunden. Unter dem Motto "No Kings" gingen Millionen Menschen gegen die Regierung von US-Präsident Donald Trump auf die Straße. Schon im Juni hatten viele Bürgerinnen und Bürger gegen Autoritarismus und die Militarisierung der Demokratie demonstriert. Auslöser für die Proteste gibt es etliche: Trump weitet den Einsatz der Nationalgarde beständig auf weitere Städte aus, er schränkt die Pressefreiheit ein, ist verantwortlich für die Entlassung von Tausenden Angestellten des Bildungsministeriums und will Universitäten in ihrer Wissenschaftsfreiheit einschränken. Auch in der Hauptstadt Washington, D. C. haben gestern Menschen demonstriert. Wie war die Stimmung auf den Straßen, und wer sind die Menschen, die sich gegen Trump auflehnen? In Bolivien wählen die Menschen am heutigen Sonntag einen neuen Präsidenten. Im ersten Wahlgang im August erreichte kein Kandidat die absolute Mehrheit. Fest steht aber schon jetzt: Der neue Präsident wird ein rechtskonservativer sein. Die Entscheidung wird in einer Stichwahl zwischen dem christlich-demokratischen Senator Rodrigo Paz und dem konservativen Kandidaten Jorge Quiroga Ramírez fallen. Nach knapp zwei Jahrzehnten linker Regierungen zeichnet sich also ein politischer Kurswechsel ab. Bolivien ist nicht das einzige lateinamerikanische Land, das im Moment nach rechts rückt. Die "rosa Welle", der Aufschwung der Linken in Lateinamerika zu Beginn des Jahrtausends, scheint endgültig vorbei zu sein – etwa in Argentinien, Paraguay und Ecuador. Welche Gründe es für diesen Trend gibt, erklärt Alexandra Endres, Lateinamerikaexpertin der ZEIT. Und sonst so: Die 77. Frankfurter Buchmesse geht zu Ende Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Victoria Kempter, Miriam Mair Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp. Lernen Sie unsere Podcast-Hosts neu kennen, und entdecken Sie Ihren nächsten Lieblingspodcast – beim ZEIT Podcast Club. Jetzt Tickets sichern. Weitere Links zur Folge: "No Kings"-Proteste: Veranstalter rechnen mit Millionen Menschen bei Protesten gegen Trump USA: Landesweite Massenproteste gegen Donald Trump Portland: "Die Leute werden von ICE aus ihren Autos gezerrt" Medien in den USA: Sie liegen ihm zu Füßen US-Regierung: Gericht erlaubt weitere Entlassungen im US-Bildungsministerium Universitäten in den USA: Angriff auf den Geist Bolivien: Mitte-rechts-Kandidat gewinnt überraschend erste Wahlrunde in Bolivien Bolivien: Der Dschungelkönig Lateinamerika: Was ist los in Lateinamerika? Javier Milei: Der Feind seines Staates Südamerika: Konservativer Santiago Peña gewinnt Wahl in Paraguay Quito: Ecuadors Wahlrat erklärt Noboa zum Sieger der Präsidentschaftswahl Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
-
Folge vom 18.10.2025Spezial "Der Wahlkreis": Warum so viele Regierungen in Europa wackelnÜberall in Europa klammern sich Regierungen derzeit an fragile Mehrheiten, sind Staatschefs gelähmt von Uneinigkeit in der eigenen Partei oder dem Widerstand der Opposition. Bündnisse fallen lange vor dem eigentlichen Wahltermin in sich zusammen. Jeder Staat hat seine eigene Geschichte, sein eigenes politisches System – und doch gibt es Probleme, mit denen alle gerade zu kämpfen haben. Aber wie kommt es dazu? Was steckt hinter der politischen Instabilität? Und warum ist das Regieren in Europa derzeit so verdammt schwierig? In der neuen Folge von "Was jetzt? – Der Wahlkreis" diskutieren Lisa Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch über die politische Dauerkrise auf dem Kontinent und die neue Kluft, die die Gesellschaften trennt. Warum schauen linke Eliten mit Scham auf ihre Wähler und warum profitieren gerade nur die rechten Parteien von der Globalisierung? Shownotes: Christophe Guilluy über Metropolia und Périphéria Die neue Strategie der Labour Party Und hier noch mal ausbuchstabiert zum Parteitag Didier Eribon – "Rückkehr nach Reims" "Von Mitterand zu Macron" Aufsatz von Piketty et al. Sehr lesenswerter Kommentar zu Piketty Oxford-Politologe Ben Ansell zu Labours Midlife-Crisis – insgesamt ein sehr lesenswerter Substack! Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.