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Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.

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Folgen von Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

378 Folgen
  • Folge vom 01.09.2023
    #146 Rennt der Ukraine die Zeit davon?
    Der Herbst naht. In dieser Folge sprechen Jan Kröger und der frühere Nato-General Erhard Bühler darüber, ob die Ukraine vor der Schlammperiode noch genug Zeit hat, ihre Offensive zu einem Erfolg zu führen. Bühler sagt, die Zeit laufe im Krieg immer davon. Er glaube aber nicht, dass das Wetter die Offensive der Ukrainer zeitnah zum Stehen bringen werde. Je nach Wetter blieben noch vier bis acht Wochen. Und auch dann könne es weitergehen. Man dürfe die Auswirkungen der Schlammperiode nicht überbewerten. Ein anderer Punkt sei die Unterstützung der Ukraine durch den Westen. Hier spiele der Faktor Zeit ebenso eine wichtige Rolle. Bühler sagt, die Ukraine brauche mehr Unterstützung durch die europäischen Länder. Zur aktuellen Lage: Im Süden und Osten greift die Ukraine weiter an. Südlich von Bachmut erzielt sie weitere kleine Erfolge. Hauptsächlich binde die Ukraine dort nennenswerte russische Kräfte, so Bühler. Im Süden ist die ukrainische Armee inzwischen bis zur schwer befestigten „Surowikin“-Linie vorgedrungen. Bühler sagt, die Ukraine wolle hier den operativen Durchbruch erreichen. Auf Wunsch von mehreren Hörern geht es in dieser Folge außerdem um den Begriff „Brückenkopf“. Wo genau spielt der gerade eine Rolle in der Ukraine und was muss alles getan werden, damit ein Brückenkopf gebildet, gehalten und ausgebaut werden kann? Das erklärt Bühler auch anhand aktueller Entwicklungen. Denn die Ukraine hat unter anderem bei Cherson einen Brückenkopf über den Dnipro gebildet. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 29.08.2023
    #145 Befreiung von Robotyne: Wie geht es weiter?
    In dieser Folge sprechen Jan Kröger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über die jüngsten Erfolge der Ukraine bei ihrer Offensive. Die Rückeroberung des Ortes Robotyne ist nach Meinung des Generals wichtig. Von einem strategischen Durchbruch möchte er aber noch nicht sprechen. Bei der Offensive wird nun als nächstes der Ort Tokmak in den Fokus rücken. Bühler geht davon aus, dass die Ukraine versuchen wird, ihn von seinen Verbindungslinien abzuschneiden. Es gebe aber zahlreiche Risiken. So sei Tokmak von den Russen zu einer Festung ausgebaut worden. Kröger und Bühler schauen aber auch auf die Reaktionen der Russen. Berichten zufolge verlegen sie Teile der 76. Garde Luftsturmdivision aus der Oblast Luhansk in den Süden. "Das wird dazu führen, dass die Russen in der Region Luhansk kaum Optionen haben." An einen Durchbruch ist laut General für sie dort dann nicht zu denken. Außerdem gibt es eine russische Gegenoffensive im Nordosten an der Front im Raum Kupjansk und Lyman. Wie gefährlich ist diese Offensive? Was ist das Ziel der Russen? Der General schätzt auch die Situation auf der Halbinsel Krim ein, wo die Ukraine ein paar Erfolge zu verzeichnen hatte. Sie hat es unter anderem geschafft, ein Flugabwehrsystem S-400 zu zerstören. Bühler erkennt hier eine klare militärische Strategie. Außerdem bewertet er eine Äußerung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, der eine Entmilitarisierung der Krim unter bestimmten Voraussetzungen für möglich hält. Diese Folge thematisiert auch noch einmal den wahrscheinlichen Tod von Wagnergruppenchef Jewgeni Wiktorowitsch Prigoschin und die Folgen. Pawel Latuschka, ein belarussischer Oppositionspolitiker, warnt: Wagner-Söldner bekämen neue Reisepässe aus Belarus. Sie könnten in die EU einreisen und möglicherweise Terror-Anschläge verüben. Wie hoch ist diese Gefahr? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 25.08.2023
    #144 Was Prigoschins möglicher Tod für den Krieg bedeutet
    In dieser Folge sprechen Jan Kröger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über den mutmaßlichen Tod des Chefs der Söldnergruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin. Er und sein Stellvertreter Utkin sollen an Bord eines Flugzeug gewesen sein, das 300 Kilometer entfernt von Moskau abgestürzt ist. Bühler geht davon aus, dass eine Bombe oder eine Boden-Luftrakete den Absturz verursacht hat. Die Indizien, die dafür sprechen, erläutert er ausführlich. Auf den Krieg in der Ukraine wird der mögliche Tod Prigoschins laut Bühler keinen großen Einfluss haben. Dieser habe sich schon ab Mai aus dem Krieg abgemeldet. Allerdings sei mit Konsequenzen für die Wagner-Gruppe zu rechnen. Die Organisation sei oder werde zerschlagen. Eine Gefahr wird Bühler zufolge von ihr nicht mehr ausgehen. Das ein oder andere Mitglied werde vielleicht in die russische Armee gehen und dann gehe von ihm eine Bedrohung aus. Aber das betreffe nicht die Mehrheit der Söldner. Kröger und Bühler schauen auch auf die Lage an der Front. Nach Angaben des Ex-Nato-Generals hat die Ukraine vor allem in der Nähe der Stadt Robotyne erhebliche Fortschritte erzielt und die erste Verteidigungslinie durchbrochen. Sie könne möglicherweise Folgekräfte einsetzen, um in Richtung Asowsches Meer anzugreifen. "Das ist eine gute taktische Ausgangsposition, um einen operativen Durchbruch zu wagen", so Bühler. Der Ex-Nato-General bezieht auch Stellung zu einem Artikel der "New York Times", wonach hochrangige US-Militärs enttäuscht über die ukrainische Gegenoffensive seien. So habe die Ukraine zu viele Truppenteile an den falschen Orten. Sie müsse sich auf den Süden konzentrieren, um in Richtung Melitopol voranzukommen. Bühler erläutert, warum er diese Einschätzung nicht teilt. Außerdem bewertet er ausführlich den ukrainischen Angriff auf eine Tupolew vom Typ Tu-22M3 auf russischem Gebiet. Er geht auch auf die zugesagten Lieferungen von F16-Kampfjets durch Norwegen ein. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 22.08.2023
    #143 Die Ausrüstung der Soldaten
    In dieser Folge beschäftigen sich Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler sehr ausführlich mit der Frage eines Hörers. Er will wissen: Welche praktische Fähigkeit muss eigentlich die Ausrüstung eines Standard-Infanteristen haben? In seiner Antwort geht Bühler ins Detail und beschreibt Uniform, Waffen, Erste Hilfe oder Aufklärungsmittel. Er geht auch auf das Programm "Infanterist der Zukunft" ein. Gerade bei der Kommunikation wird sehr deutlich, wie modern Bundeswehr-Soldaten heute ausgerüstet sind. Sie haben laut Bühler einen "elektronischen Rücken". Sie könnten ihre Standorte permanent übermitteln und Lageinformationen weitergeben. Alles werde auf einer digitalen Karte dargestellt. Bühler zählt auch auf, was in der Notration EPA alles enthalten ist. Die ukrainische Armee kann dem Ex-General zufolge mit der Ausrüstung der Bundeswehr nicht mithalten, auch wenn sie Fortschritte gemacht habe. Bei der russischen Armee gebe es große Unterschiede zwischen den Einheiten. Ein weiteres Thema sind die zugesagten Lieferungen von F16-Kampfjets der Niederlande und von Dänemark an die Ukraine. Bis es soweit sei, werde es aber noch dauern, meint Bühler. Vorher müssten ukrainsche Piloten ausgebildet werden. Außerdem sei noch einiges zu klären. Dabei gehe es auch um Waffenlieferungen für die Flugzeuge. Weiterhin meint Bühler, dass sich Deutschland an der F-16-Koalition beteiligen könne, zum Beispiel durch die Bereitstellung von Infrastruktur, Ausbildung und Munition. "Das könnte nach dem Taurus jetzt die nächste Diskussion werden", so der Ex-General. Er hoffe, dass hier schon Überlegungen da seien. Natürlich schauen Deisinger und Bühler auch auf die aktuelle Lage. Auf den südlichen Angriffs-Achsen bei Melitopol und Berdjansk geht es laut Bühler für die Ukraine langsam voran. Die Russen verlören deutlich mehr Artillerie und Munition als die Ukrainer. Diese hätten die erste Sicherungslinie durchstoßen, die erste Hauptverteidigungslinie sei nahezu erreicht. Die Russen führten dagegen bei Kupjansk erfolgreich einen Entlastungsangriff durch. Allerdings hätten sie dort aber keine Reserven mehr. Was das Ziel der Russen dort ist, erklärt Bühler ausführlich. Bühler stellt außerdem fest, dass die Ukrainer sich auf die russischen Kampfhubschrauber besser eingestellt hätten. Drei von ihnen hätten sie abgeschossen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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