Obwohl Buddha nichts mehr ass und so zu seiner Erleuchtung kam, wird im Buddhismus nicht gefastet. Aber man mässigt sich. Schliesslich meditiert weder ein voller noch ein leerer Bauch gerne.
Buddha gelangte bei seiner Erleuchtung zur Erkenntnis, dass Achtsamkeit und Mässigung den Weg der Mitte weisen.
Im Buddhismus wird deshalb zur Einkehr, und für einen achtsamen Umgang mit sich selbst und mit seinen Mitmenschen auf kleinere Portionen gesetzt.
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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.
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Folge vom 20.02.2026Buddha kam aus der Askese
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Folge vom 19.02.2026Im Hinduismus wird sehr individuell gefastetMan ist geneigt zu sagen, dass es im Hinduismus so viele Möglichkeiten gibt zu fasten, wie es Gottheiten in dieser Religion gibt. Fasten im Hinduismus ist freiwillig. Aber es wird gefastet. Sei es zu Ehren einer Gottheit wie Shiva oder Krishna. Es kann den ganzen Tag über gefastet werden und am Abend gibt es ein paar Früchte und etwas Milch. Oder man ernährt sich einen Tag vegetarisch und lässt das Fleisch weg. Auch das ist Fasten im Sinne des Hinduismus. Berühmt ist sicher das Fasten von Mahathma Ghandi, dem Kämpfer für Unabhängigkeit Indiens. Dieses mündete dann allerdings in einen Hungerstreit. Trotzdem hat Ghandi offenbar das Spirituelle seines anfänglichen Fastens Kraft gegeben, den Unabhängigkeitskampf fortzusetzen.
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Folge vom 18.02.2026Fasten im Judentum will versöhnen und dient der ReinigungAuch im Judentum wird gefastet. 25 Stunden lang, zum Beispiel an Jom Kippur. Oder kürzer von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Das Fasten dient im Judentum der Reinigung und soll mit Gott versöhnen.
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Folge vom 17.02.2026Fasten im Ramadan - da geht es auch um GemeinschaftBeim Ramadan geht es um ein klassisches sogenanntes Trockenfasten. Es wird weder gegessen, noch getrunken. Und dies solange es Tag ist. Das ist gar nicht so einfach, wenn der Ramadan im Sommer ist. Er verschiebt sich nach dem Mondkalender jedes Jahr um die zehn Tage. In diesem Jahr findet er von Mitte Februar bis Mitte März statt. Deshalb dürfte der Ramadan in diesem Jahr einigen Gläubigen leichter fallen. «Interessant ist beim Ramadan das Gemeinschaftsgefühl», sagt Sam Hug, ärztlich geprüfter Fastenleiter. Er leitet regelmässig auch christliche Fastengruppen. Das Gemeinschaftsgefühl kennt er deshalb nur zu gut. Während im Ramadan das tägliche Fastenbrechen in Gemeinschaft gefeiert wird, kennt Hug das Fastenbrechen nach einer Woche Fasten. Wobei er nicht auf Getränke verzichtet und während des Fastens einen Fruchtsaft oder eine dünne Suppe zu sich nimmt. «Spannend finde ich, dass hierzulande auch nichtgläubige Musliminnen und Muslimen fasten, weil sie das Fastenbrechen als Gemeinsamkeit stiftend empfinden.»