Kennen Sie das? Sie gehen in die Hocke und dann müssen Sie sich - ganz kurz nur - mit einem oder zwei Fingern abstützen, wenn Sie wieder aufstehen? Das ist eine Alterserscheinung, sagt der Sportlehrer und Personaltrainer Savo Hertig. Aber man kann etwas dagegen tun.
Auch vom Stuhl kommen einige nicht mehr hoch. Da gibt es einen einfachen Trick, sagt Hertig: Die Füsse nicht zu weit hinten und nicht zu weit vorne platzieren und schon kann man mit Schwung aufstehen - ohne Abstützen.
Geht man in die Hocke, ist es wichtig, dass man die Kraft auf die ganzen Fussflächen verteilt, so kommt man einfacher wieder hoch. Abstützen braucht man sich nicht mehr, aber mit den Armen Schwung holen, kann sicher auch helfen.
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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.
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Folge vom 08.04.2026Ab in die Hocke und mühelos wieder hoch
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Folge vom 07.04.2026Ein Training für Sportliche und Unsportliche: Functional TrainingFunctional Training, deutsch funktionelles Training, kommt eigentlich aus der Medizin und der Physiotherapie. Mittlerweile ist es ein Training für alle - alt und jung, dick und dünn, Kinder und Erwachsene. Savo Hertig ist Sportlehrer und Trainer, unter anderem für Functional Training, mit eigenen Studio in Bern. Er trainiert Menschen von 8 bis 80 Jahre und darüber. «Für Functional Training muss man nicht sportlich sein», sagt er. Aber Sportler können mit diesem Training ihre Leistung steigern und Verletzungen vorbeugen. Sportmuffel können ihre Fitness verbessern. Kein Pumpen im Maschinenraum «Wer pumpen will, wie beim Fitten an den Geräten, kann das tun», sagt Hertig. Functional Training geht aber weiter als reines Muskeltraining. Trainiert werden auch die Faszien und der Trainingsplan ist individuell. Man trainiert in der Gruppe oder alleine, nach Anweisung und Anleitung eines Trainers. Mit Eigenkraft und Hilfsmitteln Trainiert wird mit der eigenen Körperkraft. Aber es kommen auch Hilfsmittel zum Zug wie Hanteln, Kettlebells, das Teraband, Faszienrollen oder Bälle.
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Folge vom 02.04.2026Nisthilfen für Fledermäuse, Reptilien und AmphibienFledermäuse, Eidechsen und Amphibien leben häufig in der Nähe von Menschen. Welche Strukturen ihnen wirklich helfen, was beim Renovieren wichtig ist und wie sich naturnahe Gärten positiv auf gefährdete Arten auswirken. Fledermäuse gehören zu den am stärksten geschützten Wildtieren in der Schweiz – und leben oft direkt in unseren Häusern. Da moderne Gebäude viele Spalten verschliessen, fehlen ihnen zunehmend Quartiere. Nisthilfen wie Spaltenkästen oder spezielle Fledermausquartiere können deshalb sinnvoll sein. Wer jedoch bereits Fledermäuse im Dachstock hat, trägt eine besondere Verantwortung: Brutplätze dürfen weder gestört noch entfernt werden. Bei Umbauten sollten Fachleute, etwa von der Stiftung Fledermausschutz, beigezogen werden, da Fledermäuse empfindlich auf Temperatur oder Luftströmungsänderungen reagieren. Für viele Menschen wirken Fledermäuse unheimlich, doch die Angst ist unbegründet: Sie sind scheu, harmlos und wertvolle Insektenjäger. In anderen Kulturen gelten sie sogar als Glücksbringer. Wer ihnen begegnet, sollte sie einfach in Ruhe lassen. Auch Reptilien wie Eidechsen oder Blindschleichen profitieren von Strukturen im Garten. Eine sogenannte «Reptilienburg» aus Steinen, Totholz und sandigen Bereichen bietet Sonnenplätze, Verstecke und Eiablageorte. Wichtig ist ein abwechslungsreich gestalteter Garten ohne gefährliche Schächte oder Fallen. Für die Überwinterung sollten Steinhaufen teils im Boden verankert sein, damit sie frostsicher bleiben. Amphibien wie Gras- oder Laubfrösche benötigen zur Fortpflanzung ein stehendes Gewässer. Doch selbst ohne Teich kann man ihnen helfen: Feuchte Rückzugsräume, Ast- und Steinhaufen oder strukturreiche Gärten dienen als Schutz und Überwinterungsplatz. Die Tiere legen oft weite Wege zwischen Gewässer und Lebensraum zurück – ein naturnaher Garten kann dabei ein lebenswichtiger Trittstein sein.
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Folge vom 01.04.2026Nisthilfen für Wildbienen & Schmetterlinge: Das nützt InsektenInsektenhotels liegen im Trend, doch oft helfen sie kaum. Welche Nisthilfen für Wildbienen sinnvoll sind, warum der Gartenboden wichtiger ist als Holzröhren und weshalb Schmetterlingshäuschen kaum Nutzen bringen. Wildbienen und Schmetterlinge gelten als Symbol für Biodiversität – doch viele der im Handel angebotenen Insektenhotels bringen wenig oder schaden sogar. Entscheidend ist die Qualität der Häuschen: Für Wildbienen sollten Nisthilfen aus trockenem Hartholz bestehen, mit sauber gebohrten, mindestens zehn Zentimeter tiefen Gängen. Auch Röhrchen aus Bambus oder Schilf müssen glatt und gut befestigt sein, damit Flügel nicht verletzt werden. Noch wichtiger als künstliche Nisthilfen ist jedoch der Garten: Rund drei Viertel aller Wildbienenarten nisten im Boden. Sie brauchen offene, sandige Stellen, abwechslungsreiche Strukturen und idealerweise auch kleine Böschungen oder Freiflächen. Ebenso entscheidend ist das Nahrungsangebot: Viele Arten fliegen nur rund 50 Meter weit, weshalb einheimische, über das Jahr blühende Pflanzen unverzichtbar sind – von frühem Salbei und Taubnesseln über Glockenblumen und Thymian bis zu spätem Efeu. Für Schmetterlinge gilt Ähnliches: Ihre Raupen sind auf bestimmte Futterpflanzen und Strukturen angewiesen. Alte Pflanzenstängel, markhaltige Triebe, Ast oder Totholzhaufen dienen als Überwinterungsplatz oder als Ort für Eier und Kokons. Schmetterlingshäuser hingegen erfüllen kaum einen Zweck und gelten eher als dekorative Produkte. Wer den Garten naturnah gestaltet, auf einheimische Pflanzen setzt und abgestorbene Stängel über Winter stehen lässt, schafft für Wildbienen und Schmetterlinge deutlich mehr Nutzen als durch jedes gekaufte Häuschen.