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Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.

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Folgen von Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

378 Folgen
  • Folge vom 04.08.2023
    #138 Bachmut: Russische Armee in Bedrängnis
    In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler ausführlich über die aktuelle Lage. Laut Bühler gab es einige bemerkenswerte Ereignisse. Zunächst geht der Blick auf die Region Bachmut. Dort sei die Lage der russischen Armee schlecht, so Bühler. Die Russen müssten Verstärkungen von einem anderen Frontabschnitt heranbringen, was dort wiederum Auswirkungen habe. Im Süden komme die ukrainische Armee langsam aber stetig voran. Die Russen hätten dort keine nennenswerten Reserven mehr. Neuigkeiten gibt es laut Bühler auch bezüglich eines ukrainischen Brückenkopfs über den Dnipro bei Cherson. Außerdem fliegen wir mal die sogenannte Parlamentsschleife bei Rüstungsprojekten. Soll heißen, wir erklären, welche Rolle der Bundestag bei der Entscheidung über Anschaffungen der Bundeswehr hat. Das Parlament muss Anschaffungen ab einem Auftragsvolumen von 25 Millionen Euro zustimmen. Diese Parlamentsschleife ist vor vielen Jahren aus gutem Grund eingeführt worden. Sie verzögert den Prozess jetzt oft extrem, erklärt Bühler. Dabei muss die Bundeswehr im Zuge der angekündigten Zeitenwende viele neue Aufgaben stemmen und braucht dafür entsprechende Ausrüstung. Bühler ist deswegen für eine Lockerung oder gar für eine Abschaffung der Regel. Weitere Themen: Stellen die Russen neue Verbände auf? + Nato-Eskorte für Getreidefrachter im Schwarzen Meer? + Angriffe auf russische Einrichtungen auf der Krim. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 01.08.2023
    #137 Die Taurus-Debatte
    In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über den Taurus. Dabei handelt es sich um einen deutschen Langstrecken-Luft-Boden-Marschflugkörper. Er wird von einem Flugzeug verschossen und hat dann eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern. Der Marschflugkörper ist laut General Bühler nur schwer vom Radar zu erkennen, so dass die Luftverteidigung Probleme habe, sie zu bekämpfen. Bühler kann Berichte nicht bestätigen, dass nur 150 Taurus-Marschflugkörper der Bundeswehr von insgesamt 600 einsatzbereit seien. Er erklärt aber, warum es plausibel ist, dass nicht immer alle sofort eingesetzt werden können. In Deutschland wird im Moment intensiv darüber debattiert, ob Deutschland an die Ukraine solche Taurus-Marschflugkörper liefern sollte. Bühler würde das unter bestimmten Bedingungen sinnvoll finden. Militärisch wären sie seiner Meinung nach für die Ukraine im Krieg ein Gewinn. Mit den Kampfflugzeugen, die der Ukraine im Moment zur Verfügung stünden, sei der Taurus aber kaum kompatibel. Mit F16-Kampfflugzeugen könne das Problem aber behoben werden. Außerdem sei es sinnvoll, sich bei der Lieferung von Marschflugkörpern mit den USA abzustimmen. Bühler plädiert dafür, immer darauf zu achten, dass die Bundeswehr einsatzfähig bleibe. Deisinger und Bühler schauen auch in dieser Folge natürlich wieder auf die aktuelle Lage. Bühler zufolge ist die Lage, was den Frontverlauf angeht, unverändert. Es gebe geringfügige Geländegewinne der Ukraine bei Bachmut und im Süden. Entscheidender sei aber die Zerstörung der russischen Logistik, Gefechtsständen, Versorgungslinien und Radarstellungen. Da sei die Ukraine erfolgreich, so Bühler. Außerdem stellt er fest, dass sich die Ziele der großräumigen Luftangriffe der Russen verlagert haben - von den Hafenstädten wie Odessa wieder auf Städte in der zentralen und in der östlichen Ukraine. Dazu gehörten Sumy, Cherson und die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Krywyj Rih. Ausführlich wird Bühler von Deisinger zu den ukrainischen Drohnen-Angriffen auf Moskau befragt. Der Ex-Nato-General geht davon aus, dass es sich um legitime Ziele handelt. Allerdings müsse man bei der Bewertung vorsichtig sein, weil die Zielplanung nicht bekannt sei. Die Angriffe auf Moskau haben laut Bühler keine unmittelbaren militärischen Auswirkungen. Allerdings müsse Russland viel Aufwand betreiben, um Moskau zu schützen. Das seien Mittel, die Russland im Krieg an anderer Stelle fehlten. Präsident Wladimir Putin könne die Bevölkerung nicht schützen. Der Krieg sei auch in Moskau angekommen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 28.07.2023
    #136 Neue Phase der ukrainischen Offensive
    In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über die neue Phase der ukrainischen Offensive. Dabei geht es vor allem um einen Angriff der Ukraine bei Robotyne, rund 60 Kilometer südöstlich von Saporischschja entfernt. Dort wird laut Bühler eine Brigade eingesetzt, die bisher noch nicht im Einsatz war. Die Ukraine komme links und rechts von Robotyne voran. Es sei unwahrscheinlich, dass die Russen den Ort halten könnten. Wenn der Ort falle, sei die erste Hauptverteidigungslinie der Russen durchbrochen. Der Ex-Nato-General weist aber auch darauf hin, dass die Ukrainer immer noch nicht ihre Hauptkräfte einsetzen. Von den neuen Brigaden, die mit westlichem Material ausgerüstet seien, könne man bisher nichts sehen. Bühler fasst zusammen, insgesamt sei die Ukraine "auf einem guten Weg". Kritik an der ukrainischen Vorgehensweise findet er ungerecht und erklärt auch, warum. Außerdem thematisiert er russische Geländegewinne, die es ebenfalls gibt, und ordnet sie ein. Ausführlich beschäftigen sich Deisinger und Bühler mit der Nato und ihrer Glaubwürdigkeit. Bühler verweist auf eine Umfrage, nach der 54 Prozent der Deutschen der Nato vertrauen, 36 Prozent eher nicht. Auch wenn die Mehrheit der Nato vertraue, sei das nicht ausreichend. Was muss sich ändern? Bühler sieht auch die Politiker in der Verantwortung. Sie müssten mehr sicherheitspolitische Fragen in der Öffentlichkeit diskutieren. Ein Grund für das vorhandene Misstrauen gegenüber der Nato sieht Bühler auch in einem "offen zur Schau gestellten Anti-Amerikanismus". Deisinger und Bühler hören auch in eine Nato-kritische Rede der Linken-Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen rein und beschäftigen sich mit ihren Argumenten. Die Abgeordnete stellt unter anderem in Frage, ob die Nato nur ein Verteidigungsbündnis sei. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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  • Folge vom 25.07.2023
    #135 Wagner in Belarus
    In dieser Folge schauen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler nach Belarus. Nach dem Aufstand der Wagner-Gruppe ist es ruhiger geworden um die Söldner und ihren Chef Jewgeni Prigoschin. Es ist unklar, wie viele Soldaten Wagner noch hat. Bühler berichtet von Zahlen, nach denen Wagner bei den Kämpfen in der Ukraine die große Mehrheit der Truppen durch Tod oder Verwundung verloren hat. Die in Russland verbliebenen Angehörigen dürften über kurz oder lang Teil der russischen Armee werden. In Belarus sollen aktuell etwa 10.000 Wagner-Söldner sein. Was genau sie dort tun, darüber gibt es verschiedene Angaben. Das angrenzende Polen ist auf jeden Fall alarmiert und verlegt Truppen an die Grenze zu Belarus. Bühler hält das für nachvollziehbar. Es sei wahrscheinlich, dass Russlands Präsident Wladimir Putin die Wagner-Präsenz in Belarus nutzen werde, um Drohungen gen Polen und Ukraine auszusenden. Aktuelle Lage: Im Osten der Ukraine greift die russische Armee zwischen Swatowe und Kreminna an. An einer Stelle ist sie mehrere Kilometer vorgerückt. Ziel dürfte das Erreichen eines Flusses sein. Die Ukrainer erzielen dagegen bei Bachmut weitere Geländegewinne. Im Süden stehen die russischen Truppen unter Druck, da die Ukraine weiter angreift. Es gibt ukrainische Geländegewinne, allerdings sehr langsam. Die Ukraine kann darüber hinaus Erfolge vermelden im Kampf gegen Versorgungslinien im russischen Hinterland. Und es gab Drohnenangriffe auf Moskau. Weitere Themen: Neue Munition für die Ukraine. +++ Unbedachte Äußerungen des ukrainischen Präsidenten und die Abberufung des ukrainischen Botschafters in Großbritannien. +++ Der Bundeswehrbericht zum Ukraine-Krieg. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.
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