Haustierfutter aus Insekten, vegane Ernährung, getreidefrei – es mag im Trend sein, doch was ist sinnvoll? Tierernährungs-Expertin Annette Liesegang ordnet die alternativen Futterkonzepte für Hund und Katze ein.
Getreide: Kein Teufelszeug
Die Angst vor Getreide im Tierfutter kommt aus der menschlichen Ernährungsdebatte. Für Hunde sind Kohlenhydrate grundsätzlich kein Problem. Bei der Katze ist weniger Getreide sinnvoller – sie will eigentlich Fleisch. Trotzdem: Trockenfutter braucht Getreidemehl, um seine Form zu behalten. Ein fester, gut geformter Kot zeigt, ob das Tier gut damit zurechtkommt.
Vegan und vegetarisch: Bei der Katze nicht möglich
Beim Hund lässt sich eine vegetarische Ernährung mit Eiern oder Milchprodukten ausgewogen gestalten. Bei der Katze funktioniert das nicht – sie braucht zwingend tierische Produkte. Die Gesamtration muss immer «einen ganzen Kuchen ergeben»: Alle lebenswichtigen Nährstoffe müssen enthalten sein.
Insektenfutter: Vielversprechend, aber nicht ganz einfach
Insektenprotein ist besonders für Allergiker interessant, kann aber selbst allergisch wirken. Ökologisch ist das Bild differenzierter als oft dargestellt: Insekten benötigen selbst hochwertiges Futter. Das eigentliche Potenzial liegt darin, Insekten auf organischen Reststoffen grosszuziehen – das wäre nachhaltig, günstig und ressourcenschonend.
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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.
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Folge vom 03.09.2026Insekten, vegan, getreidefrei: Was taugt modernes Tierfutter?
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Folge vom 02.09.2026Essensreste und Rohfleisch für Haustiere: ja, nein, vielleicht?Hier ein Häppchen vom Familienesstisch, dort ein Schnäfel von den Küchenresten: Hunde und Katzen essen gerne Resten von unserem Essen? Ist das gesund? Und was ist mit rohem Fleisch und Schlachtabfällen aus der Metzgerei? Expertin Annette Liesegang erklärt, was drin liegt – und wo es gefährlich wird. Essensreste: Jein Kartoffeln oder Teigwaren ohne starke Würzung sind kein Problem. Sehr salzige oder gepökelte Speisen sollten - wenn überhaupt - vorher abgespült werden. Pfeffer und kräftige Gewürze sind weniger geeignet. Wichtigste Regel: Auch Reste sind Energie und müssen von der täglichen Gesamtration abgezogen werden. Rohfleisch: Hygiene entscheidend Frische Fleischabfälle oder Schlachtnebenprodukte aus der Metzgerei sind grundsätzlich eine Option. Aber: Fleisch einfrieren, wieder auftauen und erneut einfrieren – das ist tabu. Falsch behandeltes Rohfleisch kann zu schweren Erkrankungen führen. Studien belegen das. Irrtum: «Tiere fressen instinktiv nur das Richtige» Beim Hund stimmt das schlicht nicht. Unsere Haustiere sind keine Wölfe mehr. Die Katze ist zwar wählerischer – aber auch sie ist nicht gegen verdorbenes Futter gefeit. Die wichtigste Faustregel Was gut riecht, frisch ist und hygienisch behandelt wurde, kann gegeben werden. Der gesunde Menschenverstand gilt auch beim Tierfutter.
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Folge vom 01.09.2026Trockenfutter, Nassfutter, Spezialfutter: Was steckt dahinter?Nassfutter oder Trockenfutter? Und brauchen Katze und Hund wirklich «Indoor Steril Senior»-Futter? Tierernährungs-Expertin Annette Liesegang erklärt, was sich für wen eignet. Nassfutter oder Trockenfutter? Für Katzen empfiehlt sich eine Kombination: Nassfutter morgens und abends, Trockenfutter tagsüber zum Knabbern. Hunde vertragen beides gut – kleinere Rassen bevorzugen oft Nassfutter, bei grossen Hunden ist Trockenfutter auch aus praktischen Gründen sinnvoll. Junior und Senior – kein Marketingtrick Wachsende Jungtiere und ältere Tiere haben tatsächlich andere Nährstoffbedürfnisse. Wann der Wechsel sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal sagen – aufmerksame Tierhalterinnen merken es oft selbst. Im Zweifel lohnt sich eine Frage beim Tierarzt. Indoor und Steril – warum das Sinn macht Wohnungskatzen und kastrierte Tiere bewegen sich weniger und haben einen deutlich niedrigeren Energiebedarf. Energiereduziertes Futter verhindert, dass sie trotz kleiner Portionen zu viel Kalorien aufnehmen. Die wichtigste Regel beim Futterkauf Geht es dem Tier gut, hat es ein schönes Fell und einen festen Kot – dann beim bewährten Futter bleiben.
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Folge vom 31.08.2026Haustiere richtig ernähren: Was Tierhalter oft falsch machenWelches Futter, genügend Hygiene und Wasser nicht vergessen! Tierernährungs-Expertin Annette Liesegang erklärt, worauf es beim Füttern von Haustieren wirklich ankommt und welche Fehler im Alltag am häufigsten passieren. Zu viel des Guten Das verbreitetste Problem: Tiere werden überfüttert und werden dick. Leckerli und Essensreste zählen zur Tagesration – und müssen entsprechend eingerechnet werden. Wasser wird unterschätzt Frisches, sauberes Wasser ist genauso wichtig wie das Futter selbst. Gerade Katzen trinken nur, wenn das Wasser wirklich frisch ist. Bei mehreren Tieren braucht es mehrere Wasserstellen. Schmutzige Näpfe machen krank Näpfe müssen regelmässig gereinigt werden. Bakterien setzen sich im Material fest und können zu ernsthaften Infektionen führen – auch bei Tieren. Futter verdirbt schneller als gedacht Falsches Lagern, zu langsames Verfüttern, Hitze: Auch Tierfutter kann verderben und Tieren schaden. Daran erkennt man gesunde Ernährung Normales Gewicht, schönes Fell, fester Kot und aufgewecktes Verhalten sind die besten Zeichen dafür, dass die Ernährung stimmt.