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Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg Folgen
Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.
Folgen von Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg
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Folge vom 18.08.2023#142 Friedenslösung "Land gegen Nato-Mitgliedschaft"?In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über umstrittene Äußerungen aus der Nato. Es geht um den Direktor des Büros von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg, Stian Jenssen. Der hatte in einer Podiumsdiskussion gesagt, eine mögliche Lösung für den Ukraine-Krieg könne darin bestehen, dass das Land Territorium abgebe und im Gegenzug Nato-Mitglied werde. Bühler findet die Aussagen nicht gut. Sie seien ein Fehler gewesen. Jenssen spreche aber auch nicht für die Nato. Er sei keine führende Persönlichkeit in der Nato, sondern ein Büroleiter. Bühler glaubt auch nicht, dass über einen solchen Weg zum Frieden in der Nato derzeit wirklich nachgedacht wird. Eine solche Lösung wäre laut Bühler schlecht für die internationale Ordnung, weil sie Russlands Angriffskrieg belohnen würde und die Unverletzlichkeit von Grenzen in Frage stelle. Jenssen selbst ist nach seinen Äußerungen inzwischen zurückgerudert und hat sich entschuldigt. Zur aktuellen Lage: Die Ukraine greift im Raum Bachmut und im Süden weiter an. Dabei wurden weitere Teile der bisher in Reserve gehaltenen Offensivkräfte eingesetzt. Im nordöstlichen Teil der Front – bei Kupjansk – greift die russische Armee an. Bühler sieht darin Entlastungsangriffe, die erfolgreich verlaufen. Denn die Erfolge der russischen Armee in diesem Abschnitt hätten dafür gesorgt, dass die Ukraine dort Reserven einsetzen müsse, die eigentlich für die Offensive bestimmt gewesen seien. Außerdem geht es um die Flugbereitschaft der Bundeswehr, die in den vergangenen Tagen unfreiwillig Schlagzeilen gemacht hat. Hintergrund ist, dass Außenministerin Annalena Baerbock bei einer geplanten Pazifikreise strandete und ihre Reise schließlich absagen musste. Bühler erklärt zunächst, was die Flugbereitschaft ist, wie viele Flugzeuge sie hat und was zu ihren Aufgaben gehört. Der Ex-General sagt: Der Vorfall sei ärgerlich. Es sei aber falsch, zu behaupten, die Flugbereitschaft der Bundeswehr sei unzuverlässiger als andere Fluglinien. Für Forderungen nach einer Abschaffung der Flugbereitschaft hat er kein Verständnis. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 15.08.2023#141 Russische Seeminen vor rumänischer KüsteIn dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über die Explosion einer russischen Seemine vor der Küste Rumäniens, in der Nähe des Badeorts Costinesti. Laut Bühler gab es schon mehrere Vorfälle mit russischen Seeminen. Rumänien habe sie aber nicht als Angriff gewertet und werde auch nicht in den Krieg eintreten. Außerdem erklärt der Ex-Nato-General, welche verschiedenen Arten von Seeminen es gibt, wie sie funktionieren und wie sie entschärft werden können. Auch die aktuelle Lage ist in dieser Folge Thema. Laut Bühler kommen die Ukrainer im Süden weiter langsam, aber stetig voran: "Das klingt wenig, ist aber angesichts der starken Verteidigung durchaus bemerkenswert." Außerdem bekämpfe die Ukraine die russische Artillerie sehr erfolgreich. Nach Einschätzung von Bühler hat die Ukraine dort zum ersten Mal nicht nur eine qualitative Überlegenheit bei der Artillerie, sondern auch eine quantitative. Außerdem hätten die Russen Probleme mit einer "Überdehnung der russischen Verteidigung". Was damit gemeint ist, erklärt Bühler ausführlich. Er geht aber auch auf die Erfolge der Russen in Kupjansk und Swatowe ein. Deisinger befragt Ex-Nato-General Bühler ausführlich zu den Entwicklungen in der aktuellen Taurus-Debatte. "Ich denke, dass Deutschland am Ende Taurus liefern wird", so Bühlers Prognose. Bedenken, die unter anderem von Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer kommen, teilt Bühler nicht. Es gebe keine Hinweise, dass die Ukraine sich nicht an die Abmachungen mit dem Westen halte und dann mit Taurus Ziele in Russland angreifen werde. Bühler erklärt auch, warum das Taurus-System die ukrainischen Flugzeuge schützen würde. Er geht aber auf die technischen Schwierigkeiten ein, die bei einer Lieferung überwunden werden müssten. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 11.08.2023#140 Über Nato-Skepsis und AntiamerikanismusZur aktuellen Lage: Laut Ex-Nato General Erhard Bühler hat die Ukraine an der südlichen Front die Initiative. Sie sei aber weit von einem Durchbruch entfernt. Im Osten ist die russische Armee an einigen Frontabschnitten im Vorteil. Die Ukraine hat deswegen Reserven dorthin verlegt. Außerdem geht es ausführlich um die Rolle der Nato, die auch viele Hörerinnen und Hörer beschäftigt. Einige sehen das Bündnis kritisch, andere positiv. Es geht unter anderem um folgende Aspekte: Welche Rolle spielt die Türkei im Bündnis? Was eint die Mitgliedsstaaten und was trennt sie? Steckt hinter der Kritik an der Nato oft Antiamerikanismus? Und was haben die USA in der Geschichte getan, das diese Kritik ausgelöst hat? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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Folge vom 08.08.2023#139 Die Attacken auf die Krim-BrückenIn dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über die ukrainischen Angriffe auf die Krim-Brücken. Zuletzt wurden die Tschonhar-Brücke und die Henitschesk-Brücke beschädigt. Bei beiden handelt es sich Bühler zufolge um logistische Versorgungsstraßen für die russische Armee. Aber auch die Versorgung über die beschädigte Kertsch-Brücke erfolge nur mit Einschränkungen. Bühler erklärt ausführlich, wie gefährlich die Angriffe für die Russen werden könnten. Deisinger stellt dem Ex-Nato-General außerdem die Frage, ob die Ukraine bei ihrer Offensive einem tatsächlichen Durchbruch näher gekommen ist? Bühler geht auch auf die unterschiedlichen Angriffs-Achsen ein. Ein weiteres Thema sind die russischen Luftangriffe. Laut Bühler wurden auf die Ukraine innerhalb von zwölf Stunden 70 Flugkörper abgeschossen. Es handle sich um einen der größten Luftangriffe in letzter Zeit. Er sei von langer Hand geplant gewesen und stehe nicht im Zusammenhang mit den Angriffen auf die Krim-Brücken. Bühler vermutet, die Russen hätten militärische Ziele treffen wollen wie Stützpunkte für die Storm-Shadow-Raketen. Warum er an den Erfolgs-Meldungen der Russen zweifelt, erklärt er ausführlich. Natürlich sprechen Deisinger und Bühler auch über den Ukraine-Gipfel in Dschidda. Der Ex-Nato-General lobt die Initiative Saudi-Arabiens. Auch wenn es keine Abschlusserklärung gebe, handle es sich um einen Erfolg für die Ukraine. Zum einen sei China mit dabei gewesen. Zum anderen seien sich die Teilnehmer einig gewesen, dass die territoriale Integrität der Ukraine gewahrt bleiben müsse. Bemerkenswert sind auch Aussagen von Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, welche die "New York Times" veröffentlicht hat. Seine Aussagen zur Präsidentschaftswahl in Russland und zu den Kriegszielen bewertet Bühler kritisch. Er geht davon aus, das Ziel der Peskow-Aussagen sei gewesen, im Westen Diskussionen auszulösen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.